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Herrschaft, Knechtschaft, Gouvernementalität. Machtverhältnisse von Hegel bis Foucault

Eine kurze Analyse

Title: Herrschaft, Knechtschaft, Gouvernementalität. Machtverhältnisse von Hegel bis Foucault

Essay , 2020 , 9 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kersten Kottnik (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Ansätzen zur Analyse von Machtbeziehungen sowie Ideen zur aktiven Strukturierung dieser Beziehungen ist für eine gut funktionierende Unternehmensführung unabdingbar. Hierzu werden im Folgenden G.W.F. Hegels Analyse der Beziehung von Herrschaft und Knechtschaft sowie Michel Foucaults Ansätze der Gouvernementalität betrachtet. Beide sind weitaus komplexer und umfassen wesentlich mehr Ideen, als für die Betrachtung nötig sind. Somit werden sie nur mit Fokus auf ihre Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen wiedergegeben und analysiert. Beide Konzeptionen werden dann kritischen Ansätzen gegenübergestellt, um am Ende in einem kurzen Fazit zu zeigen, welche Ideen sich aus ihnen gewinnen lassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Herrschaft und Knechtschaft bei Hegel

3 Gouvernementalität bei Foucault

4 Chancen und Einschränkungen der Konzepte von Hegel und Foucault

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht Machtbeziehungen im Kontext der Unternehmensführung, indem sie Hegels Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft mit Foucaults Konzept der Gouvernementalität vergleicht, um Ansätze für eine verantwortungsvolle Führungsstruktur abzuleiten.

  • Analyse des hegelscher Herr-Knecht-Verhältnisses als wechselseitige Abhängigkeit.
  • Untersuchung von Foucaults Gouvernementalität als Form des verantwortungsvollen Regierens.
  • Gegenüberstellung der Konzepte mit kritischen Perspektiven wie dem Marxismus und Deleuzes Rhizom-Theorie.
  • Ableitung von Prinzipien für eine moderne, systemorientierte Unternehmensführung.

Auszug aus dem Buch

3 Gouvernementalität bei Foucault

Der französische Philosoph Michel Foucault prägte in seiner Antrittsvorlesung am College de France 1977 den Begriff Gouvernementalität. In dieser Vorlesung (vorliegend in der deutschen Übersetzung) setzte er sich mit der Art von Machtverteilung und den Anforderungen an Machthaber auseinander. Die erste Anforderung, die er an den Regierenden stellt, ist die Fähigkeit „sich selbst [zu regieren], dann auf einer weiteren Stufe seine Familie, sein gut und seinen Besitz […] um am Ende den Staat zu regieren.“ Diese Anforderung sieht er schon in der Staatsphilosophie des 17ten Jahrhunderts gegeben. Davon ausgehend setzt er sich mit dem Begriff der Verantwortung auseinander. Denn über diese Fähigkeit kann man nur Verfügen, wenn man Verantwortung für die Untergebenen (und im Anbeginn somit schon für sich selbst) übernimmt.

Er vergleicht dies mit einem Kapitän, der für Seeleute, Schiff und Ladung verantwortlich ist. Dieser muss in der Lage sein, zwischen den Seeleuten (und deren Fähigkeiten), dem Schiff und den äußeren Gegebenheiten wie Wind und Klippen einen Zusammenhang herzustellen, erst dieser „charakterisiert die Lenkung (gouvernement)“.

Damit steht für Foucault Regieren, „das richtige Verfügen über die Dinge“, im Gegensatz zur Souveränität: Diese fordert absolute Unterwerfung. Denn hat der Souverän immer das Gemeinwohl im Auge, müssen die ihm Untergebenen sich seinen Anweisungen und Gesetzgebungen absolut unterwerfen, um dieses erreichen zu können.

Doch für Foucault stellt das Regieren eben mehr als Unterwerfung dar. Ähnlich dem Kapitän, der sich der Fähigkeiten und Bedürfnisse seiner Seeleute bewusst sein muss, muss eine Regierung die Fähigkeiten und Bedürfnisse der von ihr Regierten im Fokus haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Relevanz der Analyse von Machtbeziehungen für eine effektive Unternehmensführung und führt in die behandelten Theorien von Hegel und Foucault ein.

2 Herrschaft und Knechtschaft bei Hegel: Das Kapitel erläutert das dialektische Verhältnis von Herr und Knecht, das durch gegenseitige Anerkennung und Abhängigkeit geprägt ist.

3 Gouvernementalität bei Foucault: Hier wird Foucaults Verständnis des Regierens als verantwortungsvolle Lenkung dargestellt, die über reine Unterwerfung hinausgeht und die Bedürfnisse der Regierten einbezieht.

4 Chancen und Einschränkungen der Konzepte von Hegel und Foucault: Dieses Kapitel kritisiert und ergänzt die Konzepte durch marxistische Perspektiven und das Rhizom-Modell von Deleuze und Guattari, um Grenzen und Anpassungsbedarfe aufzuzeigen.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine systemische Sichtweise, die Selbst- und Systemverantwortung in den Mittelpunkt stellt, als moderner Führungsansatz dienen kann.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Machtverhältnisse, Herrschaft, Knechtschaft, Hegel, Gouvernementalität, Foucault, Unternehmensführung, Verantwortung, Dialektik, Selbstbewusstsein, Regieren, Souveränität, Systemtheorie, Interaktion, Kategorischer Imperativ.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert philosophische Machtkonzepte von Hegel und Foucault und überträgt diese auf den Kontext der modernen Unternehmensführung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind das Herr-Knecht-Verhältnis, das Prinzip der Gouvernementalität, die Kritik an Machtstrukturen sowie moderne Führungsprinzipien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aus klassischen philosophischen Machtanalysen Lehren für eine verantwortungsbewusste und systemische Unternehmensführung zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse von Primärliteratur und stellt diese in den Kontext einer kritischen theoretischen Auseinandersetzung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Theorien von Hegel und Foucault, deren kritische Einordnung durch andere Denker und eine Transferleistung in den Bereich der Managementlehre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Machtverhältnisse, Herrschaft, Gouvernementalität, Eigenverantwortung und systemische Führung geprägt.

Wie unterscheidet Foucault das Regieren von der Souveränität?

Foucault sieht das Regieren als „richtiges Verfügen über die Dinge“ und verantwortungsvolle Lenkung, während Souveränität primär absolute Unterwerfung fordert.

Inwiefern beeinflusst das Konzept des „Rhizoms“ die Kritik an Foucault?

Das rhizomatische Modell dient als Gegenentwurf zu hierarchischen Systemen und stellt infrage, ob eine einfache Umkehr von Herrscher- und Dienerrollen in komplexen Netzwerkstrukturen überhaupt sinnvoll ist.

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Details

Title
Herrschaft, Knechtschaft, Gouvernementalität. Machtverhältnisse von Hegel bis Foucault
Subtitle
Eine kurze Analyse
College
University of Applied Sciences Jena  (Sozialwesen)
Course
Führung: Personal- und Organisationsentwicklung
Grade
1,0
Author
Kersten Kottnik (Author)
Publication Year
2020
Pages
9
Catalog Number
V994245
ISBN (eBook)
9783346365484
Language
German
Tags
Hegel Foucault Macht Unternehmensführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kersten Kottnik (Author), 2020, Herrschaft, Knechtschaft, Gouvernementalität. Machtverhältnisse von Hegel bis Foucault, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/994245
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