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Kaiser Augustus und seine Ehefrau Livia. Eine ideale sittenpolitische Ehe?

Título: Kaiser Augustus und seine Ehefrau Livia. Eine ideale sittenpolitische Ehe?

Trabajo Escrito , 2020 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Aileen Sophie Ernst (Autor)

Historia universal - Antigüedad
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Die folgende Arbeit betrachtet die Ehe des ersten römischen Kaisers, Augustus, mit seiner dritten Gattin Livia Drusilla und untersucht die Frage, ob es sich bei dieser Verbindung um eine ‚ideale sittenpolitische‘ Ehe nach augusteischem Maßstab gehandelt hat. Dabei gilt es, Kaiser Augustus’ berühmte Ehepolitik zu erörtern und zu prüfen, ob sich die von ihm öffentlich betriebene, radikale Politik auch in seinem Privatleben mit Livia bestätigen lässt. Dafür werden zunächst Augustus’ Gesetzgebung und seine politischen Reformen bezüglich der Ehe skizziert. Augustus veranlasste nicht nur Privilegien für verheiratete Paare, es bestand sogar eine Heiratspflicht für die Bürger Roms, ebenso wie strenge Fristen zur erneuten Heirat, wenn der Partner verstorben war. Des Weiteren gab es hohe Strafen bei Ehebruch sowie drastische Sanktionen für unverheiratete Paare.

Aufgrund dieses deutlichen Bekenntnisses zur Institution ‚Ehe‘ sei anzunehmen, dass Kaiser Augustus selbst eine ideale Ehe führte. Augustus’ Ehereformen wurden erst im Jahre 18 v. Chr. eingeführt, bzw. 9 n. Chr. erweitert, er war also bereits viele Jahre mit Livia verheiratet und ihm war das Leben als verheirateter Mann persönlich geläufig. Vor der Verbindung mit Livia war Augustus bereits zwei Mal verheiratet gewesen. Nachdem die besonderen Umstände der Hochzeit mit Livia beleuchtet werden, wird die Ehe von Augustus und Livia auf ihre sittenpolitische Korrektheit überprüft. Obwohl aus der Verbindung keine Kinder hervorgingen, was das eigentliche Ziel einer römischen Ehe war, war das Paar ganze 52 Jahre lang verheiratet und wurde erst mit dem Tode des Kaisers von einander getrennt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kaiser Augustus und seine Ehepolitik

3. Das Eheleben des Augustus

3.1 Die ersten beiden Ehen Octavians

3.2 Die Ehe von Augustus und Livia

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ehe zwischen Kaiser Augustus und Livia Drusilla auf ihre Übereinstimmung mit den von Augustus selbst initiierten sittenpolitischen Gesetzen und Idealen. Dabei wird analysiert, inwieweit das kaiserliche Ehemodell trotz persönlicher Abweichungen und der Kinderlosigkeit des Paares als erfolgreich und politisch funktional betrachtet werden kann.

  • Die augusteische Ehegesetzgebung und ihre Zielsetzungen
  • Die Entwicklung und Bedeutung der Ehe von Augustus und Livia
  • Vergleich zwischen öffentlicher Moralpolitik und privatem Leben
  • Die Rolle der Kinderlosigkeit und dynastische Nachfolgeregelungen
  • Die politische Bedeutung der Ehe für die Etablierung des Principats

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Ehe von Augustus und Livia

Die Umstände der Eheschließung mit Livia Drusilla wurden in der damaligen Zeit aus mehreren Gründen als skandalös wahrgenommen. Wann genau sich Octavian und Livia kennenlernten, ist nicht bekannt. Livia wird allerdings erst im Jahre 39 v. Chr. nach Rom gekommen sein und da von Cassius Dio überliefert ist, dass Octavian Livia auf einer Festivität im selben Jahr mit seinem glatt-rasierten Kinn beeindrucken wollte, ist davon auszugehen, dass diese Verliebtheit sehr schnell und plötzlich entstand. Laut Tacitus verliebte sich Octavian vorwiegend in die Schönheit Livias und konnte es kaum abwarten, Livia zu ehelichen. Nur wenige Zeit zuvor hatte er sich von seiner Ehefrau Scribonia scheiden lassen, obwohl diese gerade Augustus’ erstes Kind ausgetragen hatte.

Als Octavian Livia zur Frau nehmen wollte, ersuchte er ihren Ehemann, sich von Livia scheiden zu lassen, was dieser auch tat. Bei der zeitnahen Hochzeit von Octavian und Livia, im Januar 38 v. Chr., erwartete sie von Tiberius Claudius Nero gerade ihr zweites Kind. „Die Heirat von Octavian und Livia war daher alles andere als eine himmlische Verbindung, sondern vielmehr eine, die im Schmelztiegel der Nöte und Strapazen, der Machtkämpfe und Bürgerkriege zustande kam.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der augusteischen Ehe ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Konformität der Ehe von Augustus und Livia mit den kaiserlichen Sittenreformen.

2. Kaiser Augustus und seine Ehepolitik: Hier werden die legislativen Maßnahmen wie die Lex Iulia sowie deren Zielsetzungen, Privilegien und Sanktionen zur Restauration der römischen Moralordnung detailliert skizziert.

3. Das Eheleben des Augustus: Dieser Hauptteil beleuchtet die persönlichen Erfahrungen des Kaisers in seinen früheren Ehen sowie die Entstehung und den Verlauf der Verbindung mit Livia unter Berücksichtigung politischer und privater Aspekte.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass die Ehe trotz mangelnder Konformität zur strengen Sittenmoral eine politische Idealrolle für die Dynastiesicherung einnahm.

Schlüsselwörter

Augustus, Livia Drusilla, Ehepolitik, Römische Geschichte, Sittenreformen, Lex Iulia, Antike, Kaiserin, Dynastie, Principat, Familienpolitik, Eheleben, Kinderlosigkeit, Nachfolge, Machtpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Ehe des ersten römischen Kaisers Augustus mit Livia Drusilla und der Frage, ob diese private Verbindung den strengen sittlichen Maßstäben entsprach, die Augustus durch seine eigene Gesetzgebung öffentlich einforderte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der augusteischen Ehegesetzgebung, der Analyse der Quellen zu Augustus’ Privatleben sowie der Untersuchung der politischen Rolle, die Livia an der Seite des Kaisers einnahm.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die öffentlich betriebene, radikale Ehepolitik des Kaisers in seinem eigenen Privatleben mit Livia tatsächlich umgesetzt wurde oder ob hier ein Widerspruch vorliegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenbasierte historische Analyse, bei der antike Berichte von Tacitus, Sueton und Cassius Dio kritisch ausgewertet und durch moderne Forschungsliteratur ergänzt werden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Gesetze zur Eheförderung, skizziert die Vorgeschichte der Ehen Octavians und analysiert detailliert die skandalöse Entstehung sowie die langfristige politische Bedeutung der Ehe mit Livia.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind hierbei Augustus, Livia Drusilla, Ehepolitik, Sittenordnung, dynastische Sicherung und die domus Augusta.

Wie bewertet die Autorin die Kinderlosigkeit des Paares?

Die Kinderlosigkeit wird als Defizit für das römische Ideal und die augusteischen Gesetze identifiziert, jedoch als Herausforderung beschrieben, die durch Adoptionen und die Stärkung der dynastischen Nachfolge bewältigt wurde.

Welchen Einfluss hatte Livia auf politische Entscheidungen des Augustus?

Trotz ihres fehlenden offiziellen Sonderstatus wird Livia als geschätzte Gefährtin und politische Ratgeberin dargestellt, deren Einfluss auf Augustus durch antike Quellen und deren spätere Machtstellung belegt wird.

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Detalles

Título
Kaiser Augustus und seine Ehefrau Livia. Eine ideale sittenpolitische Ehe?
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel
Calificación
1,0
Autor
Aileen Sophie Ernst (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
15
No. de catálogo
V997705
ISBN (Ebook)
9783346379658
ISBN (Libro)
9783346379665
Idioma
Alemán
Etiqueta
kaiser augustus ehefrau livia eine
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Aileen Sophie Ernst (Autor), 2020, Kaiser Augustus und seine Ehefrau Livia. Eine ideale sittenpolitische Ehe?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/997705
Leer eBook
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