Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Zukunft der Erwerbstätigkeit in Bezug auf virtuelle Teams, den Arbeitskraftunternehmer und fragmentierte Erwerbsbiografien. Das erste Kapitel behandelt die Chancen und Risiken virtueller Teams. Des Weiteren werden die Anforderungen an Mitarbeiter und Führungskräfte virtueller Teams vorgestellt sowie ein Konzept zur Etablierung eines virtuellen Unternehmens entwickelt. Abschließend werden die Erfolgsfaktoren für die Arbeit in virtuellen Teams dargelegt.
Das zweite Kapitel behandelt den Arbeitskraftunternehmer. Nach einer Definition des Begriffs werden potenzielle Veränderungen vom Selbstverständnis und der Rolle des Arbeitnehmers am Beispiel eines Software-Entwicklers im B2B-Bereich dargestellt. Das Kapitel schließt mit den Chancen und Risiken des Arbeitskraftunternehmers. Im dritten Kapitel werden fragmentierte Erwerbsbiografien vorgestellt. Nach einer einführenden Begriffsdefinition werden Faktoren für Diskontinuität erläutert. Anhand des Beispiels eines 'bunten Lebenslaufs' werden abschließend die Chance und Risiken fragmentierter Erwerbsbiografien dargelegt.
Im Zuge der Globalisierung und Flexibilisierung der Arbeitswelt gewinnen virtuelle Teams in Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Aktuell beschleunigt die Corona-Krise durch die Notwendigkeit der mobilen Arbeit die Digitalisierung und fördert dadurch die Zusammenarbeit in virtuellen Teams. Unter virtuellen Teams versteht man eine flexible Gruppe von Mitarbeitern, die ortsunabhängig gemeinsame Ziele verfolgt. An dezentralisierten Arbeitsorten bearbeiten die Mitarbeiter zweckgebundene, voneinander abhängige Arbeitsaufgaben und müssen dabei räumliche und zeitliche Hürden überwinden. Die Vernetzung und Kommunikation in virtuellen Teams erfolgt dabei mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien
Inhaltsverzeichnis
1. Aufgabe B1 - virtuelle Teams
1.1. Chancen und Risiken virtueller Teams
1.2. Anforderungen an die Mitarbeiter virtueller Teams
1.3. Anforderungen an die Führungskraft virtueller Teams
1.4. Konzept zur Etablierung eines virtuellen Unternehmens
1.5. Erfolgsfaktoren für die Arbeit virtueller Teams
2. Aufgabe B2 - Arbeitskraftunternehmer
2.1. Definition des Begriffs Arbeitskraftunternehmer
2.2. Potentielle Veränderungen vom Selbstverständnis und der Rolle des Arbeitnehmers - dargestellt am Beispiel eines Software-Entwicklers im B2B-Bereich
2.3. Chancen und Risiken des Arbeitskraftunternehmers – dargestellt am Beispiel eines Software-Entwicklers im B2B-Bereich
3. Aufgabe B3 - fragmentierte Erwerbsbiographien
3.1. Definition des Begriffs fragmentierte Erwerbsbiographie
3.2. Faktoren von Diskontinuität
3.3. Beispiel eines "Bunten Lebenslaufs"
3.4. Chancen und Risiken eines "Bunten Lebenslaufs"
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Veränderungen der modernen Arbeitswelt durch Digitalisierung, Flexibilisierung und Entgrenzung. Dabei wird analysiert, wie sich diese Entwicklungen auf die Zusammenarbeit in virtuellen Teams, das Rollenverständnis des Arbeitnehmers als „Arbeitskraftunternehmer“ sowie auf die Zunahme fragmentierter Erwerbsbiographien auswirken.
- Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für virtuelle Teams.
- Wandel zum unternehmerischen Selbstverständnis des Arbeitnehmers.
- Dynamik und Diskontinuität in modernen Lebensläufen.
- Chancen und Risiken für Individuen und Organisationen in entgrenzten Arbeitsformen.
Auszug aus dem Buch
1.1. Chancen und Risiken virtueller Teams
Ein großer Vorteil von virtuellen Teams ist, dass Mitarbeiter nach ihren Kompetenzen ausgewählt werden können und nicht nach räumlicher Verfügbarkeit. Der Zugang zu Experten wird dadurch erleichtert. Virtuelle Teams können schnell und flexibel zusammengestellt werden, da physische Treffen entfallen. Die Arbeit kann dadurch schneller begonnen werden (Kauffeld, 2019, S. 214). Mitarbeitern ist es durch die digitale Vernetzung außerdem möglich, in mehreren virtuellen, global verteilten Teams mitzuwirken (Gerdenitsch, 2019, S. 35).
Studien belegen eine höhere Produktivität in virtuellen Teams ggü. traditionellen Teams, da Fahrzeiten zu Meetings und Störungen während der Arbeit entfallen (Isermann, 2004, S. 69).
Aufgrund der Digitalisierung und der zwingend notwendigen Dokumentation der Arbeitsergebnisse in virtuellen Teams wird die Mehrfacherfassung von Daten und Informationen an verschiedenen Standtorten vermieden. Dies schafft Zeit- und Kostenersparnisse für Unternehmen (Isermann, 2004, S. 74). Durch die Digitalisierung sind alle Dokumente, die während der virtuellen Teamarbeit entstehen, für alle Mitarbeiter nutzbar, was z.B. die Möglichkeit eines Wechsels der Verantwortlichkeiten im Team erleichtert (Gerdenitsch, 2019, S. 35). Durch die Zeitverschiebung kann die globale Teamarbeit 24/7 erfolgen und bspw. Bereitschaftsdienste leichter abgedecken (Isermann, 2004, S. 74).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aufgabe B1 - virtuelle Teams: Das Kapitel behandelt die Bedeutung virtueller Teams, deren Vor- und Nachteile, Anforderungen an Personal und Führung sowie Phasen der Etablierung.
2. Aufgabe B2 - Arbeitskraftunternehmer: Hier wird das Konzept des Arbeitskraftunternehmers definiert und dessen Auswirkungen auf das Selbstverständnis am Beispiel eines Software-Entwicklers illustriert.
3. Aufgabe B3 - fragmentierte Erwerbsbiographien: Dieses Kapitel definiert fragmentierte Erwerbsbiographien, analysiert die Ursachen für Diskontinuitäten im Lebenslauf und diskutiert Chancen und Risiken moderner, nicht-linearer Berufsbiographien.
Schlüsselwörter
Virtuelle Teams, Arbeitskraftunternehmer, Entgrenzung der Arbeit, Erwerbsbiographie, Digitalisierung, Flexibilisierung, Selbstmanagement, Diskontinuität, Personalpsychologie, Organisationspsychologie, Teamentwicklung, Berufsverlauf, Leistungsdruck, Eigenverantwortung, Arbeitswelt 4.0.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert zentrale Transformationen in der modernen Arbeitswelt, insbesondere die Zunahme virtueller Kooperation, das unternehmerische Handeln von Angestellten und die Flexibilisierung von Lebensläufen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Gestaltung virtueller Teamarbeit, das Modell des Arbeitskraftunternehmers und die Dynamik fragmentierter Erwerbsbiographien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Entgrenzung der Arbeit auf das Individuum und die Organisation aufzuzeigen sowie Chancen und Risiken dieser Entwicklungen wissenschaftlich fundiert darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und theoretische Aufarbeitung psychologischer und organisationswissenschaftlicher Modelle sowie Erkenntnisse aus der Arbeitsweltforschung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte, die jeweils die psychologischen Anforderungen und strukturellen Bedingungen von virtuellen Teams, dem Arbeitskraftunternehmer-Modell und diskontinuierlichen Erwerbsbiographien beleuchten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind virtuelle Teams, Arbeitskraftunternehmer, Entgrenzung der Arbeit, fragmentierte Erwerbsbiographien und Flexibilisierung.
Wie verändert sich die Rolle eines Software-Entwicklers in der neuen Arbeitswelt?
Vom passiven Angestellten entwickelt er sich zum "Arbeitskraftunternehmer", der Eigenverantwortung für seine Arbeitsorganisation, Weiterbildung und Vermarktung seiner Fähigkeiten übernimmt.
Welche Herausforderungen ergeben sich durch eine "bunte Erwerbsbiographie"?
Individuen stehen vor der Herausforderung, trotz fehlender Stetigkeit in konservativen Unternehmen akzeptiert zu werden, und tragen das Risiko von Leistungsdruck sowie sozialer Isolation.
- Arbeit zitieren
- Anne Füßler (Autor:in), 2020, Zukunft der Erwerbstätigkeit. Virtuelle Teams, Arbeitskraftunternehmer und fragmentierte Erwerbsbiographien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/997568