Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Aktienanleihen. Ziel ist es, zu analysieren, für welchen Anleger eine Aktienanleihe geeignet ist und welche Erwartungen dieser bei einer Investition haben sollte. Dazu wurden die Chancen, Risiken und die Kursentwicklung während der Laufzeit untersucht.
Aktienanleihen sind gerade in der Niedrigzinsphase für Anleger eine attraktive Anlagemöglichkeit. Die Beliebtheit spiegelt sich auch am Anteil der Aktienanleihen am Zertifikatsmarkt wider. Im November 2019 machten Aktienanleihen mit circa 12 Prozent am Zertifikatsmarkt den drittgrößten Anteil aus.
Die Zinsen bleiben nach den kürzlich getroffenen Beschlüssen der EZB auf einem niedrigen Niveau. Auf absehbare Zeit werden Anleger daher auf Tagesgeldkonten, mit Staatsanleihen sowie mit Anleihen von bonitätsstarken Unternehmen nur geringe Erträge erwirtschaften. Aufgrund dessen suchen Anleger im Niedrigzinsumfeld immer aktiver nach alternativen Anlagemöglichkeiten wie zum Beispiel Aktienanleihen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Charakteristika
2.1 Ausstattungsmerkmale und Funktionsweise
2.2 Varianten
3. Analyse von Aktienanleihen
3.1 Chancen
3.2 Risiken
3.3 Kursentwicklung während der Laufzeit
4. Anleger
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, das Anlageprodukt Aktienanleihe in einem Niedrigzinsumfeld umfassend zu analysieren, um Anlegern eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten und ihre Erwartungshaltung an das Investment zu klären.
- Strukturelle Funktionsweise und Merkmale von Aktienanleihen
- Differenzierung zwischen verschiedenen Produktvarianten
- Chancen-Risiko-Profil für Privatanleger
- Einflussfaktoren auf die Kursentwicklung während der Laufzeit
- Eignung des Produkts für unterschiedliche Anlegertypen
Auszug aus dem Buch
2. Charakteristika
Aktienanleihen sind Inhaberschuldverschreibungen, die meist von Kreditinstituten aus dem Bereich Banken, genossenschaftliche Institute oder Sparkassen emittiert werden. Der Emittent legt zunächst fest, auf welche Aktie oder welchen Aktienindex sich die Aktienanleihe bezieht. Die zu Grunde liegende Aktie oder der zu Grunde liegende Aktienindex stellt den Basiswert dar. Der Basispreis liegt zum Emissionsdatum grundsätzlich unter dem aktuellen Aktienkurs. Am Bewertungsstichtag entscheidet der Kurs der Aktie oder der Stand des Aktienindexes, wie die Aktienanleihe zurückgezahlt wird. Im Praxisbeispiel der BMW Aktienanleihe, ist der Emittent die DZ-Bank und der zu Grunde liegende Basiswert die BMW-Aktie.
Mit dem Kauf einer Aktienanleihe investiert der Anleger einen festen Nominalbetrag und veräußert strukturell gesehen gleichzeitig eine Verkaufsoption. Der Anleger ist also Stillhalter der Option, der Emittent ist Käufer der Option. Wenn die Option ausgeübt wird, ist der Stillhalter zu einer Leistung verpflichtet. Emittenten erhalten von dem Anleger den Nominalbetrag, welcher als Sicherheit dient, dass das Optionsrecht ausgeübt werden kann. Der Nominalbetrag stellt für den Anleger den Anlagebetrag dar, wobei nur ganzzahlige Vielfache des Nominalbetrages gehandelt werden dürfen. Der Anleger erhält durch den Kauf einer Aktienanleihe einen festen Kuponzins, welcher über dem Kapitalmarkt liegt. Die erhöhten Kuponzinszahlungen setzen sich aus den Zinsen des Rentenpapiers und der vereinnahmten Optionsprämie zusammen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Niedrigzinsumfeld als Treiber für die Suche nach alternativen Renditechancen und führt in die Bedeutung von Aktienanleihen als strukturiertes Produkt ein.
2. Charakteristika: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Aktienanleihen als Kombination aus Schuldverschreibung und Verkaufsoption sowie die verschiedenen verfügbaren Produktvarianten.
3. Analyse von Aktienanleihen: Hier werden die Chancen auf attraktive Renditen, die verschiedenen Risikofelder sowie die Faktoren, die die Kursentwicklung beeinflussen, detailliert untersucht.
4. Anleger: Dieser Abschnitt thematisiert, welche Anlegertypen von Aktienanleihen profitieren können und welche individuellen Voraussetzungen und Marktkenntnisse für ein solches Investment notwendig sind.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Aktienanleihen besonders in Seitwärtsphasen attraktive Möglichkeiten bieten, sofern sich der Anleger der Abhängigkeit vom Basiswert und den damit verbundenen Risiken bewusst ist.
Schlüsselwörter
Aktienanleihe, Festverzinsliche Wertpapiere, Basiswert, Emissionsdatum, Nominalbetrag, Kuponzins, Optionsprämie, Kursrisiko, Bonitätsrisiko, Volatilität, Privatanleger, Finanzinnovation, Strukturierte Produkte, Rendite, Andienung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt Aktienanleihen als Finanzprodukt, das Anlegern in einem Umfeld niedriger Zinsen alternative Möglichkeiten zur Renditeerzielung bietet.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zentrale Themen sind die Ausgestaltung der Produkte, die Analyse der damit verbundenen Gewinnchancen und Verlustrisiken sowie die Eignung der Papiere für verschiedene Anlegerprofile.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, für welche Art von Anleger eine Aktienanleihe geeignet ist und welche Erwartungen dieser an eine solche Investition haben sollte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf Basis von Fachliteratur, Marktdaten und Praxisbeispielen die Charakteristika und Risikoprofile der betrachteten Anlageinstrumente systematisch darlegt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der technischen Funktionsweise, die Analyse von Chancen und Risiken sowie die Diskussion der Kursentwicklung während der Laufzeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Aktienanleihe, Nominalbetrag, Kuponzins, Basiswert, Optionsprämie, Volatilität, Bonitätsrisiko und Anlegereignung.
Was ist das Hauptrisiko einer Aktienanleihe für einen Anleger?
Das Hauptrisiko liegt darin, dass der Kurs des Basiswerts zum Ende der Laufzeit unter den Basispreis fällt, wodurch der Anleger Aktien anstelle des Nominalbetrags erhält und somit Verluste erleiden kann.
Wie unterscheidet sich die "Protect"-Variante von der klassischen Aktienanleihe?
Die Protect-Variante bietet Anlegern zusätzlichen Schutz durch eine Barriere, die, sofern sie während der Laufzeit nicht unterschritten wird, die Rückzahlung zum Nominalbetrag absichert.
Welche Rolle spielt die Volatilität bei Aktienanleihen?
Eine höhere implizite Volatilität des Basiswerts führt in der Regel zu einer teureren Optionskomponente, was dem Emittenten erlaubt, einen höheren Kuponzins für die Aktienanleihe zu zahlen.
- Citar trabajo
- Lennart Williges (Autor), 2020, Aktienanleihen als Anlagemöglichkeit in der Niedrigzinsphase. Eignung, Chancen und Risiken, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/995012