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Thomas Morleys "The triumphs of Oriana" im Elisabethanischen England. Madrigalkultur im 16. Jahrhundert

Titel: Thomas Morleys "The triumphs of Oriana" im Elisabethanischen England. Madrigalkultur im 16. Jahrhundert

Hausarbeit , 2018 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Felix Haberland (Autor:in)

Musikwissenschaft - Historische Musikwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Madrigalkultur im England des 16. Jahrhunderts während des Elisabethanischen Zeitalters am Beispiel des englischen Hofkomponisten Thomas Morley. Queen Elizabeth I. verhilft der Hofmusik zu einer Blütezeit, wofür sie in der in dieser Arbeit besprochenen und von Thomas Morley herausgegebenen Madrigalsammlung 'The Triumphs of Oriana' als feenhafte Monarchin gewürdigt wird. Die Popularität der italienischen Vokalmusik ist vermehrt zu verspüren, als dass Madrigale, die italienische Musiker (Musica transalpina) nach England brachten, musikalischer Teil eines höfischen Maskenspiels werden (als getrennte Instanz neben Tanz, Schauspiel und Pantomime).

Im Zentrum steht der musikalische Vergleich der Sammlung mit dem italienischen Vorbild 'Il trionfo di Dori' von Giovanni Croce, die ebenso eine Frauengestalt würdigt (Doris). Bemerkenswert an beiden Madrigalsammlungen sind die zahlreichen Komponisten, die an den jeweiligen Sammlungen mitgewirkt haben, jedoch alle ihre Madrigale mit demselben Jubelton beenden ('Viva la bella dori' bzw. im Englischen 'Long live fair Oriana').

Eine musikalische Analyse zweier Madrigale der beiden Sammlungen steht ebenso im Vordergrund der Arbeit wie die anfangs besprochenen "glorreichen Umstände" des 'Golden Age' Englands, das von der letzten Tudor-Königin Elizabeth Tudor nahezu ein halbes Jahrhundert lang regiert wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung zur Hausarbeit

2. Das elisabethanische Zeitalter

2.1. Die Würdigung der Königin Elizabeth I. – historische Dimensionen ihres Ruhms

2.2. Das Madrigal in England – Übernahme einer italienischen Tradition?

3. Musik im Dienste des elisabethanischen Hofes – Thomas Morley

biographische Angaben zum Komponisten und kompositorisches Schaffen von Madrigalen

4. ‚The triumphs of Oriana‘ oder ‚Il trionfo di Dori‘? – Madrigalsammlungen im Kontext

4.1. Das italienische Vorbild – il trionfo di Dori von Angelo Gardano

4.2. Beschreibung der Madrigalsammlung ‚The triumphs of Oriana‘ – Thomas Morley

5. vergleichende Analyse zweier Madrigale aus Italien und England

5.1. Thomas Morleys Madrigal aus The Triumphs of Oriana

5.2. Giovanni Croces Madrigal aus Il trionfo di Dori

5.3. Vergleich beider Madrigale

6. Schlussbemerkung

7. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Etablierung und Ausprägung der Madrigalmusik im elisabethanischen England unter besonderer Berücksichtigung der Sammlung The triumphs of Oriana von Thomas Morley. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie englische Komponisten die italienische Tradition der Madrigalkunst adaptierten, um sie für die höfische Huldigung von Königin Elizabeth I. nutzbar zu machen.

  • Kulturelle und historische Einordnung des elisabethanischen Zeitalters
  • Biographische und musiktheoretische Bedeutung von Thomas Morley
  • Strukturelle Analyse der Madrigalsammlungen The triumphs of Oriana und Il trionfo di Dori
  • Vergleichende Analyse der musikalischen Satztechnik und Textbehandlung
  • Politische Funktion der Musik als Instrument der höfischen Huldigung

Auszug aus dem Buch

2. Das Elisabethanische Zeitalter

Die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts, genauer gesagt zwischen 1558 und 1603, ist ein kultureller Wendepunkt in der Geschichte Englands: es ist die Regierungszeit des letzten überlebenden Kindes von Heinrich VIII. aus dem Hause Tudor: Elizabeth I., die nach dem Tode ihrer Geschwister Edward VI. und Maria I. den Thron besteigt.

Elizabeths kinderlose Halbschwester Maria und Vorgängerin als Königin ist vom Volk verhasst, überzeugte Katholikin, die den Katholizismus in England wiedereinführen will. Ihr Mann ist der spanische Thronfolger König Philipp II.

Doch das Elisabethanische Zeitalter unter der Regentschaft von Elizabeth I. bedeutet innerhalb der Kulturgeschichte Englands soziale und kulturelle Blüte, es ist, wie z.B. der Anglist Ulrich Suerbaum beschreibt, ein „Goldenes Zeitalter“: „Das elisabethanische Zeitalter war ein Goldenes Zeitalter, die beste Zeit, die England je hatte. Es war eine Zeit der Nation und der Eintracht der Stände unter einer geliebten Herrscherin.“

England steht historisch eingeordnet am Ende des 100-jährigen Krieges mit Frankreich, von dem sich das Land nun erholt hat, und ist nun nicht mehr wirtschaftlich abgegrenzt, sondern hat ein geregeltes Handelssystem mit verschiedensten Waren vieler Nationen, England ist nun Seemacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung zur Hausarbeit: Einführung in das Thema der englischen Madrigalkunst der Spätrenaissance und Vorstellung des Komponisten Thomas Morley.

2. Das elisabethanische Zeitalter: Historische und kulturelle Kontextualisierung der Ära von Elizabeth I. als Zeit der sozialen und künstlerischen Blüte.

3. Musik im Dienste des elisabethanischen Hofes – Thomas Morley: Biographische Betrachtung Morleys und Analyse seines Beitrags zur Etablierung des englischen Madrigals.

4. ‚The triumphs of Oriana‘ oder ‚Il trionfo di Dori‘? – Madrigalsammlungen im Kontext: Untersuchung der italienischen Vorbilder und deren Adaption durch englische Komponisten zur Huldigung der Königin.

5. vergleichende Analyse zweier Madrigale aus Italien und England: Detaillierte musikwissenschaftliche Gegenüberstellung spezifischer Madrigale von Thomas Morley und Giovanni Croce.

6. Schlussbemerkung: Zusammenfassung der Erkenntnisse über die Popularität und die politische Instrumentalisierung des Madrigals in England.

7. Anhang: Auflistung der verwendeten Literatur und Bildnachweise zur Arbeit.

Schlüsselwörter

Elisabethanisches Zeitalter, Madrigal, Thomas Morley, The Triumphs of Oriana, Il trionfo di Dori, Musikgeschichte, Spätrenaissance, Hofmusik, Elizabeth I., Satztechnik, Vokalpolyphonie, englische Madrigalschule, musikalische Huldigung, Musiktheorie, Renaissance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Etablierung der Madrigalmusik im England des späten 16. Jahrhunderts, fokussiert auf die enge Verbindung zwischen musikalischem Schaffen und der höfischen Huldigung von Königin Elizabeth I.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die historische Einordnung der Ära, die Rolle des Komponisten Thomas Morley als Vermittler italienischer Musiktraditionen und die vergleichende Analyse von Madrigalsammlungen.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie englische Komponisten italienische Gattungen adaptierten und durch spezifische Satztechniken für die Repräsentation und den Ruhm des elisabethanischen Hofes instrumentalisierten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine musikwissenschaftliche Analyse ausgewählter Vokalwerke sowie die Untersuchung historischer und kulturgeschichtlicher Quellen und Fachliteratur.

Welche Aspekte werden im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Würdigung Morleys, die Untersuchung der Madrigalsammlungen The triumphs of Oriana und Il trionfo di Dori sowie eine detaillierte vergleichende Werkanalyse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie elisabethanisches Zeitalter, Madrigal, Vokalpolyphonie, Hofmusik und die spezifische Bedeutung von Thomas Morley definieren.

Inwiefern beeinflusste das italienische Vorbild die englische Madrigalkunst?

Italienische Sammlungen wie Il trionfo di Dori dienten als direkte strukturelle und ästhetische Vorlagen, die von englischen Komponisten übernommen und inhaltlich auf die Huldigung von Elizabeth I. umgedeutet wurden.

Welche Bedeutung kommt der Figur der ‚Oriana‘ in den Madrigalen zu?

‚Oriana‘ dient als mythologisches Synonym für Königin Elizabeth I., wodurch die Madrigale eine politische Dimension erhalten und die Königin als strahlende, göttergleiche Herrscherin inszenieren.

Welche Rolle spielt Thomas Morley bei der Etablierung des Madrigals in England?

Morley gilt als bedeutender Wegbereiter der englischen Madrigalschule, der nicht nur durch eigene Kompositionen, sondern auch als Herausgeber und Musiktheoretiker maßgeblich zur Popularisierung dieser Gattung beitrug.

Wie unterscheidet sich das Madrigal von Morley im Vergleich zu Giovanni Croce?

Während beide Komponisten ähnliche satztechnische Mittel wie Polyphonie und Imitation nutzen, unterscheiden sie sich in ihrer spezifischen Textbehandlung und der Art und Weise, wie sie die pastorale Thematik für ihre jeweiligen Widmungsträger nutzen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Thomas Morleys "The triumphs of Oriana" im Elisabethanischen England. Madrigalkultur im 16. Jahrhundert
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Musikwissenschaft)
Note
2,0
Autor
Felix Haberland (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V998500
ISBN (eBook)
9783346415264
ISBN (Buch)
9783346415271
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Morley Englisches Madrigal The Triumphs of Oriana
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Haberland (Autor:in), 2018, Thomas Morleys "The triumphs of Oriana" im Elisabethanischen England. Madrigalkultur im 16. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/998500
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Leseprobe aus  20  Seiten
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