In der Arbeit werden folgende Themen bearbeitet: Arbeitswelten und Organisationen im Wandel, die Veränderungen in den Rahmenbedingungen der modernen Arbeitswelt sowie die Auswirkung von Pluralisierung und Differenzierung von Erwerbsformen (Atypische und prekäre Beschäftigungsformen).
Inhaltsverzeichnis
1: Arbeitswelten und Organisationen im Wandel
1. Konsequenzen der Liberalisierung und Flexibilisierung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
1.1. Dezentralisierung und Entgrenzung der Unternehmungen
1.2. Entgrenzung zum Kunden
1.3. Entgrenzung zur gesellschaftlichen Umwelt
2. Entwicklungen im Non-Profit-Bereich
A2: Veränderungen in den Rahmenbedingungen der modernen Arbeitswelt
3. Globalisierung
4. Digitalisierung
5. Demographischer Wandel
6. Institutioneller Wandel
A3: Auswirkungen von Pluralisierung und Differenzierung von Erwerbsformen - Atypische und prekäre Beschäftigungsformen
7. Merkmale atypischen und prekären Beschäftigungsformen
7.1. Teilzeitarbeit
7.2. Geringfügige Beschäftigung und Mehrfachbeschäftigung
7.3. Befristete Beschäftigung
8. Übergang von atypischer zu prekärer Beschäftigung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den stetigen Wandel von Arbeitswelten und Organisationen unter dem Einfluss von Liberalisierung, Digitalisierung, Globalisierung und demografischen Veränderungen sowie die daraus resultierenden Auswirkungen auf atypische und prekäre Beschäftigungsverhältnisse.
- Konsequenzen der wirtschaftlichen Liberalisierung und Flexibilisierung
- Entgrenzungsprozesse in Unternehmungen und im Non-Profit-Bereich
- Einflussfaktoren der modernen Arbeitswelt (Digitalisierung, Globalisierung, demografischer Wandel)
- Charakteristika und Abgrenzung von atypischen und prekären Erwerbsformen
- Übergangsdynamiken zwischen regulären und prekären Arbeitsverhältnissen
Auszug aus dem Buch
1.2. Entgrenzung zum Kunden
Die „Entgrenzung zum Kunden“ wird auch als „arbeitender Kunde“ bezeichnet und ist ein Effekt, der sich in den letzten Jahren vor allem im Dienstleistungsbereich verstärkt hat. Dabei geht es darum, dass Konsumenten (nicht immer freiwillig) Arbeiten übernehmen, die bisher von Unternehmen geleistet wurden (Voß & Rieder, 2005, S. 10). Diese bewirkt eine Erweiterung des Wertschöpfungspotenzials. Als Beispiel wären Self-Scan-Kassen in einem Supermarkt zu nennen. Der Kunde übernimmt hierbei die Aufgaben einer Kassiererin – bis hin zum Bezahlen an einem Automaten. Ein weiteres oftmals in der Literatur zu findendes Beispiel ist IKEA, wobei hier der Kunde an der Endproduktion, beim Zusammenbauen der Möbel einen entscheidenden wirtschaftlichen Beitrag leistet (Voß & Rieder, 2005, S. 14).
In diesem Zusammenhang wird „Prosumer“, einem Kofferwort beschreiben, das der Zukunftsforscher Alvin Toffler beschrieben hatte: Es bezeichnet Personen, die sowohl Konsumenten als auch Produzenten des von ihnen verwendenden Produktes sind und setzt sich aus den englischen Wörtern Producer und Consumer zusammen (Bundesministerium für Wirtschaft, 2016; Toffler, 1980). In der aktuellen Literatur wird im Zusammenhang mit dem Internet und dessen wirtschaftlichen Nutzung auch von „Crowdsourcing“ gesprochen, was die Erbringung von Leistungen der „Crowd“ (Internet-User) im Zusammenhang mit dem „Outsourcing“ verbinden soll. Auf Grund der Menge von involvierten Individuen wird deswegen hier auch oftmals das synonym „Schwarmauslagerung“ verwendet (Howe, 2008, S. 8).
Zusammenfassung der Kapitel
1: Arbeitswelten und Organisationen im Wandel: Das Kapitel erläutert den permanenten Wandel von Arbeitsmärkten durch Liberalisierung und Flexibilisierung sowie die damit verbundene Entgrenzung von Arbeit in Unternehmen und NPOs.
A2: Veränderungen in den Rahmenbedingungen der modernen Arbeitswelt: Hier werden die zentralen Treiber wie Globalisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel und institutionelle Veränderungen anhand des Beispiels Microsoft analysiert.
A3: Auswirkungen von Pluralisierung und Differenzierung von Erwerbsformen - Atypische und prekäre Beschäftigungsformen: Dieses Kapitel definiert atypische Beschäftigungsverhältnisse, grenzt diese vom Normalarbeitsverhältnis ab und untersucht den Übergang zu prekären Arbeitsformen.
Schlüsselwörter
Arbeitsweltwandel, Liberalisierung, Flexibilisierung, Entgrenzung, Digitalisierung, Globalisierung, demografischer Wandel, Non-Profit-Organisationen, Prosumer, atypische Beschäftigung, prekäre Beschäftigung, Normalarbeitsverhältnis, Arbeitnehmerüberlassung, Arbeitsmarktentwicklung, Wertschöpfung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die grundlegenden Wandlungsprozesse der modernen Arbeitswelt sowie deren Einfluss auf Unternehmensorganisationen und die Ausgestaltung von Erwerbsverhältnissen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die Liberalisierung des Arbeitsmarktes, die Rolle von Non-Profit-Organisationen, technologische sowie gesellschaftliche Einflussfaktoren und die Zunahme atypischer Erwerbsformen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Konsequenzen der Flexibilisierung und Liberalisierung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufzuzeigen und die Mechanismen atypischer und prekärer Beschäftigungsverhältnisse verständlich zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Statistiken und Berichten relevanter Institutionen (z. B. Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Entgrenzungsprozessen in Organisationen, die Analyse der Rahmenbedingungen der modernen Arbeitswelt (u.a. Digitalisierung, Globalisierung) und die differenzierte Betrachtung von atypischen Erwerbsformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Arbeitsweltwandel, Entgrenzung, atypische Beschäftigung, Prekarität, Flexibilisierung und digitale Transformation.
Was bedeutet der Begriff „Prosumer“ im Kontext der Arbeit?
„Prosumer“ bezeichnet Personen, die in den Arbeitsprozess eingebunden werden, indem sie als Konsumenten gleichzeitig Aufgaben der Produktion übernehmen, wie es etwa bei Self-Scan-Kassen der Fall ist.
Wie unterscheidet sich prekäre von atypischer Beschäftigung?
Während atypische Beschäftigung primär eine Abweichung vom Normalarbeitsverhältnis beschreibt, impliziert prekäre Beschäftigung zusätzlich Merkmale wie mangelnde soziale Absicherung, unkalkulierbare Dauer und ein geringes Einkommen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Personal- und Organisationspsychologie. Arbeitswelten und Organisationen im Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/998938