In dem dargestellten Fall soll ein Familienunternehmen verkauft werden, bei dem Inhaber und Geschäftsführer in einer Person verbunden und das sehr traditionell ausgerichtet ist. Das grundlegende Problem besteht darin, dass dieses Unternehmen immer sehr hierarchisch mit einem Autokraten an der Spitze und mit wenig Agilität und Veränderungsbereitschaft geführt wurde. Der neue Geschäftsführer bringt neue Innovationsfähigkeit und Idee in das Unternehmen ein und möchte vor allem ein „Positives Management“ etablieren, um eine Neuausrichtung des Unternehmens zu unterstützen.
Ziel dieser Arbeit ist es, den künftigen Gesellschaftern die Wichtigkeit des Wohlbefindens von Mitarbeitern und die Vorteile einer Einführung eines „Positiven Managements-Konzeptes“ darzustellen und sie für den Wandel zu begeistern. Langfristig soll das ehemalige traditionelle Familienunternehmen mit Unterstützung des „Positiven Management“ zu einem modernen und dynamischen Unternehmen entwickelt werden, in dem Mitarbeiter erfolgreich, zielorientiert und vor allem gerne arbeiten und dies auch Kunden und Lieferanten vermitteln.
Um die zukünftigen Gesellschafter von dem Plan des Kulturwandels und dem Einsatz des „Positiven Managements“ zu überzeugen, wurde das folgende Konzept erarbeitet. Als erstes soll ein theoretischer Bezug zum Thema „Glück“ und „Wohlbefinden“ und in die Thematik der „Positiven Psychologie“ und des „Positiven Managements“ hergestellt werden. Danach soll dargestellt werden, welche Faktoren das Glücks- und Wohlbefinden der Menschen im Arbeitskontext unterliegen und welche Auswirkungen das Glücksempfinden auf einzelne Aspekte des Arbeitslebens hat. Hierbei werden auch der Ansatz des „Positiven Managements“ und dessen Auswirkungen auf das Unternehmen und den unternehmerischen Erfolg dargestellt. Im Anschluss werden Empfehlungen für adäquate Arbeits- und Organisationsgestaltungsmaßnahmen, die zur Steigerung des Glücksempfindens bei Arbeitnehmern beitragen, behandelt. Abschließend wird die Vorgehensweise zur Umsetzung dieser Maßnahmen dargelegt und vorgeschlagen, welche Kriterien zur Erfolgsmessung herangezogen werden könnten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Glück & Wohlbefinden
2.2 Positive Psychologie
2.3 Positives Management
3 Glück und Positives Management in Unternehmen
3.1 Situationsanalyse
3.2 Beeinflussende Bedingungen und Faktoren auf das Glücksempfinden / Wohlbefinden der Menschen im Arbeitskontext
3.3 Auswirkungen des Glücksempfindens von Mitarbeitern auf relevante Kriterien des Arbeitslebens und den unternehmerischen Erfolg
3.4 Arbeits- und Organisationsgestaltungsmaßnahmen zur Steigerung des Glücksempfindens
3.5 Konzept „Etablierung eines Positiven Managements“
3.6 Vorgehensweise und Umsetzung
3.7 Erfolgsmessung der Maßnahmen
4 Kritische Diskussion
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, den künftigen Gesellschaftern eines traditionell geführten Familienunternehmens die Vorteile eines "Positiven Managements" darzulegen und sie für einen notwendigen Kulturwandel zu begeistern, um die Wettbewerbsfähigkeit und Mitarbeiterbindung langfristig zu sichern.
- Theoretische Fundierung von Glück, Wohlbefinden und Positiver Psychologie im Arbeitskontext.
- Analyse der positiven Auswirkungen von Mitarbeiterwohlbefinden auf den Unternehmenserfolg.
- Entwicklung und Umsetzung von stärkenorientierten Führungsstrategien.
- Methoden zur Messung und Erfolgskontrolle von Organisationsentwicklungsmaßnahmen.
Auszug aus dem Buch
Positive Emotionen & das eigene Glücksniveau
Nach dem Substainable-Change-Modell von Sheldon und Lyubomirsky wird Glücksempfinden durch drei Faktoren bestimmt: 50% durch genetische Veranlagung, 40% durch bewusst gesteuerte Verhaltensweisen und Gedanken und 10% durch aktuelle Lebensumstände und Lebensereignisse (Lyubomirsky, 2008, S. 100). Dies bedeutet, dass das Glücksempfinden beeinflussbar und somit gezielt nutzbar gemacht werden kann.
Die Broaden-and-Build-Theorie von Fredrickson beschreibt das Gedanken und handlungserweiternde Repertoires (broaden) von positiven Emotionen (nicht allein Glück, sondern auch Freude, Stolz und Zufriedenheit), die zu einem Aufbau (build) persönlicher Ressourcen führen (Fredrickson, 2001). Fredrickson stimmt mit weiteren Forschern, wie Seligman überein, das positive Menschen unter anderem kreativer, offener und effektiver agieren. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Vervielfältigung von Positiven Emotionen. Die Broaden-and-Build-Theorie zeigt eine Aufwärtsspirale zwischen Emotionen und Motivationen, die sich wie folgt darstellen lässt:
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert den notwendigen Kulturwandel in einem traditionellen Familienunternehmen hin zu einem "Positiven Management", um den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt zu begegnen.
2 Theoretische Grundlagen: Es werden die wissenschaftlichen Konzepte von Glück, positiver Psychologie und Positivem Management als Basis für eine moderne Personalführung eingeführt.
3 Glück und Positives Management in Unternehmen: Dieses Hauptkapitel analysiert Faktoren, die das Wohlbefinden beeinflussen, sowie deren unternehmerische Vorteile und konkrete Implementierungsmöglichkeiten in der Praxis.
4 Kritische Diskussion: Die Arbeit reflektiert die Herausforderungen bei der Umsetzung eines Kulturwandels und betont die Notwendigkeit von aktivem Change Management und der Unterstützung durch das Top-Management.
5 Fazit und Ausblick: Abschließend wird festgehalten, dass die Förderung des subjektiven Wohlbefindens strategisch wichtig ist und Unternehmen, die sich nicht anpassen, langfristig am Markt gefährdet sind.
Schlüsselwörter
Positives Management, Positive Psychologie, Wohlbefinden, Mitarbeiterbindung, Führungskultur, Kulturwandel, Change Management, Mitarbeiterführung, Arbeitsmotivation, Stärkenorientierung, Flow-Prinzip, Unternehmensführung, Leistungsfähigkeit, Organisationsentwicklung, Glücksforschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Einführung eines "Positiven Managements" in einem traditionell geführten Familienunternehmen als Ansatz zur Neuausrichtung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Zusammenhang zwischen Mitarbeiterwohlbefinden, positiver Organisationspsychologie und der Steigerung des unternehmerischen Erfolgs.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es, Gesellschafter von den Vorteilen eines stärkenorientierten Führungsstils zu überzeugen, um eine moderne, dynamische Unternehmensstruktur zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung und Konzepterstellung auf Basis aktueller psychologischer Forschung und Managementtheorien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Bedingungen für Glück am Arbeitsplatz, Auswirkungen auf Produktivität und Krankenstand sowie konkrete Maßnahmen zur Umsetzung eines positiven Führungsstils.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Positives Management, Mitarbeiterbindung, Stärkenorientierung und Kulturwandel definieren.
Warum spielt das "Flow-Prinzip" eine Rolle?
Das Flow-Prinzip wird als Instrument zur Steigerung des Engagements angeführt, indem es die Passung zwischen Mitarbeiterfähigkeiten und Arbeitsanforderungen sicherstellt.
Was unterscheidet das Positive Management vom traditionellen Management?
Im Gegensatz zum defizitorientierten Management fokussiert sich das Positive Management auf die Stärken der Mitarbeiter, Wertschätzung und Sinnhaftigkeit.
Wie kann der Erfolg der Maßnahmen gemessen werden?
Der Erfolg soll durch Methoden der empirischen Sozialforschung, wie Interviews oder Befragungen, sowie durch die Überprüfung relevanter Kennzahlen (KPIs) evaluiert werden.
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- Anonym (Autor:in), 2020, Personal- und Organisationspsychologie. Glück und Positives Management in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/998946