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ADHS im Kontext Schule

Klassenzentrierte Möglichkeiten im Umgang mit von ADHS betroffenen SchülerInnen

Titel: ADHS im Kontext Schule

Akademische Arbeit , 2017 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit will sich mit der Frage auseinandersetzen, welche klassenzentrierten Maßnahmen sich im um Umgang mit von ADHS betroffenen SchülerInnen eignen. Dazu soll zunächst eine knappe Auseinandersetzung mit dem Störungsbild erfolgen. Dabei soll kurz auf die Symptomatik, deren Klassifikation, die Ursachen der Störungen, die Häufigkeit von ADHS, psychische Begleiterkrankungen und auf mögliche Behandlungsstrategien eingegangen werden. Daran anschließend folgt ein Überblick über die Situation der von ADHS betroffenen Kinder und Jugendlichen im Schulalltag. Diese Situationsanalyse unterstreicht die Wichtigkeit schulbasierter Handlungsstrategien. Im Folgenden werden drei exemplarisch ausgewählte Strategien, die im Klassenverbund angesiedelt sind, vorgestellt und auf ihre Wirksamkeit untersucht. In einem letzten Schritt sollen die Ergebnisse diskutiert und Handlungsoptionen angedacht werden.

Kaum eine psychische Störung des Kinder- und Jugendalters wird im Kontext von Schule so kontrovers diskutiert wie die Aufmerksamkeitsdefizit/-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Dabei suchen Lehrkräfte im Schulalltag praktische, lösungsorientierte Handlungsansätze, mit diesen SchülerInnen umzugehen, ohne dabei die Klasse aus den Augen zu verlieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Störungsbild ADHS

2.1 Erscheinungsbild und Klassifikation

2.2 Ursachen

2.3 Häufigkeit

2.4 Komorbidität

2.5 Behandlung

3. Situation der von ADHS betroffenen Schüler_innen in Schule und Unterricht

4. Möglichkeiten des Umgangs mit von ADHS betroffenen Schüler_innen auf Klassenebene

4.1 Gruppenmobilisierung

4.2 Gruppenverstärkerpläne

4.3 Klassenraumgestaltung

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche klassenzentrierten Maßnahmen geeignet sind, um Lehrkräfte im Schulalltag bei der Arbeit mit ADHS-betroffenen Schüler_innen zu unterstützen, ohne dabei die Lerngruppe als Ganzes aus dem Blick zu verlieren. Das Ziel ist es, Strategien aufzuzeigen, die Störungen im Unterricht minimieren und die Lernzeit maximieren.

  • Grundlagen des Störungsbildes ADHS (Symptomatik, Ursachen, Prävalenz).
  • Analyse der schulischen Belastungssituation von ADHS-betroffenen Kindern.
  • Einsatzmöglichkeiten der Gruppenmobilisierung als präventives Klassenmanagement.
  • Einfluss von Gruppenverstärkerplänen auf das Sozial- und Lernverhalten.
  • Gestaltung der Lernumgebung als raumbezogene Interventionsmaßnahme.

Auszug aus dem Buch

4.1. Gruppenmobilisierung

Die Gruppenmobilisierung bedient neben Allgegenwärtigkeit und Überlappung, Reibungslosigkeit und Schwung und Abwechslung und Herausforderung eine zentrale Dimension der effektiven Klassenführung, wie sie Jacob S. Kounin beschreibt (vgl.Kounin, 2006). Klassenführung oder Klassenmanagement bezeichnet dabei alle Handlungen einer Lehrkraft, die die „Einführung und Sicherung von Ordnungs- und Kommunikationsstrukturen sowie aktiver Schülerpartizipation“ (Gehrmann, 2016, S.2) zum Ziel haben. Dabei gilt die Wirksamkeit von Klassenführungskriterien als empirisch gut belegt. So zeigen Meta-Analysen und Studien, dass Lehrkräfte die Leistungen ihre Schüler_innen durch effektives Klassenmanagement beeinflussen können und so positive Effekte in der akademischen, verhaltensbezogenen und besonders der sozial-emotionalen Entwicklung erreichen können ( z.B Brophy 2006, Kopershoek et al 2016, In. ebd. S.3).

Aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit soll der Aspekt der Gruppenmobilisierung herausgegriffen werden, da er die ganze Lerngruppe in den Fokus nimmt und so verhaltensauffällige sowie verhaltensauffällige Schüler_innen gleichermaßen profitieren können. Ziel dieses Prinzips stellt eine Aktivierung der ganzen Klasse dar. Statt einzelner Schüler_innen soll möglichst oft die ganze Klasse mobilisiert werden, um Ablenkungspotenzial zu verringern und alle Schüler_innen zur aktiven Teilhabe am Unterricht anzuregen. Von der Lehrkraft sollte daher auf Verhalten verzichtet werden, das den „Aufmerksamkeitsschwerpunkt von der Gruppe auf den vortragenden Schüler verlager[t]“ (Kounin, 2006, S. 125). Diese Phasen sollten also möglichst kurz gehalten werden. Als Alternative können Antworten auf ein Blatt geschrieben und hochgehalten werden (vgl. Mackowiack &Schramm, 2016, S.106). Auch spezielle Rückmeldesysteme animieren die gesamte Lerngruppe zur Teilnahme. So können in Diskussionen verschiedenfarbige Antwortkarten verteilt werden, die je nach Meinung hochgehalten werden können (z.B grün für Zustimmung, rot für Ablehnung) (vgl. ebd.). Aber auch im Unterrichtsgespräch kann die Lehrkraft durch kleine Verhaltensänderungen eine breitere Aktivität der Klasse erzielen: Wenn zum Beispiel die Lehrkraft durch Umherschauen im Raum oder kleine Pausen die Schüler_innen im Unklaren lässt, wer die Frage beantworten soll, müssen alle Schüler_innen konzentriert bei der Sache sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen für Lehrkräfte im Umgang mit ADHS-Schüler_innen und führt in die Notwendigkeit klassenzentrierter Maßnahmen ein.

2. Störungsbild ADHS: Dieses Kapitel erläutert die klinischen Symptome, Ursachen, Häufigkeit, Komorbiditäten und multimodale Behandlungsansätze des Störungsbildes.

3. Situation der von ADHS betroffenen Schüler_innen in Schule und Unterricht: Hier wird der Einfluss der Kernsymptome auf das Lern- und Sozialverhalten sowie die daraus resultierende schulische Belastung analysiert.

4. Möglichkeiten des Umgangs mit von ADHS betroffenen Schüler_innen auf Klassenebene: Das Kapitel stellt drei ausgewählte Handlungsansätze vor: Gruppenmobilisierung, Gruppenverstärkerpläne und Klassenraumgestaltung.

5. Fazit: Das Fazit bewertet die Praxistauglichkeit der vorgestellten Methoden und unterstreicht den Bedarf an weiterer wissenschaftlicher Evidenz für diese schulbasierten Ansätze.

Schlüsselwörter

ADHS, Klassenmanagement, Gruppenmobilisierung, Gruppenverstärkerpläne, Klassenraumgestaltung, Inklusion, Schulpädagogik, Verhaltensauffälligkeiten, Multimodale Therapie, Aufmerksamkeit, Impulsivität, Hyperaktivität, Prävention, Schulbasierte Interventionen, Lehrkraft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit pädagogischen Strategien für den Unterricht, um Schüler_innen mit einer ADHS-Diagnose effektiv zu begleiten, ohne dabei das Lernen der gesamten Klasse zu beeinträchtigen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind das Verständnis des Störungsbildes ADHS, die Analyse der schulischen Herausforderungen für betroffene Kinder und die Darstellung konkreter Maßnahmen des Klassenmanagements.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie klassenzentrierte Maßnahmen dazu beitragen können, Störungen im Unterricht zu verringern und die Lernzeit aller Schüler_innen zu maximieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Studien und pädagogische Fachkonzepte zu evidenzbasierten schulischen Interventionen ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Störungsbildes, die Beschreibung der schulischen Problemsituation und die Vorstellung von drei spezifischen Strategien: Gruppenmobilisierung, Verstärkerpläne und Raumgestaltung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Klassenmanagement, ADHS, Inklusion, Prävention und evidenzbasierte Interventionen definieren.

Was unterscheidet das „Good Behavior Game“ von anderen Methoden?

Das Good Behavior Game ist ein interdependentes Gruppenverstärkersystem, bei dem die gesamte Lerngruppe für das Erreichen gemeinsamer Ziele belohnt wird, was besonders die Interaktion und das soziale Miteinander fördern kann.

Warum ist die „Klassenraumgestaltung“ eine komplexe Maßnahme?

Die Gestaltung ist komplex, da sich verschiedene Bedürfnisse überschneiden: Während eine reizarme Tischanordnung für ADHS-Kinder hilfreich sein kann, widerspricht sie teilweise Prinzipien der Klassenführung, die eine flexible Erreichbarkeit aller Schüler_innen durch die Lehrkraft erfordern.

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Details

Titel
ADHS im Kontext Schule
Untertitel
Klassenzentrierte Möglichkeiten im Umgang mit von ADHS betroffenen SchülerInnen
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V994957
ISBN (eBook)
9783346364470
ISBN (Buch)
9783346364487
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ADHS Störungen im Klassenzimmer Psychologie Verstärkerpläne Gruppenmobilisierung Klassenraumgestaltung Schule Unterricht klassenzentrierte Maßnahmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, ADHS im Kontext Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/994957
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Leseprobe aus  16  Seiten
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