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Die Prüfung von Treuhandkonten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung

Der Fall Wirecard

Titre: Die Prüfung von Treuhandkonten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung

Dossier / Travail , 2021 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Nadine Hemmeter (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit analysiert, wie die Überprüfung von Treuhandkonten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung grundsätzlich erfolgt beziehungsweise welche Richtlinien und Maßstäbe dabei von Wirtschaftsprüfern eingehalten und beachtet werden sollen.

Es ist der 25. Juni des Jahres 2020, der ein bis dahin noch nie geschehenes Ereignis in der deutschen Aktienmarktgeschichte markiert: Die Wirecard AG, ein Mitglied des deutschen Aktienindex, meldet Insolvenz an. Es ist bis zu diesem Zeitpunkt das bisher erste Mal, dass ein Mitglied des DAX diesen Weg beschreiten muss. Der Antrag stellt dabei eine folgenreiche, notwendige Konsequenz dar, nachdem zuvor bekannt geworden war, dass bis dahin testierte Guthaben mit einer Gesamtsumme von rund 1,9 Milliarden Euro auf Treuhandkonten nicht vorhanden sind. Der Wirtschaftsprüfer EY, welcher bis zu diesem Zeitpunkt jahrelang uneingeschränkt die Bilanzen testierte, rückte sofort in den Mittelpunkt und stand vielfachen Forderungen nach Antworten und Erklärungen gegenüber.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Treuhandkonten

2.1 Definition

2.2 Bedeutung und Funktion

2.3 Wirecard

3. Prüfung von Treuhandkonten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung

3.1 Allgemein

3.2 Treuhandverhältnisse

3.3 Treuhandkonten von Wirecard

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und die Prüfung von Treuhandkonten im Kontext der Jahresabschlussprüfung, wobei der Wirecard-Skandal als zentrales Fallbeispiel dient, um methodische Schwächen bei der Testierung von Guthaben zu analysieren.

  • Grundlagen und Definition von Treuhandkonten
  • Funktionsweise des Geschäftsmodells der Wirecard AG
  • Wissenschaftliche Anforderungen an die Prüfung von Treuhandverhältnissen
  • Kritische Analyse der Prüfungshandlungen durch Ernst & Young (EY)
  • Ursachenforschung für das Versagen bei der Aufdeckung des Bilanzskandals

Auszug aus dem Buch

3.1 Allgemein

Grundsätzlich einmal ist festzuhalten, dass mit der Jahresabschlussprüfung eine Kontrolle hinsichtlich der Richtigkeit und Umsetzung gesetzlicher Verordnungen der Rechnungslegungsvorschriften einhergeht. Diese erfolgt in der Regel durch einen Wirtschaftsprüfer und stellt für alle Unternehmen, mit Ausnahme von Kleinstkapitalgesellschaften eine Verpflichtung dar. „Dabei ist die Prüfung so anzulegen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße gegen die Rechnungslegungsvorschriften, die sich auf die Darstellung des sich nach § 264 Abs. 2 HGB ergebenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft wesentlich auswirken, bei gewissenhafter Berufsausübung erkannt werden.“

Grundsätzlich liegt der Prüfung von Treuhandkonten die Anforderung von Bestätigungen über die jeweilig bestehenden Treuhandkonten und Verhältnisse durch externe Drittparteien zugrunde. Dabei ist in IDW PS 302 n.F. festgesetzt, dass es in Ermessen des Prüfers liegt, ob die Anforderung und Überprüfung dieser dazu geeignet ist beziehungsweise angemessen sind. Diese Entscheidung wiederum wird anhand der Einschätzung von Fehlerrisiken und der Zugänglichkeit zu anderen Informationen, welche hinreichende Auskünfte über die bestehenden Verhältnisse liefern, basiert. Allgemein werden Bestätigungen und Nachweise, welche dem Prüfer dabei von externen Quellen ausgestellt werden, eine hohe Glaubhaftigkeit und Reliabilität zugeschrieben. Die IDW selbst kennzeichnet dabei mehrere bedeutende Dokumente, die zuverlässige Informationen über den Stand beziehungsweise Auskunft über die zu prüfenden Posten geben. Darunter fallen unter anderem die von Kredit- und Geldinstituten dargestellten beziehungsweise ausgegebenen Bestätigungen. Ebenfalls in diese Kategorie fallen dabei folgende Dokumente: „Saldenbestätigungen über Forderungs- und Verbindlichkeitssalden, Bestätigung über Vorräte, die von Dritten verwahrt werden, Rechtsanwaltserklärungen (…) [und, Anmerkung des Verfassers] Steuerberaterbestätigungen (…).“ Im Rahmen der in Deutschland geltenden Prüfungsstandards gilt die Einholung von Bestätigungen und Auskünften über bestehende Verbindungen dabei als verpflichtend beziehungsweise ist schematisch durchzuführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den historischen Insolvenzantrag der Wirecard AG im Juni 2020 und die damit verbundene Fragestellung, wie trotz jahrelanger Testierung 1,9 Milliarden Euro auf Treuhandkonten nicht existieren konnten.

2. Treuhandkonten: Dieses Kapitel definiert das Konzept von Treuhandkonten, ihre Bedeutung im Wirtschaftsleben und erläutert speziell das Geschäftsmodell der Wirecard AG unter Einbeziehung des Zahlungsverkehrs und der Transaktionsabwicklung.

3. Prüfung von Treuhandkonten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung: Es werden die offiziellen Standards zur Prüfung von Treuhandkonten dargelegt und kritisch hinterfragt, warum im Falle von Wirecard trotz dieser Regularien die massiven Unregelmäßigkeiten nicht rechtzeitig identifiziert wurden.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass die endgültige Schuldfrage noch nicht geklärt ist, betont aber die Notwendigkeit einer Reform der Wirtschaftsprüfungsstandards infolge dieses Skandals.

Schlüsselwörter

Wirecard, Jahresabschlussprüfung, Treuhandkonten, Wirtschaftsprüfer, EY, Bilanzskandal, Insolvenz, Treuhandverhältnis, Prüfungsstandards, Rechnungslegung, Betrug, Drittpartnergeschäft, Bankbestätigung, Zahlungsabwicklung, Transparenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Prüfungspraxis bei Treuhandkonten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung am konkreten Beispiel des Wirecard-Skandals.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Treuhandwesen, die regulatorischen Anforderungen an Wirtschaftsprüfer und die Analyse des Fehlverhaltens im Fall Wirecard.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es zu beleuchten, wie die Prüfung von Treuhandkonten grundsätzlich abläuft und warum diese im Fall Wirecard über Jahre hinweg keine Fehler aufdeckte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Prüfungsstandards und zeitgenössischen Medienberichten, um das Prüfversagen zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die rechtlichen Grundlagen von Treuhandkonten geklärt, bevor das Geschäftsmodell von Wirecard und die spezifischen Mängel bei den Prüfungshandlungen von EY detailliert betrachtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Wirecard, Wirtschaftsprüfung, Bilanzskandal, Treuhandkonten und Prüfversagen charakterisieren.

Welche Rolle spielten Drittpartner bei Wirecard laut der Arbeit?

Die Drittpartner waren essenziell, da über sie laut Wirecard Provisionen auf Treuhandkonten geflossen sind, deren Existenz sich später als fiktiv herausstellte.

Warum konnte EY laut der Arbeit kritisiert werden?

Die Kritik entzündet sich an der Tatsache, dass EY sich teilweise offenbar nur mit kopierten Belegen von Treuhändern begnügte, statt unabhängige Bankbestätigungen einzuholen.

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Résumé des informations

Titre
Die Prüfung von Treuhandkonten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung
Sous-titre
Der Fall Wirecard
Université
Munich University of Applied Sciences
Note
1,3
Auteur
Nadine Hemmeter (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
17
N° de catalogue
V995377
ISBN (ebook)
9783346364876
ISBN (Livre)
9783346364883
Langue
allemand
mots-clé
prüfung treuhandkonten rahmen jahresabschlussprüfung fall wirecard
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nadine Hemmeter (Auteur), 2021, Die Prüfung von Treuhandkonten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/995377
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Extrait de  17  pages
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