Wie ist die Strategie des fiktiven Konzerns Glaser AG anhand der Balanced Scorecard einzuordnen und wo gibt es Verbesserungsmöglichkeiten? Dieser Forschungsfrage nimmt sich das vorliegende Assignment an. Dabei sollen neben der praktischen Anwendung, insbesondere die Methode theoretisch erklärt werden. Des Weiteren bedarf es einer kritischen Hinterfragung der Methode am fiktiven Beispielfall.
Ziel der Arbeit ist es, den Konzern aus mehreren Blickwinkeln zu beleuchten und hierdurch die bestehende Strategie bzw. Vision des Konzerns in Bezug auf den aktuellen Stand anhand der Balanced Scorecard zu hinterfragen. Dabei gilt es insbesondere die Besonderheiten der Methode hervorzuheben und Probleme zu verdeutlichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Nutzen und Ziele der Arbeit
1.3 Abgrenzung der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Balanced Scorecard
2.1 Finanzperspektive
2.2 Prozessperspektive
2.3 Kundenperspektive
2.4 Lern- und Entwicklungsperspektive
3 BSC der fiktiven Glaser AG
3.1 Finanzperspektive
3.2 Prozessperspektive
3.3 Kundenperspektive
3.4 Lern- und Entwicklungsperspektive
3.5 Zusammenfassung und Kritik
4 Schluss
4.1 Zusammenfassung und Fazit
4.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die theoretische Erläuterung der Balanced Scorecard-Methode sowie deren praktische Anwendung auf den fiktiven Konzern "Glaser AG", um die Unternehmensstrategie kritisch zu hinterfragen und Verbesserungspotenziale anhand von messbaren Kennzahlen aufzuzeigen.
- Grundlagen und Aufbau der Balanced Scorecard
- Verknüpfung der vier klassischen Perspektiven (Finanz-, Prozess-, Kunden- sowie Lern- und Entwicklungsperspektive)
- Top-Down-Ableitung strategischer Ziele
- Analyse von Zielkonflikten innerhalb eines KPI-Systems
- Kritische Würdigung der Aussagekraft quantitativer Kennzahlen
Auszug aus dem Buch
3.2 Prozessperspektive
Um die Ziele aus der Finanzperspektive erreichen zu können, müssen Kosten gesenkt werden, ohne dabei die Produktqualität zu senken. Dafür hat sich das Unternehmen als Primärziel gesetzt, die Produktivität in der Produktion zu steigern. Als Kennzahl wird die Durchlaufzeit ausgewertet, welche um eine Stunde reduziert werden soll. Als Maßnahmen soll das Lean Management überprüft und verbessert und im Speziellen die Laufwege auf ein Minimum reduziert werden. Um dabei die Qualität jedoch nicht zu verlieren gilt es auch weiterhin den Ausschuss gering zu halten bzw. nochmals zu reduzieren von 10 % auf 5 %. Dafür soll eigentlich die Maschinenqualität verbessert werden, da diese jedoch mit hohen Kosten verbunden ist, hat sich das Unternehmen dazu entschlossen ein Bonussystem einzuführen, welches die Mitarbeiter in der Produktion für geringeren Ausschuss entlohnt. Sollte das Ziel der 5 % erreicht werden, erhalten alle Mitarbeiter eine einmalige Bonuszahlung.
Das Problem mit derartigen Bonuszahlungen ist, dass Mitarbeiter primär an persönlichen Zielen interessiert sind. Daher werden sie sich bemühen, um den Bonus zu erhalten. Wenn dieser nun an Faktoren wie z. B. den Ausschuss geknüpft wird, kann es sein, dass Produkte als „gut“ deklariert werden, welche es aber eigentlich nicht sind. Die Folge daraus kann eine sinkende Produktqualität sein, welche es zu vermeiden galt. Als Lösung könnte zudem noch eine Abhängigkeit zu den Reklamationen o. Ä. eingebaut werden. Ob und inwiefern dies Effektivitätssteigerungen nach sich zieht, ist von mehreren Studien nicht eindeutig belegbar.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Strategieumsetzung ein und definiert die Ziele sowie den Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2 Balanced Scorecard: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Balanced Scorecard nach Kaplan und Norton sowie deren vier zentrale Analyse-Perspektiven erläutert.
3 BSC der fiktiven Glaser AG: Dieser Hauptteil überträgt die Theorie auf den fiktiven Beispielsfall der Glaser AG und führt eine praktische Anwendung sowie eine kritische Reflexion der Methode durch.
4 Schluss: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf potenzielle weiterführende Analysen.
Schlüsselwörter
Balanced Scorecard, Strategie, Glaser AG, Kennzahlen, KPI, Finanzperspektive, Prozessperspektive, Kundenperspektive, Lern- und Entwicklungsperspektive, ROI, Markanteil, Controlling, Management, Bonussystem, Produktqualität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung und kritischen Analyse der Balanced Scorecard-Methode als Instrument zur strategischen Unternehmenssteuerung an einem fiktiven Beispiel.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die vier klassischen Perspektiven der Balanced Scorecard: Finanzen, Prozesse, Kunden sowie Lernen und Entwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu beleuchten, wie eine Unternehmensstrategie durch multidimensionale, messbare Ziele in operative Maßnahmen übersetzt werden kann und wo die Grenzen dieser Methode liegen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine deduktive Analyse unter Anwendung des theoretischen Modells der Balanced Scorecard durchgeführt, ergänzt durch einen Praxistransfer auf den fiktiven Fall der Glaser AG.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil beinhaltet die konkrete Zielableitung mittels Top-Down-Prinzip für die Glaser AG sowie die kritische Hinterfragung der gewählten Kennzahlen und deren Zielkonflikte.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Balanced Scorecard, KPI, strategisches Management, Controlling, ROI und operative Zielsetzung.
Warum wird im Beispiel der Glaser AG ein Bonussystem kritisch betrachtet?
Die Arbeit warnt davor, dass Boni rein an Kennzahlen wie Ausschuss geknüpft werden könnten, was Mitarbeiter dazu verleiten könnte, die Produktqualität durch falsche Deklarationen zu gefährden.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Anwendbarkeit der Balanced Scorecard?
Der Autor schlussfolgert, dass die Methode ein nützliches Management-Tool zur Quantifizierung von Missständen ist, aber kein Allheilmittel, da die Ergebnisse stark von der Realitätsnähe der zugrunde liegenden Strategie abhängen.
- Citation du texte
- Tim Glaser (Auteur), 2020, Balanced Scorecard eines Unternehmens. Ein fiktives Beispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/997185