Diese Hausarbeit vergleicht den Erwerb einer Immobilie mit der Miete vergleichbarer Objekte. Im Speziellen wird auf die Objektart Einfamilienhaus eingegangen, welche im Stadtgebiet München ansässig ist. Es werden die vergangenen Jahre bis ins Jahr 2020 verglichen und Ergebnisse daraus geschlossen.
Durch den praxisnahen Umgang mit diesem Thema werden explizite Beispiele aufgeführt, welche zu einem Ergebnis für das Pro und Kontra der jeweiligen Bezugsart führt. Das Resultat bildet eine rechnerische Gegenüberstellung mit klarem Ausgang.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Soziale Gesichtspunkte
2.1 Gestaltung des Umfelds
2.2 Ansehen in der Gesellschaft
3 Mietobjekt Einfamilienhaus
3.1 Qualität und Quantität der angebotenen Immobilien
3.2 Kostenaufstellung für 30 Jahre Miete
4 Kaufobjekt Einfamilienhaus
4.1 Qualität und Quantität der angebotenen Immobilien
4.2 Kostenaufstellung für 30 Jahre im Eigenheim
4.2.1 Anschaffungskosten
4.2.2 Unterhaltungskosten
5 Direkter Vergleich zwischen Miet- und Kaufobjekt
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit und die sozialen Implikationen des Erwerbs gegenüber der Anmietung eines Einfamilienhauses in München für ein kinderloses Paar im Jahr 2020. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der aktuellen Niedrigzinspolitik, der regionalen Immobilienmarktsituation sowie langfristiger Preisentwicklungen eine fundierte Vergleichsgrundlage für einen Zeitraum von 30 Jahren zu schaffen.
- Analyse sozialer Aspekte wie Gestaltungsspielraum und gesellschaftliches Ansehen bei Immobilieneigentum.
- Empirische Untersuchung des Immobilienmarktes in München mittels Angebotsdaten von Immobilienscout24.
- Detaillierte Kostenkalkulation für Miet- und Kaufobjekte über einen Zeitraum von 30 Jahren.
- Einfluss der Niedrigzinsphase auf die Rentabilität von Immobilieninvestitionen.
- Gegenüberstellung von Immobilienwertentwicklung und Kapitalmarktrenditen (ETF-Anlage).
Auszug aus dem Buch
4.2 Kostenaufstellung für 30 Jahre im Eigenheim
Die Entwicklung der Kaufpreise spiegelt sich, in der Leerstandsquote (siehe Abb. 2). Auch hier ist ein Rückgang der Quadratmeterpreise zu verzeichnen, jedoch wirkt sich dieser bis ins Jahr 2008 aus und sinkt von 4.667€/m² im Jahr 2004 bis auf 4096 €/m². Ein leichter Anstieg folgt auf 4740€/m² bis Ende des Jahres 2011 (siehe Abb. 5).
Es liegt somit in diesen sieben Jahren eine Preissteigerung von 1,5 Prozent zugrunde. Dies entspricht 0,2 Prozent im Jahr und inflationsbereinigt -1,4 Prozent (Statista Research Department 2020g). Nachdem sich ab 2008 die Leerstandsquote zurückbildet, beginnt ein progressiver Preisanstieg von Eigenheimen, der bis ins Jahr 2020 anhält. Bis Anfang 2020 wird in Abb. 5 ein Quadratmeterpreis von 9720€ erreicht. Im Zeitraum von 2012 bis 2020 ergibt sich ein Preisanstieg von 105 Prozent, pro Jahr ergibt sich ein jährlicher Preisanstieg von 15 Prozent.
Die progressive Kurve ergibt sich aber nicht alleine durch die Leerstandsquote, sondern wird durch fallende Zinsen am Finanzmarkt mitgetrieben. Eine Darlehensform ist das Hypothekendarlehen, welches oft zur Finanzierung eines Eigenheims herangezogen wird. In Abb. 6 zeigt eine langfristige Entwicklung, dass sich die Zinsen in einem Abwärtstrend seit 1994 von 8,8 Prozent auf 1,4 Prozent im Jahr 2018 entwickelt haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Rahmen der Arbeit, fokussiert sich auf das Münchner Einfamilienhaus und begründet die Relevanz des Vergleichs zwischen Miete und Kauf für ein kinderloses Paar vor dem Hintergrund der Niedrigzinspolitik.
2 Soziale Gesichtspunkte: Dieses Kapitel erörtert die qualitativen Unterschiede zwischen Miete und Eigentum, wobei der Fokus auf dem persönlichen Gestaltungsspielraum und dem gesellschaftlichen Statusgewinn durch Wohneigentum liegt.
3 Mietobjekt Einfamilienhaus: Hier werden die Vorteile der Miete, wie Flexibilität und Kalkulierbarkeit, gegen die Marktsituation in München abgewogen und eine Kostenprojektion für 30 Jahre erstellt.
4 Kaufobjekt Einfamilienhaus: Das Kapitel analysiert die Kaufoption, beleuchtet die Marktsituation, schlüsselt die Anschaffungskosten auf und erläutert die langfristige finanzielle Belastung durch Darlehen und Unterhaltungskosten.
5 Direkter Vergleich zwischen Miet- und Kaufobjekt: Dieser Abschnitt führt die Berechnungen zusammen und stellt den Immobilienkauf einer alternativen Kapitalanlage in ETFs gegenüber, um die ökonomische Vorteilhaftigkeit zu bewerten.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Kauf einer Immobilie in München unter den betrachteten Parametern langfristig einen erheblichen Kapitalvorteil gegenüber der Miete bieten kann.
Schlüsselwörter
Immobilienmarkt, München, Einfamilienhaus, Wohneigentum, Mietkosten, Immobilienkauf, Kaufpreisentwicklung, Niedrigzinspolitik, Finanzierung, Unterhaltungskosten, Rendite, Kapitalanlage, ETF, Leerstandsquote, Wohnraumentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, ob es für ein kinderloses Paar in München ökonomisch sinnvoller ist, ein Einfamilienhaus zu mieten oder zu kaufen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die soziale Bedeutung von Wohneigentum, die Marktsituation für Einfamilienhäuser in München sowie die langfristige finanzielle Gegenüberstellung von Miete und Kauf.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist ein fundierter Vergleich der finanziellen Rentabilität von Miete versus Eigenheim über einen Zeitraum von 30 Jahren unter Berücksichtigung von Inflations- und Zinseffekten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive Analyse auf Basis aktueller Marktdaten, statistischer Auswertungen und einer 30-jährigen Kostenkalkulation verwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt soziale Aspekte, eine detaillierte Kostenaufstellung für Miet- und Kaufvarianten sowie den direkten finanziellen Vergleich zwischen Immobilienerwerb und ETF-Investitionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Immobilienmarkt München, Einfamilienhaus, Wohneigentum, Finanzierung, Rendite und Kapitalentwicklung.
Warum wird als Standort ausgerechnet München gewählt?
München wird gewählt, da die Stadt als äußerst beliebt gilt, ein starkes Bevölkerungswachstum aufweist und aufgrund der hohen Immobilienpreise besonders repräsentativ für die aktuellen Herausforderungen am deutschen Wohnungsmarkt ist.
Welche Rolle spielen ETFs in dieser Arbeit?
ETFs dienen im direkten Vergleich als Benchmark für eine alternative Anlageform des für den Kauf benötigten Eigenkapitals, um die Opportunitätskosten des Immobilienkaufs abzubilden.
Was ist das Ergebnis bezüglich der 30-jährigen Laufzeit?
Das Fazit der Arbeit deutet darauf hin, dass der Kauf einer Immobilie in München trotz hoher Einstiegskosten langfristig zu einem deutlich höheren Vermögenszuwachs führen kann als die Miete.
Wie beeinflusst die Niedrigzinspolitik die Ergebnisse?
Die Niedrigzinsphase macht Immobilienkredite günstiger und Anlagen in festverzinsliche Produkte unattraktiv, was den Immobilienkauf nach Ansicht des Autors in diesem Kontext rentabler erscheinen lässt.
- Quote paper
- Tobias Habram (Author), 2020, Bestandsimmobilie Einfamilienhaus in München: Mieten oder kaufen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/995919