Die vorliegende Arbeit greift die Frage auf, ob das neue Mobilfunknetz 5G tatsächlich die derzeit weltweit einzige revolutionäre IT-Technologie ist oder ihm zu viel Potenzial beigemessen wird. Bei der Betrachtung werden Beiträge aus der Politik, Wirtschaft und Investoren zugrunde gelegt, die ein spannendes Spektrum verschiedener Ansätze versprechen. Durch die Revolution von 4G/LTE wird das neue 5G-Netz nicht nur für Datendienste ausgelegt sein, sondern auch ein breites Spektrum an Potentialen und Chancen für ein Unternehmen und für Bereiche des alltäglichen Lebens bieten. 5G ist die Zukunftstechnologie, aber sie birgt auch Risiken und Abhängigkeiten, wie z. B. bei den Herstellungskomponenten und der Software, beim Datenschutz und der Gesundheit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Methodik
2.1 Auswahl der Informationsquellen
2.2 Mobilfunkgenerationen im Überblick
3 Ergebnisse
3.1 Technische Daten im Vergleich zum Vorgängermobilfunk
3.2 Technische Eigenschaften von 5G
3.3 Anwendungsbeispiele (Szenarien für 5G)
3.4 Abhängigkeiten und Risiken
3.5 Beachtung und Verfügbarkeit in Deutschland
3.6 Beachtung weltweit
4 Diskussion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob der neue Mobilfunkstandard 5G tatsächlich eine revolutionäre IT-Technologie darstellt oder dessen Potenzial überschätzt wird, um daraus Chancen für die Wirtschaft abzuleiten.
- Technische Grundlagen und Leistungsvergleich zu 4G/LTE
- Anwendungsfelder in Industrie, Medizin und Smart Cities
- Risiken durch Abhängigkeiten in Hardware- und Software-Lieferketten
- Verfügbarkeit und Netzausbau in Deutschland
- Wirtschaftliche Potenziale und strategische Bedeutung für Konzerne
Auszug aus dem Buch
3.3 Anwendungsbeispiele (Szenarien für 5G)
In der Telekommunikationsvereinigung (ITU) werden drei Anwendungsfälle beschrieben: Enhanced Mobile Broadband (eMBB), Massive machine-type communications (mMTC) und Ultra Reliable and Low Latency Communications (URLLC). Das eMBB beschreibt die Verbesserung der Bandbreiten in Hinblick auf die Kapazität und den Versorgungsbereich. Diese verbesserte Breitbandanbindung kommt z. B. 3D-Videoübertragungen und Arbeiten in der Cloud zugute. Der zweite Anwendungsfall, die mMTC, befasst sich mit der Nutzung des Netzwerks als Funkverbindung für die Vernetzung von Geräten. Hier spielt das Internet der Dinge eine entscheidende Rolle. Der letzte Anwendungsfall, die URLLC, beschäftigt sich mit der Echtzeitübertragung. Hier gibt es hohe Verfügbarkeiten und eine geringe Latenz. Beispiele hierfür sind die Ideen für das autonome Fahren und sogenannte Smart Grids, den Energienetzen, die den digitalen Austausch zwischen Netzkomponenten, Erzeugern und Verbrauchern ermöglichen (Wasserbacher, 2020).
Die Use-Cases für 5G können erstellt werden, wobei hier die Umsetzung in die Realität nicht vorhersehbar ist. Es bietet die Möglichkeit, aus den Ideen neue funktionierende Geschäftsmodelle zu erfinden. Es gibt Beispiele, die schon möglich sind, aber mit der Verbesserung des neuen Netzes deutlich an Interesse gewinnen. Die häufigsten Anwendungsbeispiele sind autonome Autos, der Medizinische Bereich, Smart Homes, Smart Cities, Industrie 4.0 und Internet der Dinge (Reichl et al., 2017, S. 17). Im Folgenden werden sie vorgestellt:
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz des digitalen Zeitalters und Formulierung der Leitfrage zur technologischen Revolution durch 5G.
2 Methodik: Erläuterung des gewählten Vorgehens der Literaturstudie und der Auswahlkriterien für die Informationsquellen.
3 Ergebnisse: Detaillierte Analyse der technischen Spezifikationen, potenzieller Einsatzszenarien, Risiken sowie der aktuellen Ausbausituation.
4 Diskussion: Kritische Reflexion und Einordnung der gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich des wirtschaftlichen Nutzens und der strategischen Relevanz von 5G.
Schlüsselwörter
5G, Mobilfunk, Wirtschaftsinformatik, Digitalisierung, Industrie 4.0, Latenzzeit, Netzabdeckung, Datensicherheit, Lieferketten, Internet der Dinge, autonomes Fahren, Glasfaserausbau, Breitbandtechnologie, Netzbetreiber, Informationstechnologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den neuen Mobilfunkstandard 5G hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Bedeutung und prüft, ob die zugeschriebenen Potenziale einer kritischen Betrachtung standhalten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Untersuchung konzentriert sich auf die technische Überlegenheit gegenüber 4G, die Anwendungsgebiete für Unternehmen, politische sowie sicherheitsrelevante Risiken und den Fortschritt des Netzausbaus.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Leitfrage lautet, ob 5G tatsächlich die derzeit einzige revolutionäre IT-Technologie ist oder ob dem Standard zu viel Potenzial beigemessen wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturstudie, die verschiedene Perspektiven aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammenführt und auswertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen, konkrete Anwendungsszenarien (wie Industrie 4.0), eine Risikoanalyse hinsichtlich Hardware-Abhängigkeiten und einen Bericht zum Ausbaustatus in Deutschland.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind neben "5G" vor allem "Digitalisierung", "Latenzzeit", "Netzsicherheit" und "wirtschaftliches Potenzial".
Welche Rolle spielt die Netzwerksicherheit bei 5G?
Aufgrund der globalen Verflechtung der Hardwareproduktion und der komplexen Softwarearchitektur entstehen Risiken wie Sabotage, Spionage und die schwierige Haftung bei Sicherheitslücken.
Wie steht es um die Verfügbarkeit von 5G in Deutschland?
Die Versteigerung der Frequenzen erfolgt durch die Bundesnetzagentur an Auflagen geknüpft, wobei die Telekom bereits wesentliche Teile der Bevölkerung abdeckt und den Ausbau massiv vorantreibt.
- Citar trabajo
- Justus Kollritsch (Autor), 2020, Hintergründe und Potentiale des neuen Mobilfunkstandards "5G", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/997248