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Die Minne und die Ehemotive von Laudine und Iwein im Artusroman "Iwein" von Hartmann von Aue

Título: Die Minne und die Ehemotive von Laudine und Iwein im Artusroman "Iwein" von Hartmann von Aue

Trabajo Escrito , 2019 , 14 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Géneros
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Was sind die Gründe und Motive seitens Laudine und Iwein für ihre ungewöhnliche Eheverbindung in Hartmann von Aues Artusroman „Iwein“? Das Ziel dieser Hausarbeit ist herauszufinden, ob die Ehe für Laudine und Iwein aus Minne oder aus anderweitigen, beispielsweise aus politischen Hintergründen, eingegangen wird. Dafür werden hierfür relevante Textpassagen zwischen den Versen 1305 und 2420 der Primärliteratur Iwein untersucht und – auf Basis einiger Quellen aus der Forschungsliteratur – in Bezug auf die Fragestellung interpretiert.

Die Frage nach den Ehemotiven der Figuren Laudine und Iwein ist für den vorliegenden Artusroman sowie für die Mediävistik im Ganzen von besonderem Interesse, weil sie innerhalb der mediävistischen Literaturwissenschaft ein viel diskutiertes und kontroverses Thema darstellt. Die Beantwortung der Fragestellung dieser Arbeit ist daher von besonderer Relevanz, da sie die Grundlage für die Erklärung weiterer, im Roman auftretender Geschehnisse und Verhaltensweisen der beiden Figuren ist.

Im ersten Teil der Arbeit wird zunächst der Begriff Minne definiert und dessen Bedeutung sowie die Ehe in der höfischen Literatur dargestellt. Dann folgt im zweiten Teil die Analyse der Motive der beiden literarischen Figuren. Abschließend werden die vorhandenen Motivationen und Gründe in einem Fazit zusammengefasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Minne bzw. höfische Liebe und Ehe in der höfischen Literatur

2.1 Definitionen und Arten der Minne bzw. höfischen Liebe

2.2 Ehe und Liebe in der höfischen Epik

3. Iweins und Laudines Motivation zur Ehe - Liebe oder politischer Hintergrund?

3.1 Iweins Motivation zur Ehe – Liebe und Sühneleistung

3.2 Laudines Motivation zur Ehe – politische Absicht

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Ehemotive der Hauptfiguren Laudine und Iwein in Hartmann von Aues Artusroman "Iwein". Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob die Eheschließung primär auf dem Konzept der "Minne" basiert oder durch politische Notwendigkeiten und landesherrschaftliche Interessen determiniert ist.

  • Analyse des Begriffs "Minne" und dessen Bedeutung im höfischen Kontext.
  • Untersuchung des Verhältnisses von Liebe und Ehe in der mittelalterlichen Epik.
  • Motivation von Iwein als Ausdruck von persönlicher Liebe und Sühneleistung.
  • Motivation von Laudine als politische Absicht zur Sicherung des Landes und der Herrschaft.
  • Kontrastierung der Beweggründe im Rahmen einer literaturwissenschaftlichen Interpretation.

Auszug aus dem Buch

3.1 Iweins Motivation zur Ehe – Liebe und Sühneleistung

In der Burg des Königs Ascalon, den Iwein beim Quellenbrunnen erschlagen hatte, sieht Iwein Königin Laudine zum ersten Mal, als sie um ihren ermordeten Ehemann klagt und trauert. Sie ist die Frau, „daz er nie wîbes lîp / alsô schœnen gesach“ (V. 1308f.). Er empfindet Laudines äußerliche Erscheinung als außerordentlich attraktiv und anziehend, sodass er folgende Worte von sich gibt: „zewâre got der hât geleit / sîne kunst und sîne kraft, / sînen vlîz und sîne meisterschaft, / an disen lobelîchen lip: / ez ist ein engel und niht ein wîp“ (V. 1686-1690). Aufgrund ihrer wunderbaren Schönheit verliebt sich Iwein in die Königin so sehr, „daz im ir minne / verkêrten die sinne“ (V. 1335f.). Dies lässt laut Wiegand darauf schließen, dass die körperliche Schönheit Laudines zunächst der Ausgangspunkt der Liebe ist: „Ihre Schönheit hatte über den Weg vom Auge über den Leib das Herz mit Minne infiziert.“

Auch wenn die Liebe zu Laudine anfänglich aufgrund ihrer Schönheit entstanden ist, lassen die Textstellen „diu vrouwe beleip mit ungehabe / alters eine bî dem grabe. / dô sî her wein eine ersach / unde ir meinlich ungemach, / ir starkez ungemüete / unde ir stæte güete, / ir wîplîche triuwe / und ir senlîche riuwe, / dô minnet er sî deste mê, / und im wart nâch ir alsô wê / daz diu Minne nie gewan / grœzern gewalt an deheinem man.“ (V.1597-1608) erkennen, dass sich die Liebe Iweins nicht nur auf ihre Schönheit, sondern ab diesem Zeitpunkt auch auf ihren charakterlichen Eigenschaften und Tugenden wie „stæte güete“ (V. 1602), „wîplîche triuwe“ (V. 1603) und „senlîche riuwe“ (V. 1604) gründet. Er ist nämlich der festen Überzeugung, dass Laudines Trauergebärden und -äußerungen – u.a. ihr Weinen und Jammern, das Ausreißen ihrer Haare und das Zerreißen ihrer Kleider – keine Schauspielerei sein kann. Keine Frau, die nicht wahrhaftig liebt und Schmerzen empfindet, könnte so ein Szenario abspielen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Fragestellung der Motive von Iwein und Laudine ein und erläutert die methodische Vorgehensweise zur Analyse der Primärliteratur.

2. Minne bzw. höfische Liebe und Ehe in der höfischen Literatur: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen zur Begriffsdefinition von Minne sowie das zeitgenössische Verständnis von Ehe in der höfischen Epik dargelegt.

2.1 Definitionen und Arten der Minne bzw. höfischen Liebe: Dieser Abschnitt differenziert verschiedene Ausprägungen der Minne, wie hohe und niedere Minne, und erläutert deren sozialhistorische Kontextualisierung.

2.2 Ehe und Liebe in der höfischen Epik: Der Unterpunkt thematisiert die erzählerische Harmonisierung von Liebe und Ehe als höfisches Idealbild in der literarischen Tradition.

3. Iweins und Laudines Motivation zur Ehe - Liebe oder politischer Hintergrund?: Das Kapitel bildet den Hauptteil der Arbeit, in dem die individuellen Beweggründe der beiden Figuren anhand von Textbelegen systematisch gegenübergestellt werden.

3.1 Iweins Motivation zur Ehe – Liebe und Sühneleistung: Hier wird untersucht, inwiefern Iweins Heiratsantrag sowohl auf authentischer "Herzeminne" als auch auf dem Wunsch nach Sühne für den begangenen Mord an Ascalon beruht.

3.2 Laudines Motivation zur Ehe – politische Absicht: Dieser Teil analysiert Laudines Entscheidung als eine durch Staatsraison und die Notwendigkeit des Brunnenschutzes erzwungene pragmatische Handlung.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Iweins Motivationen stärker von persönlichen Emotionen geprägt sind, während Laudine primär politische Ziele verfolgt.

Schlüsselwörter

Minne, Iwein, Hartmann von Aue, Laudine, Artusroman, Ehe, höfische Liebe, Sühneleistung, Staatsraison, Brunnenschutz, Literaturwissenschaft, Mittelalter, Motivation, herzeminne, höfische Epik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Ehemotive von Iwein und Laudine in Hartmann von Aues Artusroman "Iwein", um die Diskrepanz zwischen Liebesheirat und politisch motivierter Zweckheirat zu erörtern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind das mittelalterliche Verständnis von "Minne", die Definition der höfischen Ehe sowie die Analyse von Rollenbildern und Pflichtbewusstsein im Kontext eines Artusromans.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, ob die Ehe zwischen Laudine und Iwein auf echter Minne basiert oder ob primär politische Hintergründe, wie die Notwendigkeit des Landes- und Brunnenschutzes, die Entscheidung dominierten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text "Iwein" zwischen den Versen 1305 und 2420 unter Einbeziehung relevanter Forschungsliteratur interpretiert.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Minne-Thematik und eine detaillierte, figurenspezifische Motivationsanalyse von Iwein (Sühne/Liebe) und Laudine (Staatsraison).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Minne, Sühneleistung, politische Absicht, Staatsraison, Eheverständnis, Laudine, Iwein, Herzeminne und Brunnenschutz.

Warum spielt der Brunnenschutz eine so entscheidende Rolle für Laudine?

Der Schutz des Brunnens ist für Laudine eine existenzielle Notwendigkeit, da der Brunnen das Symbol ihrer Macht und die Sicherheit ihres Landes darstellt; nach dem Tod ihres Mannes fehlt ihr ein wehrhafter Verteidiger gegen Bedrohungen wie König Artus.

Kann man Iweins Liebe zu Laudine als rein emotional bezeichnen?

Nein, seine Liebe ist komplex: Sie beginnt als ästhetische Faszination, vertieft sich zu "Herzeminne", wird jedoch durch den Wunsch nach Sühne für seine Tat (den Mord an ihrem Ehemann) und die damit verbundene Übernahme der Verteidigerrolle entscheidend beeinflusst.

Wie bewertet die Arbeit Laudines Trauer um ihren ersten Ehemann?

Die Arbeit stützt sich auf Wiegand und interpretiert ihre Trauer als aufrichtig, stellt jedoch fest, dass ihre spätere Zustimmung zur Heirat mit Iwein eine rein rationale, geschäftsmäßige Entscheidung war, um ihre Herrschaft zu sichern.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Minne und die Ehemotive von Laudine und Iwein im Artusroman "Iwein" von Hartmann von Aue
Universidad
Technical University of Braunschweig
Calificación
2,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
14
No. de catálogo
V998828
ISBN (Ebook)
9783346370990
ISBN (Libro)
9783346371003
Idioma
Alemán
Etiqueta
minne ehemotive laudine iwein artusroman hartmann
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2019, Die Minne und die Ehemotive von Laudine und Iwein im Artusroman "Iwein" von Hartmann von Aue, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/998828
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