Retailing in Electronic Commerce

Internet Marketing & Electronic Retailing E-Tailing Business Models


Seminararbeit, 2016

16 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Allgemeines zu E-Marketing und E-Tailing
2.1 Allgemeine Informationen zum E-Marketing und E-Tailing
2.2 Was verkauft sich wie gut im Internet
2.2.1 Studie zum Online-Kaufverhalten

3 Allgemeines zu E-Tailing Business Models
3.1 Vertriebskanal Klassifikation
3.1.1 Klassische Vertriebsmodelle
3.1.2 Neue Vertriebsmodelle
3.2 Beispiel für Innovatives E-Tailing Modell: Apple TV

4 Sachverhalte zum Thema E-Tailing
4.1 Handel und Vertriebsarten
4.1.1 Disintermediation und Reintermediation

5 Fallbeispiel Amazon.com
5.1 Allgemeine Informationen über Amazon.com
5.1.1 Die Geschichte von Amazon.com im Überblick
5.2 Entwicklung und Geschäftsmodell von Amazon.com

6 Fazit

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Darstellung Social Networker und Internet-User

Abbildung 2: Das klassische Vertriebsmodell nach Turban

Abbildung 3: Das Vertriebsmodell wird um die Kategorie Mobile erweitert

Abbildung 4: Die traditionelle Wertschöpfungskette

Abbildung 5: Modelle der Wertschöpfungskette nach Turban

Abbildung 6: Die Umsatzentwicklung von Amazon.com

1 Einleitung

Unumstritten ist das Amazon.com das bekannteste und auch das Größte und Bekannteste „Klick-Handelsuntemehmen“ der Welt ist. Unter Fachleuten wird der speziell in Europa beliebteste Online-Händler für seine Innovationen hochgelobt. Die Umsätze, die das Unternehmen Jahr für Jahr erwirtschaftet, sind gigantisch. Allein im vierten Quartal 2010 konnte Amazon fast eine Milliarden US-Dollar Umsetzern1

Vor kurzer Zeit hat der Online-Händler Amazon.com seine Zahlen für das dritte Quartal 2010 vorgelegt. Es geht Aufwärts wie seit vielen Jahren schon. Im Berichtszeitraum erwirtschaftete das Unternehmen weltweit einen Umsatz von 7,5 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um satte 39 Prozent. Auch beim Gewinn legt Amazon kräftig zu. Unter dem Strich blieben 231 Millionen Dollar übrig (ca. 180 Millionen Euro, d.h. eine Steigerung um etwa 16 Prozent).2

Amazon.com ist jedenfalls völlig unumstritten das wohl beste Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung eines E-Tailing Business Modells. Der Online-Riese Amazon steht damit auch gleichzeitig für die erfolgreiche Entwicklung im und des World Wide Webs (www).

Das E-Tailing Business Modell, wie durch den Fall von Amazon demonstriert wird, setzte seinen Aufwärtstrend trotz des weltweiten wirtschaftlichen Abschwungs weiter fort. Der Online Handel auf der ganzen Welt zeigte sich unbeeindruckt von der Finanzmarktkrise. Die Zahl der Online Shopper stieg seither weiter kontinuierlich an. 2010 kauften über 31 Milliarden Menschen im Internet ein. Diese Zahlen die die Entwicklung des E-Commerce dokumentieren wurde in einer repräsentativen Verbraucherstudie gewonnen, die durch den Bundesverband des Deutschen Versandhandels bhv in Auftrag gegeben wurde.

Neben Waren werden auch digitale Dienstleistungen über das Internet eingekauft. Die Ausgaben im Bereich der digitalen Services belaufen sich mittlerweile ebenfalls im Milliardenbereich. Der größte Teil, etwa 44 Prozent, fällt auf den Bereich Mobilität (Flugtickets, Bahntickets, Mietwagen). Rückläufig ist interessanterweise der Kauf von Computer-Software (es wird vermutet, dass das herunterladen von Computer-Software einen erheblichen Einfluss darauf hat).3

2.1 Allgemeine Informationen zum E-Marketing und E-Tailing

Sowohl in den Vereinigten Staaten von Amerika als auch in weiten Teilen von Europa erreicht nicht nur Social-Networking sondern auch Online-Shopping bereits die meisten Internet User und ist Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Dank des raschen Wachstums von Webseiten wie eBay, Amazon und seit kurzem nun auch Facebook ist das Absetzen von Kommentaren oder natürlich auch das Teilen von Links bereits zur Routine für Millionen von Usern geworden.

In einer neuen Studie schätzt eMarketer4, dass in den USA bereits fast 150 Millionen Web User auch soziale Netzwerke zumindest einmal monatlich besuchen. Das erhöht die Reichweite dieser Seiten auf fast 64% der Onliner. Aber damit nähert sich die Verwendung einer Sättigung. Bis 2013 sagt eMarketer noch einen Anstieg auf 164 Millionen User oder 67% der Onliner voraus. Auch bei der Reichweite für Online-Shopper sehen die Experten eine ähnliche Entwicklung voraus.5 6

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Amamzon.com ist auf jeden Fall ein gutes Beispiel wie man über das Internet erfolgreich einen Handel durchführen kann. Aber generell zeigt sich, dass der Handel im Internet ein erfolgreiches Geschäft sein kann. Denn in der Tat wurde in den letzten Jahren festgestellt, dass der Verkauf von Waren und auch von Dienstleistungen im Internet rasant angewachsen ist. Dieser rasante Anstieg ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass in den letzten Jahren auch unzählige Dot-com-Unternehmen auch gescheitert sind.

Laut Aussagen von Internet Retailem - wie z.B. Amazon - wurde festgestellt, dass etwa 45 Prozent der erwachsenen US-Intemet-User heute online einkaufen. Anhand einer Marktuntersuchung in den Vereinigten Staaten wurde deshalb eine Schätzung durchgeführt, die besagte, dass es in den USA etwa 220 Millionen Internet-User gibt, von denen etwa rund 100 Millionen zu der Gruppe der Online-Shopper zählt. Aber gleichzeitig wurde auch festgestellt, dass die Anzahl der Internet-User allmählich seine Sättigung erreicht, was somit bedeutet, dass sich der Anstieg der Online-Shopper ebenfalls verlangsamt.

Diese Tatsache bedeutet, dass somit für den elektronischen Handel eine neue Herausforderung wartet. Daher ist es auch relativ leicht zu erklären, warum sich die Anzahl der Anwendungen im Internet deutlich erhöht. Denn jene Unternehmen die ihre Waren und Dienstleistungen im Internet vermarkten und verkaufen müssen teilweise praktisch völlig neue Wege bestreiten, um ihren Kundenstamm nachhaltig zu sichern. Deshalb sind zukünftig innovative Marketing-Strategien und ein tieferes Verständnis für das OnlineKonsumentenverhalten gefragt. Diese Präferenzen werden in Zukunft absolut notwendig werden wenn man sich einen nachhaltigen Erfolg in diesem wettbewerbsorientierten Umfeld sichern will.7

2.2 Was verkauft sich wie gut im Internet

Mit rund 100 Millionen Online-Kunden in den Vereinigten Staaten sehen sich die Online-Händler einer sehr großen Anzahl von Online-Shoppem gegenüber. Deshalb sehen die E-Tailer absolut die Notwendigkeit eine große und vor allem auf die Kunden zugeschnittene Auswahl an Waren und Dienstleistungen für ihre Kunden zur Verfügung zu stellen. Die Online-Händler sind sich absolut bewusst geworden, dass sie sich mit einer immer größer werdenden Gruppe von potenziellen Kunden auseinandersetzten müssen, welche durch die riesige verfügbare Auswahl an verschiedenen Lieferanten8 und deren Produkten immer schwieriger zu binden sind. Daher ist es für die E-Tailer immer wichtiger die Bedürfnisse der Kunden zu analysieren, um auch auf die Wünsche des einzelnen besser eingehen zu können.9

Möglichkeiten zur Analyse des Online- und Offline-Kaufverhaltens beziehungsweise der Verschmelzung der beiden stehen laut dem Marktforschungsunternehmen Nielsen an oberster Stelle der Top-Werbetrends für das Jahr 2010. Grund dafür sei das geänderte Nutzerverhalten, was sowohl den konsumierten Content als auch die Interaktion mit Marken betreffe.

Top-Priorität in der Werbung wird es laut Nielsen im nächsten Jahr sein, sich noch besser auf die Medienkonvergenz einzustellen. Außerdem bedürfe es neuer Modelle, um die Möglichkeiten von SmartPhones besser zu nutzen und CrossMedia-Kampagnen stärker in den Fokus zu setzen. Als weiteren Trend prognostiziert das Marktforschungsuntemehmen eine Kommerzialisierung des Social-Media-Bereichs.

Zudem würde die Zeit zunehmen, die mit TV-, PC- oder Mobile-Bildschirmen verbracht wird. Dabei befinde sich vor allem der Konsum von OnlineVideoinhalten auf allen Plattformen im Aufwind. Die Herausforderung mit Werbemedien wie Video - vorwiegend im TV - sei, dass Nutzer hier nicht nur am Produkt interessiert sein müssen, sondern sich im Moment der Kaufentscheidung auch an dieses erinnern müssen. Onlinewerbung sei nicht zuletzt deswegen derart erfolgreich.10

2.2.1 Studie zum Online-Kaufverhalten

Aus den (Online) Marktforschungsuntersuchungen im Bereich des E-Commerce haben die Kaufleute viele Lehren ziehen können. Vor allem haben die Untersuchungen Aufschlüsse darüber geben können, welche Produkte am besten im Internet abgesetzt werden konnten.

Auflistung der Meistverkauften Kategorien:11

- Computer Produkte (40%) o Bücher (20%) o Reisen (16%) o Bekleidung (10%)
- Recorded Music und Abonnements (6%) o Geschenke (4%) o Investment (4%)

Unternehmen wie beispielweise Amazon.com hatte speziell bei der Gründung des Online-Shops große Erfolge beim Verkauf von Büchern und Musik-CDs markieren können. Gartner Inc. Research12 Director Brian Smith sagte gegenüber der E-Commerce Times13, dass die Gründe für den Erfolg recht einfach zu erklären seien: die Käufer wissen genau was sie bekommen und die meisten im Internet verkauften Artikel sind klein und flach genug, um bequem und kostengünstig transportiert/versendet zu werden.

3 Allgemeines zu E-Tailing Business Models

3.1 Vertriebskanal Klassifikation

Für den Begriff des Geschäftsmodells (Business Model) gibt es in der Betriebswirtschaft zahlreiche Definitionen. Für diese Arbeit wurde folgende herangezogen: Ein Geschäftsmodell ist eine modellhafte Beschreibung eines Geschäftes. Die Beschreibung des Geschäftsmodells soll dabei helfen die Schlüsselfaktoren des Untemehmenserfolges zu erklären.

In dieser Arbeit ist das Geschäftsmodell eine Beschreibung, wie eine Organisation beabsichtigt seinen Umsatz durch seine ordentliche

Geschäftstätigkeit zu generieren. Genauer gesagt ist es eine Analyse der Organisationen, wie sie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit durch die Lieferung ihrer Waren und Dienstleistungen zu den Kunden erreichen.

Das E-Tailing Geschäftsmodell können in mehrere Anwendungsbereiche unterteilt werden. Zum Beispiel werden einige E-Tailer ihren regionalen Tätigkeitsbereichen (Globale E-Tailer versus Regionale E-Tailer) zugeordnet und andere werden durch ihre Verwendung der Einnahmen Modelle klassifiziert. In dieser Arbeit werden die Geschäftsmodelle nach ihrem Vertriebskanal klassifiziert.

Hier werden die Vertriebskanäle in fünf Kategorien unterschieden:

1. Direct Marketing by Mail-Order Unternehmen: Typische Beispiele dafür sind QVC und HSE24. Diese Unternehmen vermarkten sehr oft via TV ihre Produkte und fordern die Kunde auf die gewünschten Artikel dann per Telefon oder E-Mail zu bestellen.
2. Direktverkauf des Herstellers: Hersteller wie beispielsweise DELL, Lego, Sony usw., sind oftmals auch Click-and-Mortar Unternehmen. Es ist allerdings auch möglich, dass der Hersteller auch zu einem Pure-Play- Untemehmen (z.B. DELL) werden kann.
3. Click-Unternehmen: Diese Art von E-Tailing besitzt keinen echten physischen Verkaufsladen, sondern nur eine Online-Präsenz. Das beste Beispiel dafür ist Amazon.com.
4. Click-and-Mortar Unternehmen: Diese Geschäftsmodell wird von traditionellen Unternehmen betrieben, die ihren Kanal-Mix zusätzlich um den Online Kanal erweitern. Der weltweit bekannteste Vertreter dafür ist Wal-Mart.
5. Sonstige B2C Geschäftsmodelle und spezielles Retailing: Das Geschäftsmodell der Zukunft ist weder Werbung in ihren unterschiedlichsten Facetten und auch nicht ein - wie auch immer geartetes - Freemium-Modell14. Kurzum: Nicht im B2C-Bereich, sondern im reinen B2B-Bereich (abseits der Werbung) liegt das zukünftige Geschäftsmodell von Sozialen Netzwerken wie Facebook, studiVZ und Co. Auch ein so großes (Online) Unternehmen natürlich wie Google scheint die Aktivitäten zur Umsatzgenerierung aktuell eher auf den Bereich Werbung zu konzentrieren.15 16

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 vgl. Turban. 2010 (S. 141)

2 vgl. Heise online. 2011

3 vgl. Turban. 2010 (S. 141 ff.)

4 vgl. eMarketer ist ein amerikanisches Marktforschungsinstitut, das allerdings weltweit Niederlassungen bzw. Zweigstellen hat.

5 vgl. eMarketer Al. 2010.

6 eMarketer A2. 2010.

7 vgl. Turban. 2010 (S. 143)

8 In diesem Kontext ist die Vielzahl von verschiedenen Online-Händlem gemeint.

9 vgl. Turban 2010, (S. 144)

10 vgl. Absatzwirtschaft 2011

11 vgl. Online Business Help 2011

12 Gartner Inc. Research ist ein Anbieter, der Marktforschungsergebnisse und Analysen über die Entwicklungen in der IT anbietet.

13 Online News-Center, welches täglich die Neuheiten über das Internet-Business veröffentlicht.

14 Freemium ist ein Geschäftsmodell, bei dem Basisdienste gratis angeboten werden und für weitere Dienste ein Preis verlangt wird. Freemium ist ein Kunstwort bestehend aus free und premium. Viele Intemetfirmen benutzen Freemium als Geschäftsmodell, so z. B. Skype, Flickr, XING und Facebook.

15 vgl. Turban 2010 (S. 147 ff.)

16 vgl. Turban 2010 (S. 167 ff.)

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Retailing in Electronic Commerce
Untertitel
Internet Marketing & Electronic Retailing E-Tailing Business Models
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz
Veranstaltung
E-Marketing
Note
1
Autor
Jahr
2016
Seiten
16
Katalognummer
V993565
ISBN (eBook)
9783346358653
Sprache
Deutsch
Schlagworte
retailing, electronic, commerce, internet, marketing, e-tailing, business, models
Arbeit zitieren
Magister Gerald Oswald (Autor), 2016, Retailing in Electronic Commerce, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993565

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Retailing in Electronic Commerce



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden