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Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren als Fördermaßnahme. Möglichkeiten und Grenzen bei Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung in der sozial-emotionalen Entwicklung

Titre: Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren als Fördermaßnahme. Möglichkeiten und Grenzen bei Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung in der sozial-emotionalen Entwicklung

Thèse de Bachelor , 2020 , 49 Pages

Autor:in: Julia Foerum (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit befasst sich mit der heilpädagogischen Fördermaßnahme des HPRV bei Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung der sozial-emotionalen Entwicklung. Die Zielgruppe Kinder und Jugendliche wurde ausgewählt, da hier aufgrund der frühen Förderung die größten Chancen bestehen, die Entwicklung positiv zu beeinflussen. Zudem gibt es zu dieser Zielgruppe die meisten Erfahrungsberichte.

Momentan befindet sich das Therapeutische Reiten in einem Umbruch. Es wird anhand einer angelegten empirischen Untersuchung versucht, die Wirksamkeit des HPRV nachzuweisen. Ein geeignetes Messinstrument wurde allerdings noch nicht abschließend entwickelt. Aufgrund der Neuerungen und nicht abgeschlossenen Studien gibt es kaum aktuelle Literatur diesbezüglich. Einige der Autoren weisen darauf hin, dass ihre Ausführungen hauptsächlich auf eigenen Erfahrungen beruhen. Aufgrund des Mangels an repräsentativen aussagekräftigen Wirksamkeitsstudien stößt diese Maßnahme bisher, im Gegensatz zu anderen pädagogischen oder heilpädagogischen Maßnahmen, bei den Kostenträgern auf wenig Akzeptanz.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Wirkung des HPRV als Fördermaßnahme im sozial-emotionalen Bereich hervorzuheben und aufzuzeigen.

Die Arbeit beginnt mit einem Ausblick auf das "Therapeutischen Reiten" im Allgemeinen. Da die heilende Wirkung des Pferdes seit langer Zeit bekannt ist, wird zunächst ein Einblick über die geschichtliche Entwicklung des Therapeutischen Reitens gegeben. Anschließend wird in diesem Kapitel die Vierteilung des "Therapeutischen Reitens" angeschnitten und besonders auf das HPRV eingegangen. Danach folgt ein ausführliches Kapitel zum Thema "Heilpädagogische Arbeit mit dem Pferd". Hier werden die Grundlagen des HPRV behandelt, zu denen sowohl die Erläuterung der Ausbildung zum Reit- oder Voltigierpädagogen als auch die Kriterien, die ein Therapiepferd in Bezug auf körperliche und charakterliche Eigenschaften erfüllen sollte, gehören. Zudem wird in diesem Kapitel auch auf die spezielle Beziehungskonstellation zwischen Kind, Pädagoge und Pferd eingegangen. Abschließend werden in diesem Kapitel die drei Förderbereiche des HPRV dargelegt und erläutert, welche Kompetenzen auf den einzelnen Ebenen gefördert werden können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Therapeutisches Reiten

1.1 Geschichtliche Entwicklung des Therapeutischen Reitens

1.2 Bereiche des Therapeutischen Reitens

2 Heilpädagogische Arbeit mit dem Pferd

2.1 Ausbildung des Reit- oder Voltigierpädagogen

2.2 Das Therapiepferd

2.3 Beziehungsdreieck im Heilpädagogischen Reiten und Voltigieren

2.3.1 Pädagoge und Pferd

2.3.2 Klient und Pädagoge

2.3.3 Klient und Pferd

2.4 Förderbereiche des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens

2.4.1 Sensomotorische Ebene

2.4.2 Kognitive Ebene

2.4.3 Sozial-emotionale Ebene

3 Beeinträchtigungen in der sozial-emotionalen Entwicklung

3.1 Definition

3.2 Aggressives Verhalten

3.3 Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung

3.4 Ängstliches und sozial zurückgezogenes Verhalten

4 Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren als Fördermaßnahme bei Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung in der sozial-emotionalen Entwicklung

4.1 Förderung auf emotionaler Ebene

4.2 Förderung auf sozialer Ebene

4.3 Förderung auf kognitiver Ebene

4.4 Förderung auf sensomotorischer Ebene

5 Kritische Betrachtung des HPRV

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die heilpädagogische Wirksamkeit von Reiten und Voltigieren (HPRV) bei Kindern und Jugendlichen, die unter Beeinträchtigungen in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung leiden. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die pädagogischen Möglichkeiten, die sich durch den Einsatz des Mediums Pferd eröffnen, um die Entwicklung der Klienten positiv zu beeinflussen, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und soziale Kompetenzen zu fördern.

  • Grundlagen des Therapeutischen Reitens und der Arbeit mit dem Pferd
  • Analyse sozial-emotionaler Beeinträchtigungen und deren Symptomatiken
  • Einfluss des Beziehungsdreiecks (Kind – Pferd – Pädagoge) auf den Förderprozess
  • Förderpotenziale auf emotionaler, sozialer, kognitiver und sensomotorischer Ebene
  • Kritische Reflexion der Rahmenbedingungen sowie aktuelle Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Pädagoge und Pferd

Wie zu Beginn erläutert muss ein Therapiepferd gewisse Voraussetzungen mitbringen. Zum einen muss es beziehungsfähig sein. Diese Beziehungsfähigkeit bringt das Pferd gegenüber dem Pädagogen ein. Dieser muss auf die Beziehung eingehen, diese erwidern und dafür sorgen, dass das Pferd sich in seinem vorgegebenen Lebensraum wohlfühlt (vgl. Voßberg 1998, 178). Zudem muss der Pädagoge parallel dauerhaft klare, bewusste und eindeutige Signale an das Pferd senden, Sicherheit suggerieren und als „Leittier“ Dominanz ausstrahlen. Durch akustische, taktile und optische Signale kommuniziert der Pädagoge mit dem Pferd. Über diese non-verbale Kommunikation erfährt das Pferd Anerkennung, Wertschätzung und Abgrenzung (vgl. ebd.).

Es muss gewährleistet sein, dass der Pädagoge sicher im Umgang mit dem Pferd ist, damit sich auch diese Souveränität und Sicherheit auf den Klienten übertragen kann. Ebenso muss sichergestellt werden, dass das Pferd die akustischen, taktilen und optischen Signale des Pädagogen gehorsam annimmt (vgl. Kaune, G.; Kaune, W. 2006, 98).

Der Kontakt und Umgang mit dem Pferd seitens des Pädagogen sollte immer fair und partnerschaftlich erfolgen, um damit zu einem nachahmenswerten Modell für das Kind zu werden (vgl. Schulz 2005, 29). Durch diese Vorbildfunktion zeigt der Pädagoge, dass jeder Beteiligte des triangulären Beziehungsgeflechts Schutz und Respekt erhält. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Kommunikation des Pädagogen und des Pferdes ist, dass das Pferd dem Pädagogen ermöglicht, Rückschlüsse über Stimmung und Zustand des Kindes zu ziehen. So kann das Pferd müde wirken, aber auch hektisches oder aggressives Verhalten zeigen, wenn ein Kind sich dementsprechend verhält. Ebenso zeigt es durch eigenes An und Abspannen die Spannungen der Kinder an (vgl. Kupper-Heilmann 1999, 40f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Therapeutisches Reiten: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung des therapeutischen Reitens und gliedert dessen unterschiedliche Fachbereiche.

2 Heilpädagogische Arbeit mit dem Pferd: Hier werden die professionellen Grundlagen beleuchtet, einschließlich der notwendigen Ausbildung von Pädagogen, der Kriterien für geeignete Therapiepferde und der dynamischen Beziehungsarbeit im triangulären Geflecht.

3 Beeinträchtigungen in der sozial-emotionalen Entwicklung: Das Kapitel definiert den Begriff der Verhaltensstörung und fokussiert auf die drei häufigsten Störungsbilder: Aggressives Verhalten, AD(H)S sowie Ängstlichkeit und soziale Zurückgezogenheit.

4 Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren als Fördermaßnahme bei Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung in der sozial-emotionalen Entwicklung: Das Hauptkapitel erläutert detailliert, wie HPRV als gezielte Fördermaßnahme auf emotionaler, sozialer, kognitiver und sensomotorischer Ebene wirken kann.

5 Kritische Betrachtung des HPRV: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit Kostenfragen, Qualitätsnormen der Ausbildung sowie ethischen Aspekten des Tierschutzes und der Sicherheit.

6 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass das Pferd als Medium durch sein wertfreies Verhalten eine einzigartige Brücke zur individuellen Entwicklungsförderung schlägt.

Schlüsselwörter

Heilpädagogisches Reiten, Voltigieren, sozial-emotionale Entwicklung, Therapiepferd, Beziehungsdreieck, Verhaltensstörungen, ADHS, Aggression, Selbstwertgefühl, Sensomotorik, Persönlichkeitsentwicklung, Inklusion, pädagogische Förderung, Beziehungsarbeit, emotionale Stabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens (HPRV) als pädagogische Methode zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die Schwierigkeiten in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung aufweisen.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Arbeit mit dem Pferd, das spezifische Beziehungsdreieck zwischen Klient, Pferd und Pädagoge sowie die systematische Förderung in verschiedenen Entwicklungsbereichen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie HPRV wirkt und welche positiven Effekte diese Maßnahme auf die soziale, emotionale, kognitive und sensomotorische Ebene bei betroffenen Kindern hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und wertet den aktuellen Stand der heilpädagogischen Forschung sowie einschlägige Fachpublikationen aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der konkreten Förderwirkung des HPRV bei verschiedenen Verhaltensauffälligkeiten und der Bedeutung des Pferdes für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Heilpädagogisches Reiten, sozial-emotionale Entwicklung, Therapiepferd, Beziehungsaufbau und Verhaltenskorrektur.

Warum spielt die Ausbildung der Pädagogen eine so wichtige Rolle?

Da eine große Verantwortung gegenüber dem Klienten und dem Tier besteht, ist eine qualifizierte, idealerweise durch das DKThR zertifizierte Weiterbildung notwendig, um sowohl Sicherheit zu gewährleisten als auch pädagogische Erfolge zu erzielen.

Wie hilft ein Pferd Kindern mit Aggressionen?

Das Pferd reagiert als „erzieherischer Partner“ unmittelbar und sachlich auf das Verhalten des Kindes. Da es nicht menschlich urteilt, erfährt das Kind eine direkte Rückmeldung durch das Tier, was zu einer konstruktiveren Selbstreflexion und Verhaltenskontrolle führen kann.

Ist das HPRV eine anerkannte medizinische Leistung?

Bisher fehlen repräsentative Wirksamkeitsstudien in ausreichendem Umfang, weshalb die Kosten aktuell nur in Ausnahmefällen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden und die Maßnahme meist privat finanziert werden muss.

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Résumé des informations

Titre
Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren als Fördermaßnahme. Möglichkeiten und Grenzen bei Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung in der sozial-emotionalen Entwicklung
Université
University of Cologne
Auteur
Julia Foerum (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
49
N° de catalogue
V994008
ISBN (ebook)
9783346364517
ISBN (Livre)
9783346364524
Langue
allemand
mots-clé
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Citation du texte
Julia Foerum (Auteur), 2020, Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren als Fördermaßnahme. Möglichkeiten und Grenzen bei Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung in der sozial-emotionalen Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/994008
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