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Psychotherapie in der Pandemie. Steigende Bedarfe und Lösungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien

Titel: Psychotherapie in der Pandemie. Steigende Bedarfe und Lösungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien

Hausarbeit , 2020 , 36 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Dr. Björn Tesmer (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit strebt eine Übersicht und theoretische Fundierung der Entstehung psychischer Störungen des Kindes- und Jugendalters an. Neben Risikofaktoren, besonders entwicklungspsychopathologischer Art, wird auch auf protektive Faktoren und umfassendere Konzepte wie beispielsweise das Vulnerabilitätskonzept, Entwicklungspfadmodelle, die Salutogenese, Stressmodelle und die Resilienztheorie hingewiesen.

Der zentrale Gedankengang besteht darin, dass die COVID-19-Pandemie für Kinder, Jugendliche und ihre Familien einen systematischen epochalen Risikofaktor von hoher Relevanz darstellt, andererseits jedoch als protektiver Faktor Möglichkeiten der psychologischen Beratung und insbesondere auch der Psychotherapie bestehen, welche bisher noch nicht von Seiten des Gesundheitssystems ausgeschöpft sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Störungsbilder bei Kindern und Jugendlichen: Entstehung und Merkmale

1.1 Entstehung psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen

1.2 Merkmale psychischer Störungsbilder von Kindern und Jugendlichen

2. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Störungen im Erwachsenenalter

2.1. Gemeinsamkeiten psychischer Störungen des Erwachsenenalters und des Kindes- und Jugendalters

2.2 Unterschiede zu psychischen Störungen des Erwachsenenalters

3. Therapiemöglichkeiten im Kindes- und Jugendalter

3.1 Niedrigschwellige Therapien, Beratung und Förderung

3.2 Psychotherapeutische Ansätze

4. Konzept "Therapie in der Pandemie"

4.1 Problemstellung und Ziele

4.2 Maßnahmen zur Zielerreichung

4.3 Evaluation

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychischen Belastungen von Kindern und Jugendlichen im Kontext der COVID-19-Pandemie und entwickelt Strategien zur Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung. Das zentrale Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie durch eine effizientere Nutzung vorhandener Ressourcen und den Ausbau ambulanter Beratungs- und Therapieangebote die Wartezeiten für betroffene Familien verkürzt und eine zeitnahe Versorgung gewährleistet werden kann.

  • Analyse der Entstehung und Merkmale psychischer Störungsbilder bei Kindern und Jugendlichen.
  • Gegenüberstellung psychischer Störungen zwischen Kindes-/Jugendalter und Erwachsenenalter.
  • Evaluierung bestehender Therapiemöglichkeiten und Beratungskonzepte.
  • Entwicklung eines Konzepts zur kurz- bis mittelfristigen Verbesserung der Versorgungssituation in der Pandemie.
  • Bedeutung der Einbindung von Familien in den therapeutischen Prozess.

Auszug aus dem Buch

1.1 Entstehung psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen

An der Ätiopathogenese können sowohl biologisch-medizinische (hierunter sollen sowohl genetische als auch organische Faktoren verstanden werden), als auch psychologische (incl. entwicklungspsychologische) und soziale (Risiko-)Faktoren mit variierender Gewichtung je nach Störungsbild und Einzelfall beteiligt sein. Grundsätzlich ist die Verursachung mittels verschiedener Modelle vorstellbar, wie bspw. dem Vulnerabilitäts-Modell oder anhand von Entwicklungspfadmodellen.

Das Vulnerabilitätsmodell (Vulnerabilität (lat.) bedeutet in etwa Verwundbarkeit, Verletzlichkeit) integriert bio-psycho-soziale Risikofaktoren als prädisponierende Faktoren mit störungsauslösenden Faktoren und solchen, die den weiteren Verlauf beeinflussen (MÖLLER et al. 2005: 135-140). Es zeigt, wie die Faktoren in Wechsel-wirkung miteinander eine erhöhte persönliche Verwundbarkeit i.S.v. Anfälligkeit für weitere hinzukommende Belastungen wie etwa kritische Lebensereignisse bedingen und damit die potentielle Ausbildung von Symptomen verursachen (KNOKE 2017: 67).

Das Modell kann auf verschiedene Störungen angewandt werden, wie bspw. Essstörungen, Sucht oder Depression. Am bekanntesten ist jedoch die Anwendung zur Beschreibung der Ätiopathogenese der Schizophrenie (WITTCHEN & HOYER 2011: 834-835, CASPAR et al. 2018: 86-88, EBERT 2003: 170-173, MÖLLER et al. 2005: 135-140).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Störungsbilder bei Kindern und Jugendlichen: Entstehung und Merkmale: Dieses Kapitel erläutert die Ursachen und Kennzeichen psychischer Störungen unter Verwendung von Modellen wie dem Vulnerabilitätskonzept und beleuchtet die Rolle von Risikofaktoren.

2. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Störungen im Erwachsenenalter: Hier werden zentrale Differenzen in Ätiologie, Verlauf, Prognose und therapeutischem Ansatz zwischen den Altersgruppen tabellarisch gegenübergestellt.

3. Therapiemöglichkeiten im Kindes- und Jugendalter: Das Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Hilfsangebote, von der niedrigschwelligen Beratung bis hin zu spezifisch psychotherapeutischen Ansätzen unter Einbeziehung der Eltern.

4. Konzept "Therapie in der Pandemie": Der Hauptteil analysiert die Versorgungsproblematik unter Pandemiebedingungen und schlägt konkrete Maßnahmen zur Optimierung der Wartezeiten und therapeutischen Kapazitäten vor.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass eine flexible, ressourcenorientierte und frühzeitige Unterstützung im ambulanten Bereich entscheidend ist, um die psychischen Langzeitfolgen der Pandemie für junge Menschen abzumildern.

Schlüsselwörter

Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pandemie, COVID-19, Vulnerabilität, Störungsbilder, Ressourcenorientierung, Wartezeiten, Psychosoziale Beratung, Familientherapie, Resilienz, Prävention, Entwicklungspfadmodelle, Ambulante Versorgung, Kostenerstattung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem gestiegenen Bedarf an psychotherapeutischer Unterstützung für Kinder und Jugendliche während der COVID-19-Pandemie und entwickelt Lösungsansätze zur Verbesserung der Versorgungssituation.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören die Ätiopathogenese psychischer Störungen, der Vergleich zwischen verschiedenen Altersgruppen, bestehende Therapiekonzepte sowie strategische Maßnahmen für das Gesundheitssystem.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Schaffung eines Konzepts, um trotz pandemiebedingter Engpässe eine zeitnahe, flächendeckende und qualifizierte therapeutische Unterstützung durch den Ausbau ambulanter Angebote und die Einbindung von Familien zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte theoretische Analyse relevanter psychologischer Konzepte (u.a. Vulnerabilitätsmodell, Resilienztheorie) sowie die Auswertung aktueller Studien zu Versorgungsdaten.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert kritisch die aktuellen Wartezeiten und Versorgungsmängel und leitet daraus konkrete, umsetzbare Maßnahmen für Praxis, Beratung und Politik ab.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Psychotherapie, Vulnerabilität, Pandemie-Folgen, ambulante Ressourcen und Versorgungsmanagement charakterisieren.

Warum wird im Modell "ambulant vor stationär" bevorzugt?

Das ambulante Vorgehen wird aufgrund der besseren Niedrigschwelligkeit, der geringeren Störung des Familiensystems und der schnelleren Umsetzbarkeit gegenüber stationären Aufenthalten priorisiert.

Welche Rolle spielt die Einbeziehung der Eltern?

Die Elternarbeit wird als essenziell betrachtet, da Eltern maßgeblich zur Entstehung oder Linderung der Störung beitragen können und die therapeutische Arbeit ohne deren Mitwirkung oft weniger effektiv verläuft.

Was schlägt der Autor zur Verkürzung der Wartezeiten konkret vor?

Zu den Vorschlägen gehören die Erhöhung der Praxisstandorte, die Erleichterung von Kostenerstattungen für Psychotherapeuten ohne Kassensitz sowie die verstärkte Nutzung psychosozialer Beratungsstellen.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Psychotherapie in der Pandemie. Steigende Bedarfe und Lösungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen  (Psychologie)
Veranstaltung
Entwicklungspsychologie
Note
1,0
Autor
Dr. Björn Tesmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
36
Katalognummer
V996058
ISBN (eBook)
9783346374516
ISBN (Buch)
9783346374523
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychotherapie Pandemie Bedarfe Lösungen Kinder Jugendliche Familie Entwicklungspsychopathologie Entwicklungspsychologie Psychische Störungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Björn Tesmer (Autor:in), 2020, Psychotherapie in der Pandemie. Steigende Bedarfe und Lösungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/996058
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Leseprobe aus  36  Seiten
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