Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit bezieht sich auf häufig anzutreffende Komorbiditäten bei ADHS-Erkrankten und die hohe Komorbiditätsrate. Welche psychischen Komorbiditäten können im Erwachsenenalter im Vergleich zum Kindesalter ausgeprägter sein? Damit die Diagnose, Behandlung und Verlaufsform der Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitätsstörung und auch eine richtige Therapie angesetzt werden kann, müssen die dazugehörigen Komorbiditäten artikuliert werden. Die Verlaufsuntersuchungen weisen nach, dass ein- bis zwei Drittel der ehemaligen Kinder mit ADHS fortbestehende Kernsymptome aufweisen. Zu erforschen, ob die psychischen Komorbiditäten, sowohl im Kindes- und auch im Erwachsenenalter persistieren, ist ein weiteres Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Begriffliche Erklärung
2.1. ADHS- Begriffserklärung & Ursprung
2.2. ADHS- aktuelle Statistiken
2.3. ADHS- Subtypen & die Diagnose
2.4. ADHS- Ursachen & Therapiemöglichkeiten
3. ADHS- Hauptsymptome & Hauptsymptome & Komorbidität
4. Empirischer Teil
4.1. Methodik
4.2. Tabelle- Studien
4.3. Aktueller Forschungsstand
5. Ergebnisse der Studien
6. Diskussion
Zielsetzung & Themen
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das Auftreten und die Persistenz psychischer Komorbiditäten bei ADHS-Erkrankten sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter, um die klinische Relevanz für Diagnose und Therapie aufzuzeigen.
- Häufigkeit und Verbreitung von komorbiden Störungen bei ADHS
- Unterschiede der Komorbiditätsprofile zwischen Kindern und Erwachsenen
- Einfluss von Geschlecht und Alter auf die Begleiterkrankungen
- Bedeutung der frühzeitigen Diagnose für den weiteren Lebensverlauf
Auszug aus dem Buch
1. Einführung
„(…) Es fällt ihr sehr schwer, bei den Mahlzeiten mit der Familie still zu sitzen oder zu Schlafenszeit im Bett zu bleiben. Sie rennt viel in der Wohnung herum und oft geht es dabei über Tische und Stühle (Barkley, 2005, S.53).“
Julia, ein siebenjähriges Mädchen, bei der bereits Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung diagnostiziert wurde, weist laut Berichte der Eltern, überwiegende Hyperaktivität auf. Allein aufgrund der Benennung der Krankheit, kann man entnehmen, dass die Hyperaktivität für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ein übliches Symptom ist. Die Impulsivität im Kindesalter ist nicht als ein allzu auffälliges Merkmal zu erfassen, da der noch unreife Frontalkortex und subkortikale Strukturen, die Gründe für impulsives Verhalten, im Gehirn sind. (Soei, 2007).
Infolgedessen, dass Kinder grundsätzlich aktiver, unkonzentrierter und überschwänglicher als Erwachsene sind, werden die Verhaltensauffälligkeiten meist nicht berücksichtigt. Die Kinder mit ADHS differenzieren sich erheblich in Ihrem Verhalten, da die Entwicklung und die späteren Risiken sich unterscheiden. Bei einigen bleiben die Kernsymptome die einzigen und bei den anderen gibt es begleitende Störungen (Barkley, 2005). Diese Begleiterkrankungen können antisoziales Verhalten, affektive Störungen oder auch depressive Störungen sein (Barkley, 2005).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel führt in das Störungsbild ADHS ein und erläutert anhand von Fallbeispielen die Symptomatik sowie die Bedeutung von Komorbiditäten.
2. Begriffliche Erklärung: Es werden Definitionen, die geschichtliche Herkunft, aktuelle Statistiken sowie diagnostische Kriterien und Therapiemöglichkeiten von ADHS dargestellt.
3. ADHS- Hauptsymptome & Hauptsymptome & Komorbidität: Dieses Kapitel spezifiziert die drei Hauptsymptome Hyperaktivität, Impulsivität und Unaufmerksamkeit und führt in das Konzept der Komorbidität ein.
4. Empirischer Teil: Hier wird die systematische Literaturrecherche dargelegt, Studien tabellarisch erfasst und der aktuelle Forschungsstand zur Komorbidität erläutert.
5. Ergebnisse der Studien: Das Kapitel präsentiert und analysiert die Ergebnisse der untersuchten Studien hinsichtlich der Verbreitung verschiedener Begleiterkrankungen.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden zusammenfassend interpretiert und die Relevanz der Komorbiditäten für Fachleute und Betroffene kritisch reflektiert.
Schlüsselwörter
ADHS, Komorbidität, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung, Psychische Störungen, Kindesalter, Erwachsenenalter, Hyperaktivität, Impulsivität, Angststörungen, Depressionen, Lernbehinderung, Substanzmissbrauch, Diagnose, Verhaltensstörungen, Persistenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der häufig auftretenden psychischen Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) bei Patienten, die an einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) leiden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung der ADHS-Kernsymptome, die wissenschaftliche Erfassung von Komorbiditätsraten über die Lebensspanne sowie die Bedeutung dieser Begleiterkrankungen für Diagnostik und Therapie.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu erforschen, welche psychischen Komorbiditäten bei ADHS in Kombination auftreten und wie sich diese vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter unterscheiden oder persistieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine systematische Literaturrecherche, bei der aktuelle Studien und Fachliteratur mittels wissenschaftlicher Datenbanken wie Google Scholar und PubMed analysiert wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu ADHS, eine methodische Beschreibung der Literaturrecherche sowie die Darstellung und Diskussion aktueller Forschungsergebnisse zu Komorbiditäten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie ADHS, Komorbidität, psychische Störungen, Lebensspanne, Diagnostik, Lernstörungen und Verhaltensauffälligkeiten charakterisiert.
Warum ist die Unterscheidung der Subtypen für die Arbeit relevant?
Die Arbeit verdeutlicht, dass sich Komorbiditäten in ihrer Ausprägung je nach diagnostiziertem ADHS-Subtyp (z. B. Mischtypus oder vorwiegend unaufmerksam) unterscheiden können.
Welche Rolle spielt die MTA-Studie im Kontext der Arbeit?
Die MTA-Studie wird herangezogen, um zu belegen, dass eine frühzeitige und kombinierte Behandlung aus medikamentöser Therapie und Verhaltenstherapie entscheidend ist, um langfristige psychische Beeinträchtigungen zu reduzieren.
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- Büsra Yücel (Author), 2020, ADHS und die häufigen psychischen Komorbiditäten im Kindes- und Erwachsenenalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993608