Die Arbeit hat zum Ziel, durch Produkt- und Prozessinnovation in der Kaffeezubereitung, die Erfolgskriterien für einen erfolgreichen Relaunch des Espressokochers, unter Berücksichtigung heutiger Trends aufzuzeigen. Im Zentrum steht die Frage, mit welchen Produkt- und Prozessinnovationen die höchste Akzeptanz beim Kunden erreicht wird.
Alfonso Bialetti hat 1933 die «Moka-Express» erfunden. Der Espressokocher hat sich während diesen über 80 Jahren kaum weiterentwickelt. Gemäss brand eins sind über 36% der Schweizer Haushalte im Besitz eines Espressokochers. Gerade mal 5% nutzen ihn für den täglichen Kaffeekonsum. Die Zahlen von brand eins zeigen für beides sinkende Zahlen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Abgrenzung
1.2.1 Forschungsfrage
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Begriffsdefinition, Stand der Forschung und Theorie
2.1 Innovation und Produktentwicklung
2.1.1 Innovation nach Gegenstandsbereich
2.1.2 Innovation nach Neuigkeitsgrad
2.1.3 Produktentwicklung
2.1.4 Der Produktentwicklungsprozess dieser Arbeit
2.2 Kaffee und Kaffeemaschinen
2.2.1 Die Legenden und die Herkunft des Kaffees
2.2.2 Entstehung einer Kaffeekultur
2.2.3 Maschinen für die Kaffeezubereitung
2.2.4 Kaffeekultur und Kaffeezubereitung: 1930 versus 2015
2.2.5 Kaffeequalitätstest «Coffee Cupping»
2.3 Produktdesign
2.3.1 Model of Consumer Responses to Product Form
2.3.2 Das „Productdesign Response“ Modell dieser Arbeit
2.4 Zukunfts- und Trendforschung
2.4.1 Definition Trend
2.4.2 Megatrends
2.4.3 Konsumententrends
2.4.4 Trends in Bezug auf die Kaffeeindustrie
2.5 Akzeptanz
2.5.1 Akzeptanzforschung und Theorien
2.5.2 Verwendung des TAM für nicht IT Anwendungen
2.5.3 Definition des Akzeptanzmodells dieser Arbeit
2.6 Zusammenfassung
3 Teil 1 | Forschungsfrage, Hypothese, Vorgehensmethodik und Stichprobenbeschreibung
3.1 Forschungsfrage und Hypothesen
3.1.1 Hypothese 1 (Produktdesign)
3.1.2 Hypothese 2 (Verbesserungspotenzial Kaffeequalität)
3.1.3 Kundenzufriedenheit erfassen
3.2 Empirische Untersuchung
3.2.1 Gütekriterien
3.2.2 Datenerhebung
3.3 Stichprobenbeschreibung
3.3.1 Geschlecht
3.3.2 Altersstruktur
3.3.3 Wohnort
3.3.4 Kaffeegewohnheiten
3.3.5 Zusammenfassung
4 Teil 1 | Analysen und Diskussion
4.1 Skalen und Gruppen
4.1.1 Verhalten bei Produktdesign
4.1.2 Kaffeequalität und Auswertungsgruppe
4.2 Errechnete Zufriedenheit heutige Haupt-Kaffeemaschine
4.3 Hypothese 1: Je mehr das Produkt vom klassischen Espressokocher abweicht, desto geringer sind die Erfolgschancen für einen erfolgreichen Relaunch
4.3.1 Operationalisierung
4.3.2 Hypothesentest
4.4 Hypothese 2: Das Verbesserungsbedürfnis der Kaffeequalität des Espressokochers, unterscheidet sich von Kaffeemaschinennutzergruppe zu Kaffeemaschinennutzergruppe.
4.4.1 Operationalisierung
4.4.2 Hypothesentest
4.4.3 Zusatzuntersuchung
4.5 Untersuchungen zur Zufriedenheit der Kunden
4.5.1 Zufriedenheit mit Haupt-Kaffeemaschine
4.5.2 Verbesserungspotenzial Espressokocher
4.6 Diskussion | Produktdesign, Kaffeequalität, Zufriedenheit mit Haupt-Kaffeemaschine und Verbesserungspotenzial Espressokocher
5 Produktidee
5.1 Was die Produktidee beeinflusst
5.2 Das Produkt
6 Teil 2 | Forschungsfrage, Hypothese, Vorgehensmethodik und Stichprobenbeschreibung
6.1 Forschungsfrage und Hypothesen
6.1.1 Hypothese 3 (Kritische Espressokocherbesitzer)
6.1.2 Hypothese 4 (Empfundener Aufwand)
6.1.3 Hypothese 5 (Anschaffungskosten)
6.2 Empirische Untersuchung
6.2.1 Gütekriterien
6.2.2 Datenerhebung
6.3 Stichprobenbeschreibung
6.3.1 Geschlecht
6.3.2 Altersstruktur
6.3.3 Wohnort
6.3.4 Kaffeegewohnheiten
6.3.5 Zusammenfassung
7 Teil 2 | Analysen und Diskussion
7.1 Skalen
7.1.1 Skala Akzeptanzmodell
7.1.2 Vereinfachtes Akzeptanzmodell
7.1.3 Skala Erfahrung
7.2 Hypothese 3: Personen mit einem Espressokocher zu Hause stehen einer Veränderung des Espressokochers kritischer gegenüber, als Personen ohne Espressokocher
7.2.1 Operationalisierung
7.2.2 Hypothesentest
7.2.3 Zusatzuntersuchung Items
7.3 Hypothese 4: Je geringer der empfundene Aufwand für die Zubereitung eines Espressos und die anschliessende Reinigung des Espressokochers, desto grösser sind die Erfolgschancen für einen erfolgreichen Relaunch
7.3.1 Operationalisierung
7.3.2 Hypothesentest
7.3.3 Zusatzuntersuchung NEU vs. KLASSIKER
7.4 Hypothese 5: Je höher die Anschaffungskosten im Vergleich zum klassischen Modell, desto geringer die Erfolgschancen für einen erfolgreichen Relaunch
7.4.1 Operationalisierung
7.4.2 Hypothesentest
7.4.3 Zusatzuntersuchung Kosten und Aufwand
7.5 Einfluss der Moderatorvariabel «Erfahrung»
7.6 Zusatzuntersuchung Produktidee NEU
7.7 Zusatzuntersuchung Mokka-App
7.8 Zusatzuntersuchung NEU vs. KLASSIKER
7.9 Diskussion | Espressokocherbesitzer, Aufwand, Anschaffungskosten, Erfahrung, Mokka-App und Vergleiche
8 Zusammenfassung und Fazit
9 Lessons Learned
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Bachelor-Thesis ist es, die Erfolgskriterien für einen Relaunch des klassischen Espressokochers unter Berücksichtigung moderner Trends zu identifizieren. Durch eine Analyse von Produkt- und Prozessinnovationen soll geklärt werden, wie der Espressokocher wieder als primäres Kaffeezubereitungsgerät in Schweizer Haushalten etabliert werden kann.
- Analyse des Innovationsgrades und des Produktdesigns
- Empirische Untersuchung zur Akzeptanz (Technology Acceptance Model)
- Untersuchung von Konsumententrends und Marktbedürfnissen
- Evaluation von Prozessoptimierungen (Zubereitung, Reinigung)
- Quantifizierung von Einflussfaktoren wie Arbeitsaufwand und Anschaffungskosten
Auszug aus dem Buch
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
Alfonso Bialetti erfand 1933 den «Moka Express» und hat damit die Voraussetzung für die Revolution des Espressotrinkens ausserhalb der Öffentlichkeit geschaffen. Bis zum Zeitpunkt der Erfindung konnte ein Espresso lediglich in den weit verbreiteten Kaffeebars getrunken werden. Nur diese hatten die riesigen Maschinen um den nötigen Druck zu erzeugen, welchen es für einen Espresso braucht (Myron, 2012).
Alfonso Bialetti hat mit seiner aus Aluminium gefertigten Moka Express den Zeitgeist der Italiener getroffen. Myron (2012) beschreibt, dass zu dieser Zeit insbesondere Kaffee und Aluminium als «Icons of Modernity» galt. Mit der Moka Express wurde es möglich, einen ebenso guten Espresso, also einen stärkeren Kaffee, zuhause trinken zu können. Dieses Potential erkannte auch der Sohn von Alfonso, Renato Bialetti und startete eine unvergleichbare Marketingkampagne. Gleichzeitig optimierte und erhöhte er die Produktion der Moka Express von 10‘000 vor dem 2. Weltkrieg auf 4 Millionen in den 50er Jahren (Myron, 2012).
Seit der Erfindung von Alfonso Bialetti wurde die Moka Express nicht mehr wesentlich weiterentwickelt. Einige neue Ansätze, wie zum Beispiel ein Druckventil um mehr Aroma zu erzeugen, sind zwar auf dem Markt zu finden, bedeuten aber auch immer eine Abweichung vom klassischen Design und höhere Anschaffungskosten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die historische Relevanz des Espressokochers und formuliert die Forschungsfrage zur Steigerung der Attraktivität durch Innovationen.
2 Begriffsdefinition, Stand der Forschung und Theorie: Erläutert die theoretischen Grundlagen zu Innovationen, Kaffeekultur, Produktdesign und Akzeptanzmodellen.
3 Teil 1 | Forschungsfrage, Hypothese, Vorgehensmethodik und Stichprobenbeschreibung: Stellt die erste empirische Untersuchung, die Forschungsfragen und die Hypothesen für den ersten Analyseteil vor.
4 Teil 1 | Analysen und Diskussion: Präsentiert die Ergebnisse der ersten Erhebung bezüglich Produktdesign und Kaffeequalität und diskutiert die Erkenntnisse für einen erfolgreichen Relaunch.
5 Produktidee: Skizziert basierend auf den ersten Analysen eine konkrete Produktidee inklusive Mokka-App als Dienstleistungsinnovation.
6 Teil 2 | Forschungsfrage, Hypothese, Vorgehensmethodik und Stichprobenbeschreibung: Definiert die Hypothesen für den zweiten Untersuchungsteil zur Akzeptanz des neuen Konzepts.
7 Teil 2 | Analysen und Diskussion: Analysiert die Akzeptanz der entwickelten Produktidee anhand des angepassten Technologieakzeptanzmodells im Vergleich zum klassischen Modell.
8 Zusammenfassung und Fazit: Fasst die gesamte Arbeit zusammen und gibt eine Einschätzung zur Realisierbarkeit der Produktinnovationen.
9 Lessons Learned: Reflektiert den Arbeitsprozess und die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Schlüsselwörter
Espressokocher, Moka Express, Produktinnovation, Prozessinnovation, Akzeptanzforschung, TAM, Kaffeequalität, Produktdesign, Konsumententrends, Relaunch, Technologieakzeptanz, Kaffeemaschine, Innovationsmanagement, Konsumentenverhalten, Marketing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie der klassische Espressokocher durch Produkt- und Prozessinnovationen wieder als primäres Gerät zur Kaffeezubereitung in den Schweizer Haushalten positioniert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören Innovationsmanagement, Kaffeekultur, Produktdesign, Akzeptanztheorien sowie Zukunfts- und Trendforschung im Kontext des Kaffeekonsums.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: „Welche Produkt- und Prozessinnovationen sind notwendig um Erfolg bei einem Relaunch des Espressokochers als Primär-Kaffeezubereitungsgerät zu haben?“
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor führt zwei empirische, quantitative Online-Befragungen durch, die mittels statistischer Verfahren (SPSS, ANOVA, Korrelationsanalysen) basierend auf dem Technology Acceptance Model (TAM) ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine erste Analyse des Ist-Zustands, die Konzeption einer Produktidee (inklusive App) und die anschließende empirische Validierung dieser Idee auf Akzeptanz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Espressokocher, Innovationsmanagement, Akzeptanzmodell, Produktdesign und Kaffeekonsumverhalten.
Welchen Einfluss haben Anschaffungskosten auf das Akzeptanzverhalten?
Die Analysen zeigen, dass Anschaffungskosten im Bereich von 100 bis 120 CHF bei negativem Aufwandsempfinden kritisch sind, wobei die Zahlungsbereitschaft stark mit der wahrgenommenen Arbeitserleichterung korreliert.
Hat sich der Besitz eines Espressokochers auf die Akzeptanz der Produktidee ausgewirkt?
Entgegen der ursprünglichen Hypothese zeigten Personen, die bereits einen Espressokocher besitzen, eine signifikant höhere Akzeptanz gegenüber dem neuen Konzept als Personen ohne Espressokocher.
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- Roger Baggenstos (Autor), 2016, Produkt- und Prozessinnovation in der Kaffeezubereitung mit einem Espressokocher, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993829