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Clinical Reasoning als Argumentationsmöglichkeit für individuelle Krankheitsskripte

Das Fallbeispiel eines Patienten mit Dekubitus

Title: Clinical Reasoning als Argumentationsmöglichkeit für individuelle Krankheitsskripte

Term Paper , 2021 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Rüdiger Volz (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Diese Seminararbeit hinterfragt, ob mit der Strategie des Clinical Reasoning (CR) in Form des Konditionalen Reasoning das Leiden eines Patienten gelindert beziehungsweise behoben und seine Lebensqualität gesteigert werden kann.

Um dem Patienten eine nachvollziehbare Therapie bieten zu können, ist neben Wissen über biomedizinische Einflussfaktoren und Krankheitsbilder, Kognition und Metakognition vor allem auch Empathie und Selbstreflexion notwendig.

Der Mensch ist Körper, aber eben auch Psyche, Geist und Seele, ein hochkomplexes Phänomen. Kein Patient gleicht dem anderen, und therapeutische Situationen sind niemals identisch. Denn jeder Mensch erlebt eine Erkrankung im Kontext seiner Lebensumstände sehr individuell. Daher ist die Basis einer patientenorientierten Behandlung, einerseits Einfühlungsvermögen mit einem Herz für andere, andererseits die Bereitschaft Lernender zu bleiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

3 Einleitung

3.1 Motivation und Problemstellung

3.2 Zielformulierung und Methoden

4 Grundlagenteil

4.1 Clinical Reasoning

4.2 Individuelles Krankheitsskript

4.3 Konditionales Reasoning

4.4 Dekubitus

5 Anwendung des individuelle Krankheitsskript

5.1 Fallschilderung mit dem Clinical Reasoning Prozess

5.2 Entstehungsbedingungen der Krankheit

5.3 Ablaufender pathophysiologischer Prozess

5.4 Auswirkung von Zeichen und Symptomen

5.5 Konditionales Reasoning am Fallbeispiel

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob das individuelle Krankheitsskript in Kombination mit der Strategie des Konditionalen Reasoning dazu beitragen kann, das Leiden eines Patienten mit Dekubitus zu lindern und dessen Lebensqualität nachhaltig zu steigern. Ziel ist es, den hohen Stellenwert dieser klinischen Denkprozesse für die therapeutische Praxis hervorzuheben.

  • Clinical Reasoning als systematischer Denkprozess in der Therapie
  • Bedeutung des individuellen Krankheitsskripts für ein ganzheitliches Patientenverständnis
  • Konditionales Reasoning als Werkzeug für zukunftsorientierte Behandlungsansätze
  • Pathophysiologische und psychosoziale Dimensionen bei der Behandlung von Dekubitus
  • Patientenzentrierung und die Rolle der therapeutischen Beziehungsgestaltung

Auszug aus dem Buch

Konditionales Reasoning

Diese Form kann als eine Verknüpfung des Scientific und des Interaktiven Reasoning beschrieben werden. Somit ist sie eine Kombination aus wissenschaftlicher und kreativer Erfassung von Problemfeldern und deren Begründung sowie der Aufbau eines stabilen Bündnisses zwischen Behandlern und zu Behandelnden mit der Wahrnehmung von Gefühlen. Damit kommt sie dem anzustrebenden ganzheitlichen, individuellen Entscheidungsfindungsprozess des CR Prozesses sehr nahe. Ziel des Konditionalen Reasoning ist der ganzheitliche Ansatz, der den Menschen in seiner momentanen Lebenssituation detailliert darzustellen versucht und diesen kontinuierlich kritisch reflektiert. Laut Edwards bezieht sich der Denkprozess des CR auf sämtliche Aspekte einer klinischen Situation und ist damit ein sehr komplexer Prozess, bei dem nicht nur das Krankheitsbild, sondern der gesamte Mensch im Fokus steht (Edwards, Jones, Carr, Braunack-Mayer & Jensen, 2004, S.312-330). Dies gelingt in einer gleichberechtigten respektvollen Kommunikation.

Die Fachkraft soll also die Fähigkeit besitzen, empathisch die komplexen Lebensverhältnisse zu verstehen, welche aus der betroffenen Person, der Krankheit, der Bedeutung der Krankheit für die Person und die Angehörigen sowie der sozialen und physischen Lebensbedingungen bestehen. Vertrauen entwickelt sich durch Empathie und entscheidet über den weiteren Erfolg der Behandlung. Eine Kernkompetenz einer Medizinalfachkraft sollte somit idealerweise das Einfühlungsvermögen sein. In Abbildung 1 werden die zahlreichen Umfeldfaktoren und die zeitlichen Stufen des Konditionalen Reasoning dargestellt.

Das Konditionale Reasoning verharrt aber nicht nur in der Darstellung des momentanen Zustandes, sondern möchte Aspekte erfassen, aus denen Schlüsse für die Zukunft gezogen werden können, nämlich Aspekte aus Vergangenheit und Gegenwart des Patienten. Charakteristisch für das Konditionale Reasoning ist folglich seine zukunftsgerichtete Perspektive, die sich im Forward Reasoning der Experten konkretisiert. Alte Lebensentwürfe müssen gegebenenfalls verworfen werden, um neue entwickeln zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

3 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation des Autors für die Auseinandersetzung mit Clinical Reasoning und definiert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.

4 Grundlagenteil: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Basisbegriffe wie Clinical Reasoning, das individuelle Krankheitsskript, Konditionales Reasoning sowie das Krankheitsbild Dekubitus.

5 Anwendung des individuelle Krankheitsskript: Im Hauptteil wird die theoretische Herangehensweise anhand eines konkreten Fallbeispiels eines Patienten mit Dekubitus praxisnah analysiert und evaluiert.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Kombination aus dem individuellen Krankheitsskript und Konditionalem Reasoning die Lebensqualität von Patienten signifikant verbessern kann.

Schlüsselwörter

Clinical Reasoning, Individuelles Krankheitsskript, Konditionales Reasoning, Dekubitus, Patientenzentrierung, Therapeut-Patienten-Beziehung, Lebensqualität, Pathophysiologie, Salutogenese, Resilienz, Pflegeprozess, Medizinalfachkraft, Fallbeispiel, Diagnosefindung, Therapieplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung systematischer klinischer Denkprozesse, insbesondere des Konditionalen Reasoning, bei der Behandlung von Patienten mit Dekubitus.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen der Clinical-Reasoning-Prozess, die Erstellung individueller Krankheitsskripte und die Bedeutung einer ganzheitlichen, empathischen Patientenversorgung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu untersuchen, ob durch den Einsatz des individuellen Krankheitsskripts und Konditionalen Reasonings die Lebensqualität von Patienten mit Dekubitus verbessert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt primär die systematische Literaturrecherche und die Analyse eines Fallbeispiels, um die theoretischen Konzepte in die Praxis zu übertragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der konkreten Anwendung des Clinical-Reasoning-Prozesses bei einem 63-jährigen Patienten mit Dekubitus, von der Anamnese bis zur Hypothesenevaluation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Clinical Reasoning, Konditionales Reasoning, individuelles Krankheitsskript, Dekubitus und therapeutische Beziehungsgestaltung.

Warum ist das "individuelle Krankheitsskript" für Experten wichtig?

Es dient als Kennzeichen für Expertenwissen, da es ein umfassendes und ganzheitliches Bild einer Krankheit erlaubt und komplexe Zusammenhänge zwischen Lebenssituation und Befund sichtbar macht.

Welche Rolle spielt die Lebenspartnerin im Fallbeispiel?

Die Partnerin ist ein wesentlicher Akteur, dessen Belastung im Rahmen der ganzheitlichen Sichtweise ebenfalls berücksichtigt werden muss, um eine erfolgreiche Therapie zu gewährleisten.

Wie unterscheidet sich das Konditionale Reasoning von anderen Formen?

Es ist zukunftsorientiert und verknüpft wissenschaftliche Aspekte mit einer kreativen, interaktiven Erfassung des Patienten, um realistische, lebensnahe Therapieziele zu entwickeln.

Zu welchem Ergebnis kommt der Autor bezüglich der Resilienz?

Der Autor schlussfolgert, dass die Förderung der Resilienz ein zentrales Ziel sein muss, um den Patienten in der Salutogenese zu unterstützen, statt ihn nur auf Defizite zu reduzieren.

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Details

Title
Clinical Reasoning als Argumentationsmöglichkeit für individuelle Krankheitsskripte
Subtitle
Das Fallbeispiel eines Patienten mit Dekubitus
College
University of Applied Sciences North Hesse; Bad Sooden-Allendorf
Course
Clinical Reasoning 3
Grade
1,3
Author
Rüdiger Volz (Author)
Publication Year
2021
Pages
16
Catalog Number
V996028
ISBN (eBook)
9783346376855
ISBN (Book)
9783346376862
Language
German
Tags
Clinical Reasoning Krankheitsskript Dekubitus Konditional Individuell konditional
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rüdiger Volz (Author), 2021, Clinical Reasoning als Argumentationsmöglichkeit für individuelle Krankheitsskripte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/996028
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