Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit einem Lehrer des Bauhauses, Johannes Itten, welcher zudem zu den bedeutenden Künstlern seiner Zeit zählte, in Hinsicht auf den Wandel des Kunstunterrichts in den Jahren 1919-1933. Durch seine Arbeit am Bauhaus wurde der Wandel des allgemeinen Kunstunterrichts, sowie die damit verbundenen Lehrformen, nachhaltig geprägt. Vor allem sein allgemein sehr großer Einfluss an der Kunstschule, die Umsetzung des Lehrplanes, sowie die für ihn daraus resultierende Stellung an dem Bauhaus heben ihn von anderen Lehrern der Kunstschule deutlich ab.
Doch wer war Johannes Itten, welchen Einfluss hatte dieser auf den Kunstunterricht im Bauhaus und wie aktuell sind dessen pädagogischen Ansätze heute noch? Diese Frage gilt es im Folgenden zu beleuchten und zu klären.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Biographie Johannes Itten
Johannes Itten und das Bauhaus
2.1. Johannes Ittens Vorkurs
2.2. Unterrichtstätigkeiten
2.3. Pädagogische Grundabsichten, Anschauungen und prägende Einflüsse
3. Aktualität Johannes Ittens Pädagogik
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogischen Ansätze von Johannes Itten am Bauhaus im Zeitraum von 1919 bis 1933, analysiert seinen Einfluss auf die Entwicklung des Kunstunterrichts und hinterfragt die anhaltende Aktualität seiner Lehrmethoden für das moderne Bildungssystem.
- Biographische Hintergründe und Werdegang von Johannes Itten
- Struktur und Zielsetzung des Bauhaus-Vorkurses
- Einfluss der Mazdaznan-Lehre auf den Unterrichtsalltag
- Ganzheitliche Erziehung und die Bedeutung der Individualitätsförderung
- Transfer der Itten-Methodik auf aktuelle schulische Herausforderungen
Auszug aus dem Buch
2.1. Johannes Ittens Vorkurs
Nachdem Gropius Johannes Itten als Lehrer in der Kunstschule „Das Bauhaus“ einberief, sollte dieser Aufgaben wie die Einführung in die Werkstätte, sowie die theoretische Lehre der Schüler und Schülerinnen übernehmen. Johannes Itten galt als sogenannter Formmeister der Werkstätten. Die Kunstschule war dabei nach Gropius Vorstellungen, eine Schule, welche allen Schülern und Schülerinnen, unabhängig deren gesellschaftlichen Standes, offen war. So sollte jedermann eine Möglichkeit erhalten, Fähigkeiten ausbilden und zu nutzen. Doch dieses Leitbild der Schule hatte zur Folge dass Schüler und Schülerinnen mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen zu unterrichten waren. Diese verschiedensten Grundlagen galt es auf eine gemeinsame Ebene zu bringen. Diese Vermittlung einer gemeinsamen Grundlage, auf welche dann im Weiteren aufgebaut werden kann, übernahm Johannes Itten. So trat dieser relativ schnell mit seiner Idee des sogenannten „Vorkurses“ an Walter Gropius heran, welcher diesem sofort die Leitung und Durchführung bewilligte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung bettet das Bauhaus in den historischen Kontext der Nachkriegszeit ein und führt die Forschungsfrage nach dem Einfluss und der Aktualität von Johannes Ittens Pädagogik ein.
2. Biographie Johannes Itten: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Ittens von seiner Lehrerausbildung bis hin zu seiner Berufung an das Bauhaus nach.
Johannes Itten und das Bauhaus: Hier wird der allgemeine Kontext von Ittens Wirken an der Schule und seine Position im Gefüge der Bauhaus-Meister dargestellt.
2.1. Johannes Ittens Vorkurs: Der Vorkurs wird als essenzielles Probesemester analysiert, das darauf abzielte, individuelle Begabungen zu fördern und eine handwerkliche Grundlage zu schaffen.
2.2. Unterrichtstätigkeiten: Dieses Kapitel beleuchtet die Integration der Mazdaznan-Lehre in den Unterricht und deren Einfluss auf die Lehrmethodik sowie die Disziplin der Studierenden.
2.3. Pädagogische Grundabsichten, Anschauungen und prägende Einflüsse: Zusammenfassung der zentralen pädagogischen Prinzipien Ittens, insbesondere das Gebot, die Individualität der Lernenden zu respektieren.
3. Aktualität Johannes Ittens Pädagogik: Eine kritische Betrachtung, inwieweit die damaligen Methoden im heutigen Schulsystem – etwa beim Thema Bewegungsmangel – als Vorbild dienen können.
4. Fazit: Das Fazit resümiert den prägenden Einfluss Ittens als Lehrer und die Bedeutung seiner Reformansätze für die moderne Pädagogik.
Schlüsselwörter
Johannes Itten, Bauhaus, Vorkurs, Kunstpädagogik, Reformpädagogik, Mazdaznan-Lehre, ganzheitliche Erziehung, Walter Gropius, Kunstunterricht, Individualität, Lehrplan, Bildungssystem, Formlehre, gestalterische Grundlagen, Lerngeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Wirksamkeit von Johannes Itten am Bauhaus und der Frage, welche seiner Lehrmethoden auch im 21. Jahrhundert noch Bestand haben.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die biographischen Prägungen Ittens, die Implementierung seines Vorkurses am Bauhaus, die Verknüpfung von Kunstunterricht mit der Mazdaznan-Lehre sowie der Vergleich zu modernen Bildungsstandards.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Einfluss von Itten auf das Bauhaus zu bewerten und herauszuarbeiten, welche pädagogischen Konzepte als Vorläufer heutiger individualisierter Unterrichtsformen angesehen werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturbasierte historische Analyse, die Fachliteratur, Biographien und historische Bauhaus-Dokumente auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die biographische Herleitung, die detaillierte Beschreibung des Vorkurses, die Auseinandersetzung mit der Mazdaznan-Lehre und die Reflexion über aktuelle Bildungsentwicklungen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Kernbegriffe sind Bauhaus, Vorkurs, Reformpädagogik, Individualität und ganzheitliche Erziehung.
Wie beeinflusste die Mazdaznan-Lehre den Bauhaus-Alltag?
Itten integrierte Elemente wie Atemübungen, Ernährungsregeln und gymnastisches Training in den Alltag, was zu einer hohen Disziplin, aber auch zu Spannungen innerhalb der Studierendenschaft führte.
Warum wird der Vorkurs als so bedeutend für das Bauhaus dargestellt?
Der Vorkurs schuf eine notwendige, gemeinsame Basis für Studierende mit unterschiedlichsten Vorkenntnissen und stellte ein zentrales strukturelles Element der Schule dar.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2020, Die Kunstausbildung des Bauhauses unter Johannes Itten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/998069