In dieser Arbeit soll geprüft werden, inwieweit sich die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten an die Gegebenheiten des privatisierten Marktes halten können, wollen und müssen, so dass sie auch in zukunft noch wettbewerbsfähig bleiben. Da dies aufgrund der Konzentration auf dem Fernsehmarkt durch die Konzerne Bertelsmann und Kirch immer schwieriger werden wird, ist auch ein Umdenken in der unternehmerischen Struktur der Anstalten nötig. Dabei muss die Finanzierung über Gebühren auch in Zukunft durch die Darbietung eines wettbewerbsfähigen und qualitativ hochwertigen Programms gerrechtfertigt werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1 Problemstellung
- 1.2 Gang der Untersuchung
- 2. Struktur öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten
- 2.1 Historie
- 2.2 Organisation
- 2.3 Finanzierung
- 3. Reform
- 3.1 Der duale Rundfunk
- 3.2 Disproporz zwischen Angebot und Nachfrage
- 4. Öffentliche Kommunikation und Gemeinwohl
- 5. Das TV-Angebot im Zeitablauf
- 5.1 TV-Nutzung
- 5.2 Programmangebot
- 5.3 Entwicklung des Informationsangebots
- 5.3.1 Quantitativ
- 5.3.2 Qualitativ
- 5.4 Entwicklung des Unterhaltungsangebots
- 5.4.1 Nischenbesetzung der Öffentlich-rechtlichen
- 5.5 Standortbestimmung und Relevanz
- 6. Analyse der Ist-Situation und Zukunftsperspektiven
- 6.1 Effizienzbeurteilung der Rundfunkanstalten
- 6.2 Aktuelle Erwerbsprobleme der Übertragungsrechte
- 6.3 Digitale Neuerungen und technische Konvergenz
- 7. Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Positionierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im Kontext der Privatisierung des Fernsehmarktes. Sie analysiert die Anpassungsfähigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender an die neuen Marktbedingungen und untersucht, wie sie ihre Wettbewerbsfähigkeit im Angesicht der Konzentration durch private Medienkonzerne erhalten können.
- Entwicklung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im historischen Kontext
- Folgen der Privatisierung des Fernsehmarktes auf die öffentlich-rechtlichen Sender
- Finanzierung und Struktur der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
- Die Rolle der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im Hinblick auf die Grundversorgungspflicht und die öffentliche Kommunikation
- Analyse des Programmangebots der öffentlich-rechtlichen Sender im Vergleich zu privaten Anbietern
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung
Dieses Kapitel stellt die Problemstellung der Arbeit vor. Es geht um die Anpassungsfähigkeit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten an die Gegebenheiten des privatisierten Marktes. Zudem wird der Gang der Untersuchung skizziert.
- Kapitel 2: Struktur öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Historie, der Organisation und der Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Es bietet einen Überblick über die Entwicklung der Sender bis zur Öffnung der Märkte für private Anbieter.
- Kapitel 3: Reform
Dieses Kapitel beleuchtet die Folgen der Reform des Rundfunksystems. Es geht auf den dualen Rundfunk und den Disproporz zwischen Angebot und Nachfrage ein.
- Kapitel 4: Öffentliche Kommunikation und Gemeinwohl
Dieses Kapitel thematisiert die Bedeutung der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten und deren gesetzlich verankerte Grundversorgungspflichten. Es betrachtet die Ziele der öffentlich-rechtlichen Sender im Hinblick auf die öffentliche Kommunikation.
- Kapitel 5: Das TV-Angebot im Zeitablauf
Dieses Kapitel untersucht die Entwicklung des TV-Angebots der öffentlich-rechtlichen Sender. Es analysiert die TV-Nutzung, das Programmangebot, die Entwicklung des Informationsangebots und des Unterhaltungsangebots sowie die Relevanz der öffentlich-rechtlichen Sender.
- Kapitel 6: Analyse der Ist-Situation und Zukunftsperspektiven
Dieses Kapitel analysiert die Effizienz der Rundfunkanstalten, die Erwerbsprobleme der Übertragungsrechte und die digitalen Neuerungen und technischen Konvergenzen. Es betrachtet die aktuelle Situation der öffentlich-rechtlichen Sender und die Zukunftsperspektiven.
Schlüsselwörter
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Privatisierung, Fernsehmarkt, Wettbewerbsfähigkeit, Grundversorgungspflicht, Programmangebot, Informationsangebot, Unterhaltungsangebot, digitale Neuerungen, technische Konvergenz, Effizienz, Finanzierung.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst die Privatisierung den öffentlich-rechtlichen Rundfunk?
Durch die zunehmende Konzentration privater Medienkonzerne wie Bertelsmann und Kirch geraten öffentlich-rechtliche Anstalten unter Wettbewerbsdruck und müssen ihre Strukturen sowie ihr Programmangebot anpassen.
Was ist die Grundversorgungspflicht?
Es handelt sich um den gesetzlichen Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender, ein qualitativ hochwertiges Programm für die gesamte Bevölkerung anzubieten, das Information, Bildung und Unterhaltung umfasst.
Wie finanzieren sich öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten?
Die Finanzierung erfolgt primär über Gebühren, die sicherstellen sollen, dass die Sender unabhängig von privaten Marktinteressen ihren Gemeinwohlauftrag erfüllen können.
Welche Rolle spielen digitale Neuerungen für die Zukunft des Fernsehens?
Technische Konvergenz und digitale Innovationen verändern die TV-Nutzung grundlegend. Öffentlich-rechtliche Sender müssen diese Technologien nutzen, um ihre Relevanz und Effizienz zu steigern.
Gibt es Unterschiede im Informationsangebot zwischen öffentlichen und privaten Sendern?
Die Arbeit analysiert quantitativ und qualitativ, inwieweit öffentlich-rechtliche Sender durch Nischenbesetzung und tiefgründige Information einen Mehrwert gegenüber dem privatisierten Markt bieten.
- Arbeit zitieren
- Jan Hoff (Autor:in), Nina Hasagic (Autor:in), 2002, Positionierung des öffentlichen Fernsehmarktes im Kontext der Privatisierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9974