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Wirtschaftliche Benachteiligung und radikaler Islamismus im Nordkaukasus

Eine vergleichende empirische Untersuchung am Beispiel der Republik Dagestan und der Tschetschenischen Republik (2009-2011) anhand der ökonomischen Theorie des Terrorismus

Titel: Wirtschaftliche Benachteiligung und radikaler Islamismus im Nordkaukasus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Slava Obodzinskiy (Autor:in)

Politik - Region: Russland
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Forschungsfrage dieser Hausarbeit lautet: Warum ist das Ausmaß des bewaffneten Konflikts in einigen Regionen des Nordkaukasus größer, und in anderen geringer?
Um die Forschungsfrage zu beantworten, wird ein positivistisches Forschungskonzept entwickelt, das auf der Grundlage der ökonomischen Theorie des Terrorismus, hier nach Krieger und Meierrieks (2011), basiert. Dabei werden die zu untersuchenden Fälle, die Tschetschenische Republik und die Republik Dagestan, im Zeitraum 2009-2011 einer vergleichenden empirischen Studie unter Verwendung von Sekundärliteratur und Statistiken unterzogen. Diese Hausarbeit beschränkt sich auf nur eine unabhängige Variable, um den Rahmen dieser Untersuchung nicht zu sprengen. Im Mittelpunkt steht der Einfluss staatlicher monetärer Zuwendungen auf das Ausmaß des bewaffneten Konflikts in der jeweiligen Region.

Zunächst werden dieser Arbeit zugrunde liegenden theoretischen Ansätze erläutert. Im Anschluss steht das Forschungsdesign im Vordergrund. Anhand der Theorie wird die Variable aufgestellt, die für das Ausmaß des bewaffneten Konfliktes konstituierend sein kann. Die auf dieser Grundlage formulierte Hypothese wird anschließend innerhalb einer empirischen Untersuchung auf die Probe gestellt. Am Ende werden die Ergebnisse der Hausarbeit systematisiert und kritisch überprüft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Einleitung und Fragestellung

1.2. Methodisches Vorgehen

2. Theoretische Grundlagen

3. Forschungsdesign

3.1. Bestimmung der Variablen

3.2. Hypothesenbildung

4. Analyse und Überprüfung von Hypothesen

4.1. Begründung der Fallauswahl

4.2. Untersuchungszeitraum

4.3. Überprüfung der Variablen

5. Fazit

6. Quellenangaben

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen staatlichen monetären Zuwendungen und dem Ausmaß bewaffneter Konflikte im Nordkaukasus, konkret am Beispiel Dagestans und Tschetscheniens im Zeitraum 2009–2011. Die zentrale Forschungsfrage lautet, warum das Konfliktausmaß in einigen Regionen des Nordkaukasus größer ist als in anderen und ob wirtschaftliche Benachteiligung, operationalisiert durch staatliche Finanzhilfen, hierbei eine erklärende Rolle spielt.

  • Wirtschaftliche Theorie des Terrorismus im nordkaukasischen Kontext
  • Vergleichende Analyse von Tschetschenien und Dagestan
  • Operationalisierung von Sicherheitslage und staatlichen Finanzmitteln
  • Einfluss staatlicher Zuwendungen auf die Konfliktdynamik

Auszug aus dem Buch

1.1. Einleitung und Fragestellung

Trotz der Beendigung großflächiger Kriegshandlungen in Tschetschenien und der Aufhebung des Regimes der Antiterroroperation im April 2009, bleibt die Situation in den Nordkaukasus Republiken Russlands bis heute angespannt. Sowohl die ideologischen Grundlagen als auch die Methoden terroristischer Gruppierungen schwappten im Zuge lange andauernder Kampfhandlungen in Tschetschenien auf nahezu alle Regionen des nordkaukasischen Föderalbezirks über. Dort kommt es einerseits zu meist radikal-islamistisch motivierten Anschlägen und Übergriffen auf Sicherheitskräfte sowie Zivilbevölkerung und andererseits zu nicht sanktionierter Polizeigewalt gegenüber angeblichen Terroristen.

War die Tätigkeit oppositioneller und terroristischer Gruppen vor dem Ersten Tschetschenienkrieg (1994-1996) überwiegend separatistisch motiviert, spielte ab Ende der 1990er Jahre die radikal-islamistische Lesart – eine immer größere Rolle.

Bereits ab Ende 1994, insbesondere unter Šamil‘ Basaev, bildete sich in Tschetschenien ein einflussreicher islamistischer Flügel, der sich historisch auf den „heiligen Krieg“ (ghazavat) der kaukasischen Bergvölker gegen die Zarenarmee berief. Schon 1999 weitete sich der Einfluss von Basaev auf Dagestan aus. Dort waren islamistische Kräfte bereits von einer relevanten Bedeutung, denn in einigen Dörfern und Gemeinden wurden ab Mitte der 1990er Jahre „islamische Territorien“ auf der Scharia-Grundlage geschaffen. Der islamistische Einfluss verstärkte und radikalisierte sich dadurch, dass Basaevs Truppen in Dagestan eingriffen, um einen pankaukasischen Widerstand gegen Russland zu errichten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der instabilen Sicherheitslage im Nordkaukasus ein und leitet die Forschungsfrage bezüglich der Ursachen für die unterschiedliche Intensität bewaffneter Konflikte ab.

2. Theoretische Grundlagen: Hier wird die ökonomische Theorie des Terrorismus nach Krieger und Meierrieks herangezogen, um wirtschaftliche Benachteiligung als potenziell begünstigenden Faktor für Terrorismus zu definieren.

3. Forschungsdesign: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, die Operationalisierung der Variablen (Konfliktausmaß und staatliche Finanzzuwendungen) sowie die Bildung der zentralen Hypothese.

4. Analyse und Überprüfung von Hypothesen: Im Hauptteil werden Tschetschenien und Dagestan als "most similar cases" verglichen, die Daten analysiert und die Hypothese kritisch anhand der Entwicklungen zwischen 2009 und 2011 geprüft.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der Untersuchung und unterstreicht die Notwendigkeit weiterführender Analysen für langfristige Lösungsansätze.

6. Quellenangaben: Dieses Kapitel listet die für die Untersuchung verwendeten statistischen Daten, NGOs-Berichte und wissenschaftliche Literatur auf.

Schlüsselwörter

Nordkaukasus, Tschetschenien, Dagestan, Terrorismus, bewaffneter Konflikt, ökonomische Theorie des Terrorismus, Finanzzuwendungen, Föderale Zweckprogramme, Sicherheitslage, Radikalisierung, Sozioökonomie, Gewaltspirale, Konfliktanalyse, Staatliche Politik, Terrorismusbekämpfung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Ursachen für das unterschiedliche Ausmaß bewaffneter Konflikte in zwei nordkaukasischen Republiken, Tschetschenien und Dagestan, im Zeitraum zwischen 2009 und 2011.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die ökonomische Theorie des Terrorismus, die Analyse staatlicher Finanzhilfen für die Region sowie die Dynamik von Sicherheitslagen und Konfliktpotenzialen im Nordkaukasus.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit primär?

Das Ziel ist zu prüfen, ob ein kausaler oder fördernder Zusammenhang zwischen der Höhe staatlicher monetärer Zuwendungen und der Intensität bewaffneter Konflikte besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird ein positivistisches Forschungskonzept angewandt, das auf einem Vergleich zweier ähnlicher Fälle ("most similar cases") mit unterschiedlichen Ausgängen basiert, unter Verwendung von Sekundärliteratur und Statistiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beinhaltet die Auswahl und Begründung der beiden Fallbeispiele, die Operationalisierung der Variablen sowie die empirische Auswertung der Finanzdaten und Opferzahlen aus dem Untersuchungszeitraum.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "ökonomische Theorie des Terrorismus", "staatliche Finanzzuwendungen", "bewaffneter Konflikt" und die spezifischen regionalen Fälle "Tschetschenien" und "Dagestan".

Warum wurde gerade der Zeitraum 2009-2011 für die Untersuchung gewählt?

Der Zeitraum beginnt mit dem Jahr 2009, da die Aufhebung des Regimes der Antiterroroperation in Tschetschenien zu diesem Zeitpunkt eine methodische Zäsur darstellt, und endet mit den zum Zeitpunkt der Erstellung verfügbaren Daten.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Forschungshypothese?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Hypothese nur teilweise bestätigt werden kann, da kurzfristig kein klarer Zusammenhang zwischen Finanzspritzen und Konfliktrückgang erkennbar ist, was auf eine komplexere Wirkungsweise hindeutet.

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Details

Titel
Wirtschaftliche Benachteiligung und radikaler Islamismus im Nordkaukasus
Untertitel
Eine vergleichende empirische Untersuchung am Beispiel der Republik Dagestan und der Tschetschenischen Republik (2009-2011) anhand der ökonomischen Theorie des Terrorismus
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,3
Autor
Slava Obodzinskiy (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V996695
ISBN (eBook)
9783346368454
ISBN (Buch)
9783346368461
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftliche Benachteiligung Sozioökonomische Ungleichheit Konflikt Konfliktforschung Terrorismus Islamismus Bewaffnete Konflikte Tschetschenien Dagestan Ökonomische Theorie des Terrorismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Slava Obodzinskiy (Autor:in), 2012, Wirtschaftliche Benachteiligung und radikaler Islamismus im Nordkaukasus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/996695
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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