Wodurch ist der richtige Umgang mit kultureller Diversität gekennzeichnet? Die folgende Hausarbeit setzt sich mit dieser relevanten Frage sowie dem Thema der interkulturellen Bildung und ihren Facetten auseinander. Dazu liegt das Hauptaugenmerk auf der anschaulichen Erklärung des Grundgedanken dieses Konzeptes sowie auf der Darstellung der erwünschten Ziele und der Herstellung eines Bezugs zu einem aktuellen Thema.
Ziel dieser Hausarbeit ist es, den korrekten und angemessenen Umgang mit Diversität verschiedenster Art zu erläutern. Eine weitere Zielvorstellung dieser Arbeit ist das Bewusstsein für die Relevanz dieses Themas zu schaffen und über die Signifikanz und Tragweite des Konzeptes der interkulturellen Bildung zu informieren.
Dabei werden in Kapitel zwei vorerst die Grundbegriffe im Zusammenhang der kulturellen Diversität erläutert. In Kapitel drei wird die aktuelle Situation in den Schulen beleuchtet, wobei nicht nur auf die Institution und ihre Rahmenbedingungen, sondern auch auf die von den Lernenden und Lehrenden verursachten sozialen Umstände eingegangen wird. Im letzten Kapitel wird schließlich das Thema der interkulturellen Bildung aufgegriffen, welches in Begriffs- und Konzepterklärung, Darstellung der Ziele, Veranschaulichung an einem aktuellem Thema und Beschreibung der Chancen und Risiken unterteilt ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundbegriffe
2.1 Wie kann man den Begriff Kultur definieren?
2.2 Was ist Interkulturalität?
2.3 Was ist kulturelle Diversität?
3. Aktuelle Ausgangssituation in den Schulen
3.1 Die Schule als ein kultureller Treffpunkt
3.2 Benachteiligung und Ausgrenzung im Schulalltag
4. Interkulturelle Bildung
4.1 Was ist interkulturelle Bildung?
4.2 Die Ziele der interkulturellen Bildung
4.3 Didaktischer Ansatz am Beispiel Islam
4.4 Chancen und Risiken im Unterricht
5. Zusammenfassung und Fazit
6. Literatur- und Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich mit der Relevanz interkultureller Bildung in Schulen auseinander, um den Umgang mit kultureller Diversität zu optimieren und Benachteiligungen im Bildungsalltag entgegenzuwirken.
- Definition zentraler Begriffe wie Kultur, Interkulturalität und Diversität.
- Analyse der aktuellen heterogenen Ausgangssituation an deutschen Schulen.
- Untersuchung von Ausgrenzungsmechanismen und sozialen Barrieren.
- Darstellung der Ziele und Methoden interkultureller Bildung.
- Anwendungsbeispiel für einen interkulturellen didaktischen Ansatz am Thema Islam.
Auszug aus dem Buch
2.1 Wie kann man den Begriff Kultur definieren?
Der Begriff Kultur wird sowohl in den Geistes- und Sozialwissenschaften, sowie im alltäglichen Gebrauch häufig verwendet. Doch vorwiegend wird es im Alltag ohne eine feste Spezifizierung angewandt, da viele verschiedenartige Definitionen und Begriffserklärungen existieren. Dies führte zu einer unübersichtlichen und vielschichtigen Verwendung des Begriffes Kultur. Durch diese Majorität der unterschiedlichen Anwendungsweisen und der immensen Bedeutungsvielfalt ist es adäquat von Kulturbegriffen im Plural zu sprechen.
Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Kultur ist in dem lateinischen Wort „colere“ und „cultura“ aus der Antike zu finden, welches mit Anbauen, Wohnen und Pflege zu übersetzen ist. Es weist so auf die Sicherung des menschlichen Überlebens durch Ackerbau hin und kann daher ebenfalls auf die aktuelle und moderne Verwendung des Wortes zurückführen. Denn „Kultur sei die Kunst, wodurch die moderne Gesellschaft ihr Überleben und ihre Entwicklung in einer übermächtigen Natur sichert“.
Der Kulturwissenschaftler Geert Hofstede definiert Kultur als eine sogenannte „Software des Geistes“ und spricht damit auf die Totalität von Werten, Normen und Richtlinien an, die jedes Individuum einer existenten Gemeinschaft erlebt. Dies beinhaltet eine Vielzahl von trivialen und konventionellen Aspekten des Lebens, wie beispielsweise Begrüßungen, traditionelle Mahlzeiten oder Hygienevorschriften. Dieses Orientierungssystem ist allen Mitgliedern einer Kultur vertraut und beeinflusst das Perzipieren, Denken und Handeln dieser von Geburt an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, beleuchtet die zunehmende Diversität in der Gesellschaft und benennt das Ziel der Arbeit, Ansätze für einen angemessenen Umgang damit im Bildungskontext aufzuzeigen.
2. Grundbegriffe: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begrifflichkeiten Kultur, Interkulturalität und Diversität, um eine theoretische Basis für die weiterführende Argumentation zu schaffen.
3. Aktuelle Ausgangssituation in den Schulen: Das Kapitel analysiert die Schule als kulturellen Treffpunkt und erörtert die Problematiken von Benachteiligung und Ausgrenzung, die sich aus einer zunehmend heterogenen Schülerschaft ergeben.
4. Interkulturelle Bildung: Hier werden das Konzept der interkulturellen Bildung, deren Ziele und ein konkreter didaktischer Ansatz am Beispiel des Islams erläutert sowie Chancen und Risiken dieser Bildungsform diskutiert.
5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit, Diversität als Gegebenheit zu akzeptieren, um ein förderliches Lernklima zu schaffen.
6. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen und der zugrunde liegenden Fachliteratur.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Bildung, kulturelle Diversität, Schule, Heterogenität, Migration, Inklusion, Chancengleichheit, Bildungssoziologie, Diskriminierung, Integration, Kulturbegriff, Interkulturalität, Pädagogik, soziale Herkunft, Wertevermittlung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Bildungseinrichtungen der Herausforderung einer kulturell diversen Schülerschaft begegnen können und welche Rolle interkulturelle Bildung dabei spielt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder sind die begriffliche Klärung von Kultur, die Analyse der schulischen Realität in einer Einwanderungsgesellschaft sowie die didaktischen Möglichkeiten interkultureller Erziehung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Bewusstsein für die Relevanz interkultureller Bildung zu schärfen und aufzuzeigen, wie ein respektvoller und förderlicher Umgang mit kultureller Vielfalt gelingen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung bestehender soziologischer und pädagogischer Konzepte basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, eine Analyse der schulischen Ist-Situation, die Erläuterung interkultureller Bildungsziele und einen didaktischen Praxisentwurf am Beispiel des Islams.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Interkulturelle Bildung, Diversität, Heterogenität, Chancengleichheit und Integration charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Religion in der dargestellten interkulturellen Didaktik?
Religion, konkret am Beispiel des Islams, dient als Anwendungsfeld, um Sensibilität für fremde Lebensweisen zu entwickeln und Vorurteile durch Wissensvermittlung abzubauen.
Warum wird im Dokument der Begriff "Kulturbegriffe" im Plural verwendet?
Aufgrund der Vielzahl existierender Definitionen in den Geisteswissenschaften wird auf den Plural verwiesen, um der theoretischen Vielschichtigkeit des Begriffs gerecht zu werden.
Welche Empfehlung gibt die Autorin für den Umgang mit Diversität im Klassenzimmer?
Die Autorin plädiert dafür, Diversität nicht als Störfaktor, sondern als notwendige und positive Bedingung der pluralistischen Gesellschaft zu begreifen, um ein lernförderliches Klima für alle Schüler zu gewährleisten.
- Quote paper
- Isabell Hiermes (Author), 2020, Interkulturelle Bildung als Möglichkeit zum Umgang mit kultureller Diversität im Klassenraum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993976