Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Literatura - Literatura moderna

Labyrinthe in Walter Moers "Die Stadt der Träumenden Bücher". Die Wirkung auf Romanfiguren und Leser

Título: Labyrinthe in Walter Moers "Die Stadt der Träumenden Bücher". Die Wirkung auf Romanfiguren und Leser

Trabajo Escrito , 2020 , 17 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Marie Schmidt (Autor)

Literatura - Literatura moderna
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In dieser Hausarbeit sollen die Labyrinthe im Roman "Die Stadt der Träumenden Bücher" von Walter Moers genauer betrachtet werden. Ziel dieser Hausarbeit ist es, aufzuführen auf welche Art und Weise Walter Moers Labyrinthe in seinen Roman integriert und welche Wirkungen sie auf Romanfigur und Leser haben.

Im ersten Teil der Arbeit soll auf das Labyrinth an sich eingegangen werden, wobei das Hauptaugenmerk auf für diese Hausarbeit relevanten Definitionen liegt. Nach den Definitionen von Umberto Eco, der zwischen Einweg-Labyrinth, Irrgarten und Rhizom unterscheidet und denen von Hennig, der zwischen Bibliothek-, Wüsten-, Höhlen-, und Stadtlabyrinthen differenziert, sollen Labyrinthe aus STB bewertet werden. Hier soll herausgearbeitet werden, dass ein Labyrinth nicht nur ein komplexes architektonisches Wegsystem ist, von dem es verschiedene Formen gibt, sondern auch ein teleologisches Denkmuster. Um eine Stagnation auszuschließen, weil diese meist Konsequenzen hat, müssen Entscheidungen getroffen werden, die dem Ziel folgen, das Labyrinth zu verlassen.

Die unterschiedlichen Labyrinthe werden auf die Definitionen angewendet. Hier wird schnell deutlich, dass ein Labyrinth zu mehreren Definitionen passt. Fokus liegt auch auf der Frage, wie das Labyrinth auf den Protagonisten und Leser wirkt.
Hauptthese ist dabei, dass die Darstellung der Labyrinthe so gewählt ist, dass sie beim Leser ein Gefühl der Verwirrung auslösen, was sich aber mit der Entwicklung der Geschichte und damit auch der Labyrinthe verändert.

Im weiteren Verlauf soll auf die Figuren im Labyrinth eingegangen werden. Aus welcher Position entdecken sie die Labyrinthe? In welcher Beziehung stehen sie zu ihm? Hierbei wird vor allem die Forschung von Schmitz-Emans, die die Perspektiven in Dädalus, Minotaurus und Theseus einteilt, berücksichtigt. Im Fazit soll zusammenfassend eine Antwort auf die Fragen gefunden werden, welche Labyrinthe Verwendung finden, wie sie dargestellt sind, in welcher Beziehung sie zu den Figuren stehen und welche Wirkung das auf den Leser hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Labyrinthe in „Die Stadt der Träumenden Bücher“

2.1 Typen

3. Perspektiven auf die Labyrinthe

3.1 Das Labyrinth als Ort des Erschaffens: die Dädalus- Perspektive

3.2 Das Labyrinth als Gefängnis und Schutzraum: die Minotaurus-Perspektive

3.3 Das Labyrinth als Ort der Erkenntnis: Die Theseus-Perspektive

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Integration und Wirkung des Labyrinth-Motivs im Roman „Die Stadt der Träumenden Bücher“ von Walter Moers. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Labyrinth als architektonisches System und teleologisches Denkmuster fungiert und welche spezifischen psychologischen Effekte – wie Desorientierung oder Erkenntnisgewinn – es sowohl auf die Romanfiguren als auch auf den Leser ausübt.

  • Analyse verschiedener Labyrinth-Typologien nach Eco und Hennig
  • Untersuchung der psychologischen Wirkung von Raumdarstellungen
  • Anwendung der Dädalus-, Minotaurus- und Theseus-Perspektive auf die Figurenkonstellation
  • Reflexion über die narrative Funktion der Leser-Desorientierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Labyrinth als Ort des Erschaffens: die Dädalus- Perspektive

Dädalus ist im griechischen Mythos der Erbauer des Labyrinths. Er wird von Minos beauftragt ein Gefängnis für den Minotaurus zu bauen und entwickelt daher das Labyrinth.

Damit weist er Parallelen zum Schattenkönig auf. Zwar ist der Schattenkönig nicht der Erbauer des Labyrinths, jedoch wurde er für das Labyrinth „geradezu maßgeschneidert“51. Er eignet sich die beste Kenntnis über das Labyrinth an und betrachtet es ähnlich wie Dädalus sein Labyrinth in der alles überblickenden Vogelperspektive. Das umfassende Wissen bindet ihn an den Raum. Trotz seines Wissens um das Labyrinth, ist es, ebenso wie bei Dädalus, sein Gefängnis, was er nicht verlassen kann.

In Dädalus vereinen sich sowohl das künstlerische Genie, als auch der dämonisch-perfide Geist, der einen Ort der Verwirrung, Angst und des Todes schafft. Ähnlich beschreibt sich auch der Schattenkönig: „Ich investierte all die geistige Energie, die ich vorher in meine schriftstellerische Arbeit gesteckt hatte, in die Kunst des Tötens.“52

Bald erkennt er jedoch, dass er von einem künstlerischen Genie zu einem „Monster“53 verwandelt hat. Die Figur durchlebt im Labyrinth einen Perspektivenwechsel, von Dädalus zum Minotaurus und zurück.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Labyrinth als literarisches Motiv vor und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die Wirkungsweise der Labyrinthe bei Walter Moers zu untersuchen.

2. Die Labyrinthe in „Die Stadt der Träumenden Bücher“: Dieses Kapitel klassifiziert verschiedene Labyrinth-Typen wie das Einweg-Labyrinth, den Irrgarten und das Rhizom und wendet diese auf die topographischen Gegebenheiten des Romans an.

3. Perspektiven auf die Labyrinthe: Hier werden die Forschungsergebnisse von Schmitz-Emans genutzt, um die Labyrinthe aus den Perspektiven von Dädalus, Minotaurus und Theseus zu analysieren.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Moers durch die bewusste Aussparung klarer Orientierungspunkte eine narrative Labyrintherfahrung erzeugt, die den Leser in die Desorientierung des Protagonisten einbindet.

Schlüsselwörter

Labyrinth, Walter Moers, Die Stadt der Träumenden Bücher, Desorientierung, Raumtheorie, Minotaurus, Dädalus, Theseus, Katakomben, Buchheim, Literaturwissenschaft, Zamonien, narrative Struktur, Architektur, Wissensvermittlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literarischen Darstellung von Labyrinthen im Roman „Die Stadt der Träumenden Bücher“ von Walter Moers.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der topographischen Analyse, den theoretischen Typologien von Labyrinthen und deren psychologischer Auswirkung auf die Rezipienten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu ergründen, wie Moers Labyrinthe in den Roman integriert und welche Wirkungen diese auf die Romanfiguren und das Leseerlebnis haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die verschiedene Labyrinth-Definitionen (u.a. von Umberto Eco und Matthias Hennig) mit der Perspektiventheorie von Schmitz-Emans kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die verschiedenen Typen (Einweg-Labyrinth, Irrgarten, Rhizom, Stadt- und Höhlenlabyrinth) klassifiziert als auch die drei Perspektiven (Erschaffer, Gefangener, Erfahrener) auf die Labyrinthe beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Labyrinth, Desorientierung, Zamonien, Katakomben, Raumtheorie und die mythologischen Figuren Dädalus, Minotaurus und Theseus.

Wie unterscheidet die Arbeit das Labyrinth von der Bibliothek im Roman?

Die Arbeit analysiert, dass Bibliotheken in der Romanwelt erst durch ihre unübersichtliche Architektur oder durch ihre Einbettung in das größere Labyrinth der Katakomben labyrinthische Züge annehmen.

Welche Rolle spielt die Desorientierung des Lesers?

Die Arbeit argumentiert, dass die ungenaue Beschreibung der Umgebung und unvollständige Karten bewusst dazu dienen, den Leser in eine ähnliche Position der Ratlosigkeit zu versetzen wie den Protagonisten Mythenmetz.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Labyrinthe in Walter Moers "Die Stadt der Träumenden Bücher". Die Wirkung auf Romanfiguren und Leser
Universidad
University of Hagen  (Kulturwissenschaften)
Curso
Kultur, Literatur und Medien
Calificación
2,3
Autor
Marie Schmidt (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
17
No. de catálogo
V999165
ISBN (Ebook)
9783346373403
ISBN (Libro)
9783346373410
Idioma
Alemán
Etiqueta
Walter Moers Labyrinth Träumende Bücher
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marie Schmidt (Autor), 2020, Labyrinthe in Walter Moers "Die Stadt der Träumenden Bücher". Die Wirkung auf Romanfiguren und Leser, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/999165
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  17  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint