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Die Theorie der Lebensweltorientierung von Hans Thiersch und ihre Anwendung in der heutigen mobilen Jugendarbeit

Título: Die Theorie der Lebensweltorientierung von Hans Thiersch und ihre Anwendung in der heutigen mobilen Jugendarbeit

Trabajo Escrito , 2020 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Christina Huesmann (Autor)

Trabajo social
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Die Arbeit befasst sich mit der Theorie der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit und ihrem Handlungskonzept für die Jugendhilfe. Die Lebensweltorientierung von Hans Thiersch ist ein Weg von vielen, das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit, auf Grundlage einer Theorie, zu begründen.

Besonders in der Jugend befindet sich der Mensch in einer vulnerablen Phase der Orientierung, in der sich seine eigenen Optionen und Erwartungen ausbilden. Es gibt unzählige Richtungen, in die er sich entwickeln kann. Doch gerade im heutigen Zeitalter, in dem unter anderem Globalisierung und Ökonomisierung die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer werden lassen, wird es für Jugendliche schwerer, sich zu behaupten. Vor allem Jugendliche, die durch Bildungsdefizite, einen Migrationshintergrund oder ihren sozioökonomischen Status benachteiligt sind, geraten leichter an den Rand der Gesellschaft. Ihnen bleiben Lebensmöglichkeiten verwehrt. Diese Situation kann als ungerecht empfunden werden und bei den betroffenen Jugendlichen zu Protest, Hass oder Rückzug führen.

Die Lebensweltorientierte Soziale Arbeit, von Hans Thiersch, ist ein wissenschaftliches Theoriekonzept der Sozialen Arbeit. Es dient, neben anderen, als Handlungsbasis für Sozialarbeitende, die in der Jugendhilfe tätig sind. In den neunziger Jahren wurde es zum Inbegriff der allgemeinen Neuorientierung in der Sozialen Arbeit und gilt bis heute als zentrales Paradigma in der Jugendhilfe. Aber ist Thierschs Theoriekonzept wirklich die revolutionäre Antwort auf Probleme in der Sozialarbeit mit Jugendlichen? Oder gibt es nicht doch Probleme bei der praktischen Umsetzung Lebensweltorientierter Jugendhilfe?

Die wissenschaftliche Arbeit, auf hermeneutisch-interpretativer Basis, soll diese Fragestellung beantworten. Nach einem einführenden grundlegenden Überblick über die Theorieentwicklung in der Sozialen Arbeit wird im Hauptteil dieser Arbeit die Lebensweltorientierung von der Entstehung bis heute mit ihren Handlungsmaximen für die Jugendhilfe beschrieben und ihre praktische Anwendung am Beispiel mobiler Jugendarbeit aufgezeigt. Dann geht diese Arbeit auf Kritik des Theoriekonzeptes ein, um ab-schließend ein Fazit zu geben und die oben genannten Fragen zu beantworten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Grundlagen zum Verständnis der Lebensweltorientierung

2.1 Theorien in der Sozialen Arbeit und ihre Funktion

2.2 Biographische Eckdaten von Hans Thiersch und die Entstehung der Lebensweltorientierung

2.3 Die Aufgaben der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit

3 Die Lebensweltorientierung in der Jugendhilfe

3.1 Jugendliche als Adressaten der Lebensweltorientierung

3.2 Die Struktur- und Handlungsmaximen

3.3 Lebensweltorientierung in der mobilen Jugendarbeit

4 Kritik und Grenzen der Lebensweltorientierung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Theorie der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch und ihre praktische Relevanz sowie Anwendbarkeit im Kontext der modernen mobilen Jugendarbeit unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen.

  • Grundlagen und Entstehung der Lebensweltorientierung
  • Struktur- und Handlungsmaximen der Sozialen Arbeit
  • Lebensweltorientierte Ansätze in der Jugendhilfe
  • Methodik der mobilen Jugendarbeit und Alltagsnähe
  • Kritische Reflexion und Grenzen des Theoriekonzeptes

Auszug aus dem Buch

3.3 Lebensweltorientierung in der mobilen Jugendarbeit

Die in Kapitel 3.2 beschriebenen Handlungsmaximen Lebensweltorientierter Sozialer Arbeit wurden in den 40 Jahren ihrer Entwicklungsgeschichte als Arbeitsprinzipien mobiler Jugendarbeit konkretisiert. Die Lebensweltorientierte Soziale Arbeit richtet sich gezielt an benachteiligte Jugendliche und hebt sich damit von der offenen und verbandlichen Jugendarbeit ab (Keppeler, Reuting 2016, 153f). Ein wichtiger Aspekt ist die Erreichbarkeit von benachteiligten Jugendlichen durch die Sozialarbeitenden. Aufgrund der spezifischen sozialräumlichen Verteilung in den Städten ist eine stadtteilorientierte Arbeit sinnvoll. Hier kann gezielt auf Gruppierungen an szeneorientierten Treffpunkten, wie z. B. in öffentlichen Parks oder „Shopping Malls“, zugegangen werden. Zum Kontaktaufbau ist es zudem notwendig, dass die Sozialarbeitenden regelmäßig präsent sind.

Die Sozialarbeitenden sollten immer nach dem Prinzip der „strukturierten Offenheit“ vorgehen (Thiersch 2020, 160f). „Strukturiert“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die involvierten Sozialarbeitenden bei ihrer Arbeit auf ein Repertoire an methodischen Grundlagen zurückgreifen können. Zu diesen gehören u. a. Kenntnisse über die Beratung, das Wissen um die Eskalationsstufen von Konflikten sowie die Kenntnis von Konfliktlösungsstrategien, wie z. B Mediation. „Offenheit“ bedeutet, dass sich die Sozialarbeitenden dem „Setting“ der Jugendlichen anpassen sollen. Sie sollen also weder versuchen die Jugendlichen zu kolonialisieren, noch versuchen, sie ihrer Lebenswelt zu enteignen. Die Sozialarbeitenden verstehen sich dabei als erwachsene Gäste der Jugendlichen, die sich dafür einsetzen, dass z. B. ihre Treffpunkte erhalten bleiben oder ihre Interessen, bei der Stadtplanung, berücksichtigt werden. So können die Sozialarbeitenden kontinuierlich Vertrauen aufbauen und Gespräche mit den Jugendlichen intensivieren (Keppeler, Reuting 2016, S. 156).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit ein und stellt die Forschungsfrage nach der praktischen Anwendbarkeit und den Herausforderungen des Konzeptes in der Jugendhilfe.

2 Die Grundlagen zum Verständnis der Lebensweltorientierung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Wurzeln der Sozialen Arbeit, die Biographie von Hans Thiersch sowie die Kernaufgaben seines Theoriekonzeptes.

3 Die Lebensweltorientierung in der Jugendhilfe: Hier wird der Fokus auf die Zielgruppe der Jugendlichen sowie auf die spezifischen Handlungsmaximen und deren Anwendung in der mobilen Jugendarbeit gelegt.

4 Kritik und Grenzen der Lebensweltorientierung: Das Kapitel reflektiert theoretische sowie praktische Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Konzepts und beleuchtet die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis.

5 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Bedeutung der Lebensweltorientierung als Meilenstein der Sozialen Arbeit zusammen und bewertet deren Relevanz für eine zukünftige soziale Gerechtigkeit.

Schlüsselwörter

Lebensweltorientierung, Hans Thiersch, Soziale Arbeit, Jugendhilfe, mobile Jugendarbeit, Handlungsmaximen, Alltagsnähe, Regionalisierung, Prävention, Partizipation, soziale Gerechtigkeit, Jugendsozialarbeit, Theorieentwicklung, Sozialpädagogik, Lebenswelt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Theoriekonzept der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch und analysiert, wie dieses Konzept in der modernen Jugendhilfe, insbesondere in der mobilen Jugendarbeit, angewendet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Sozialen Arbeit, die Entwicklung der Lebensweltorientierung, die konkreten Handlungsmaximen für die Arbeit mit Jugendlichen sowie die kritische Reflexion des Ansatzes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das Theoriekonzept von Thiersch eine tragfähige Antwort auf aktuelle Probleme in der Jugendarbeit bietet und wo die Grenzen in der praktischen Umsetzung liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer hermeneutisch-interpretativen Methode, um die theoretischen Konzepte und deren praktische Anwendung fundiert zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beschreibt die Herleitung der Lebensweltorientierung, die speziellen Bedürfnisse jugendlicher Adressaten, die Strukturmaximen wie Alltagsnähe und Partizipation sowie deren Konkretisierung in der mobilen Jugendarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung, mobile Jugendarbeit, soziale Gerechtigkeit und Handlungsmaximen definiert.

Was bedeutet das Prinzip der „strukturierten Offenheit“?

Es beschreibt das methodische Vorgehen, bei dem Sozialarbeitende einerseits auf professionelles Repertoire (Struktur) zurückgreifen und andererseits flexibel auf das Setting der Jugendlichen eingehen (Offenheit), ohne deren Lebenswelt zu dominieren.

Warum wird Kritik an der Lebensweltorientierung geäußert?

Kritiker bemängeln unter anderem, dass der Begriff „Lebenswelt“ zu vage sei, die Umsetzung oft an Personalmangel scheitere und die Theorie sich nicht ausreichend gegen neoliberale Tendenzen in der Sozialpolitik abgrenze.

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Detalles

Título
Die Theorie der Lebensweltorientierung von Hans Thiersch und ihre Anwendung in der heutigen mobilen Jugendarbeit
Universidad
University of Applied Sciences Essen
Calificación
1,0
Autor
Christina Huesmann (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
18
No. de catálogo
V998452
ISBN (Ebook)
9783346370976
ISBN (Libro)
9783346370983
Idioma
Alemán
Etiqueta
Lebensweltorientierung Theorie Soziale Arbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christina Huesmann (Autor), 2020, Die Theorie der Lebensweltorientierung von Hans Thiersch und ihre Anwendung in der heutigen mobilen Jugendarbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/998452
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