Das Ziel dieser Hausarbeit ist es zu beantworten, wie die Soziale Arbeit zum Gelingen der Inklusion an deutschen Schulen beitragen kann. Um ein grundsätzliches Verständnis von den Begriffen Integration, Exklusion und Inklusion zu schaffen, werden diese nun zunächst definiert. Anschließend wird der Unterschied zwischen Integration und Inklusion nochmals aufgezeigt, um eine genaue Unterscheidung möglich zu machen.
Im weiteren Verlauf der Hausarbeit wird die historische Entstehung und Entwicklung inklusiver Schulen dargestellt und daraufhin wird auf die soziale Inklusion in der schulischen Bildung eingegangen, wobei fünf verschiedene Modelle zur Organisation eines gemeinsamen, integrativen Unterrichts vorgestellt werden. Abschließend wird die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Förderung von Inklusion in Schulen verdeutlicht.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Begriffliche Erklärungen
Integration
Exklusion
(Soziale) Inklusion
Unterschied Integration und Inklusion
Historischer Überblick – Die Entstehung inklusiver Schulen
Soziale Inklusion in der schulischen Bildung
Gemeinsamer Unterricht in Integrationsklassen
Sonderpädagogische Grundversorgung
Pullout-Modelle
Kooperationsklassen
Einzelintegration
Die Rolle der Sozialen Arbeit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Integration und Inklusion im deutschen Schulwesen und analysiert, welchen Beitrag die Soziale Arbeit zur erfolgreichen Umsetzung inklusiver Bildung leisten kann.
- Begriffsdefinitionen von Integration, Exklusion und Inklusion
- Historische Entwicklung der sonderpädagogischen Beschulung
- Analyse verschiedener Organisationsmodelle für gemeinsamen Unterricht
- Die spezifische Funktion der Sozialen Arbeit an Schulen
- Methoden wie kooperative Lernbegleitung und kollegiale Fallberatung
Auszug aus dem Buch
Gemeinsamer Unterricht in Integrationsklassen
Die Integrationsklassen sind bisher das gängigste und am besten erforschte Modell schulischer Inklusion (vgl. Heimlich, 2003, S.64). Beim gemeinsamen Unterricht in Integrationsklassen werden mehrere Schulkinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die Klasse aufgenommen. In dieser Integrationsklasse arbeiten zwei pädagogische Fachkräfte gemeinsam in der Klasse (vgl. Heimlich, 2003, S.63f.) Jedes Schulkind lernt dabei individuell und auf seinem eigenen Lernstandsniveau. Der gemeinsame Unterricht besteht somit zum Einen aus der weitgehenden Individualisierung und zum Anderen aus der Förderung der sozialen Integration der Klasse (vgl. Textor, 2015, S.99). Der Unterricht in Integrationsklassen hat somit das Ziel, allen Lernenden „einen ‚Erfahrungsraum‘ zu bieten, in dem sie lernen können, mit sozialen Unterschieden umzugehen und sich auf ihre spätere Lebenssituation möglichst frühzeitig einzustellen“ (Heimlich, 2003, S.64).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein und grenzt den Begriff der Inklusion von traditionellen Ausgrenzungsmechanismen ab.
Begriffliche Erklärungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Fachbegriffe Integration, Exklusion sowie Inklusion und arbeitet deren Unterschiede heraus.
Historischer Überblick – Die Entstehung inklusiver Schulen: Das Kapitel zeichnet den Weg von der historischen Ausgrenzung behinderter Kinder bis hin zur Etablierung moderner integrativer Schulversuche nach.
Soziale Inklusion in der schulischen Bildung: Hier werden fünf konkrete Organisationsmodelle für inklusiven Unterricht sowie deren jeweilige Vor- und Nachteile vorgestellt.
Die Rolle der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Soziale Arbeit durch Methoden wie die kooperative Lernbegleitung oder kollegiale Fallberatung das Gelingen von Inklusion unterstützt.
Schlüsselwörter
Inklusion, Integration, Exklusion, Sonderpädagogik, Soziale Arbeit, Regelschule, Lernbegleitung, Förderbedarf, Bildungsgerechtigkeit, Partizipation, Schulentwicklung, Heterogenität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Konzept der schulischen Inklusion in Deutschland und hinterfragt, wie die Soziale Arbeit dazu beitragen kann, die Teilhabechancen von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die begriffliche Klärung von Inklusion und Integration, die historische Aufarbeitung von Sonderschulformen sowie die Darstellung moderner Beschulungsmodelle.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, inwiefern die Soziale Arbeit konkret zum Gelingen der schulischen Inklusion beitragen kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung pädagogischer Fachkonzepte zur Schulentwicklung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, eine historische Herleitung und eine detaillierte Analyse verschiedener Unterrichts- und Beratungsmodelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Integration, Sonderpädagogik, Soziale Arbeit, kooperative Lernbegleitung und Bildungsteilhabe.
Was unterscheidet Integration von Inklusion?
Integration geht von einer heterogenen Gruppe aus, die sich gegenseitig annähern muss, während Inklusion als System von vornherein keine Ausgrenzung zulässt und Vielfalt als Normalzustand betrachtet.
Was ist die Funktion der kollegialen Fallberatung?
Sie dient als strukturiertes Beratungsformat, in dem Pädagogen gemeinsam komplexe Alltagssituationen reflektieren, um ihre Handlungsfähigkeit im inklusiven Unterricht zu erweitern.
- Citar trabajo
- Lisa Pottbeckers (Autor), 2020, Soziale Inklusion. Eine Herausforderung für die schulische Bildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/997959