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Der Sozialdatenschutz, das SGB X und die EU-DSGVO. Möglichkeiten und Grenzen

Title: Der Sozialdatenschutz, das SGB X und die EU-DSGVO. Möglichkeiten und Grenzen

Term Paper , 2021 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jacqueline Sander (Author)

Law - Data protection
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In den folgenden Kapiteln soll das Sozialgeheimnis im Näheren besprochen werden. Des Weiteren wird auf den Datenschutz im Allgemeinen und im Besonderen eingegangen. Sowohl die EU-DSGVO als auch die Sozialgesetzbücher betreffend. In Kapitel 4 werden ausführlich die rechtlichen Bestimmungen zur Übermittlung und Offenbarung von Sozialdaten behandelt.

Ziel dieser Arbeit soll es sein, einen umfassenden Überblick über den Datenschutz zu erhalten. Im Besonderen bezogen auf Sozialdaten und personenbezogene Daten. Schlussendlich soll sich noch kritisch mit den Möglichkeiten des Einzelnen befasst werden, hinsichtlich des Schutzes personenbezogenen Daten.

Mit der zunehmenden Digitalisierung in unserem Alltag, gewinnt auch der Datenschutz, besonders der Schutz personenbezogener Daten und Sozialdaten, an Bedeutung. Momentan befindet sich ein Großteil der Bevölkerung im Homeoffice, d. h. das Internet wird noch stärker frequentiert als schon in der Vergangenheit. Auf Grund der vielen geschlossenen Geschäfte, bestellen viele Menschen die Waren, welche momentan nicht im Einzelhandel verfügbar sind, auf Onlineportalen. Bei jedem Besuch einer Internetseite werden vom Anbieter Daten über den Besucher gesammelt. Hiermit werden Profile über das Kaufverhalten der Besucher erstellt. Durch die gesammelten Daten kann, mit gezielten Angeboten, das Kaufverhalten beeinflusst werden.

Doch nicht nur im Internet ist das Interesse an personenbezogenen Daten groß, sondern auch bei staatlichen Behörden. Finanzbehörden sind an Banktransaktionen interessiert, um Steuerdelikte aufzudecken. Die Polizei an Daten, welche beispielsweise mit Hilfe von Telefonüberwachung gewonnen worden sind, um Straftaten aufzuklären oder zu verhindern, usw.
Mit in Kraft treten der EU- DSGVO am 18.05.2018 wurden die Grundrechte für den Datenschutz in den Mitgliedstaaten festgelegt. Die EU- DSGVO steht über dem Schutz der Sozialdaten und dem Sozialgeheimnis, welche in den Sozialgesetzbüchern I und X verankert sind. Der Schutz der Daten ist nicht im Grundgesetz verankert. Allerdings gibt es das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, welches auf dem Artikel 2 GG aufbaut.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition des Sozialgeheimnisses nach SGB I

2.1 Was sind Sozialdaten

2.2 Über die Bedeutung des Datenschutzes

3 Sozialdatenschutz nach SGB X

3.1 Systematik des Sozialdatenschutzes

3.2 Prinzipien des Sozialdatenschutzes

4 Verarbeitung personenbezogener Daten nach EU-DSGVO und rechtliche Bestimmungen bei der Übermittlung von Sozialdaten im Überblick

4.1 Verarbeitung personenbezogener Daten nach EU-DSGVO

4.2 Rechtliche Bestimmungen bei der Übermittlung und Offenbarungvon Sozialdaten

5 Kritische Auseinandersetzung

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen des Sozialdatenschutzes in Deutschland, insbesondere im Kontext der EU-DSGVO und der relevanten Sozialgesetzbücher, mit dem Ziel, die Bedeutung und Umsetzung des Schutzes personenbezogener Daten zu verdeutlichen.

  • Grundlagen des Sozialgeheimnisses nach SGB I und SGB X
  • Definition und Bedeutung von Sozialdaten
  • Die Rolle der EU-DSGVO im Datenschutzkontext
  • Prinzipien der Datenverarbeitung und -übermittlung
  • Sensibilisierung für den Umgang mit persönlichen Daten im digitalen Alltag

Auszug aus dem Buch

3.2 Prinzipien des Sozialdatenschutzes

Die Hauptprinzipien des (Sozial)Datenschutzes sind: • Datenvermeidung und Datensparsamkeit • Erforderlichkeit und • Zweckbindung.

Datenvermeidung und Datensparsamkeit sind sich selbsterklärende Begriffe. Eine Voraussetzung des Sozialdatenschutzes ist die Vermeidung von unnötigen Daten. § 78b SGB X besagt: ”Gestaltung und Auswahl von Datenverarbeitungssystemen haben sich an dem Ziel auszurichten, keine oder so wenig wie mögliche Sozialdaten zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen.” [3, S.1580]

Daraus folgt, dass tatsächlich nur solche Daten erhoben und verarbeitet werden sollen, welche auch für den entsprechenden Zweck erforderlich sind. Um noch einmal auf das Beispiel des Teilnehmers an der Rehabilitationsmaßnahme zurück zu kommen: um die Teilnahme des Betroffenen bei dem entsprechenden Versicherungsanbieter abzurechnen, ist es unnötig den Beruf des Teilnehmers mit anzugeben oder eine Telefonnummer. Dies wären überflüssige Daten. Nötig sind in diesem Falle ausschließlich der Name, das Geburtsdatum und die Versicherungsnummer des Betroffenen.

Es muss sich also bezüglich der Datenvermeidung und –sparsamkeit Gedanken über die Erforderlichkeit der Daten gemacht werden. Grundsätzlich kann gesagt werden: „Verantwortliche dürfen nur die personenbezogenen Daten erheben und speichern, die sie brauchen, um den oben genannten zulässigen - Zweck zu erreichen.” [1, S.22]

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung des Datenschutzes durch Digitalisierung ein und stellt das Ziel der Arbeit sowie die untersuchten Rechtsbereiche vor.

2 Definition des Sozialgeheimnisses nach SGB I: Dieses Kapitel erläutert das Sozialgeheimnis als zentrales Rechtsinstrument und definiert, welche Stellen zur Wahrung verpflichtet sind.

3 Sozialdatenschutz nach SGB X: Es wird die systematische Verankerung des Sozialdatenschutzes im SGB X sowie die grundlegenden Prinzipien der Datenverarbeitung dargelegt.

4 Verarbeitung personenbezogener Daten nach EU-DSGVO und rechtliche Bestimmungen bei der Übermittlung von Sozialdaten im Überblick: Hier werden die Vorgaben der EU-DSGVO sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Ausnahmen für die Übermittlung von Sozialdaten detailliert analysiert.

5 Kritische Auseinandersetzung: Der Autor reflektiert das Nutzerverhalten im Internet und erörtert die Eigenverantwortung beim Umgang mit sensiblen persönlichen Daten.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz der Sensibilisierung für Datenschutzfragen zusammen und verknüpft die Thematik mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Sozialdatenschutz, Sozialgeheimnis, SGB X, EU-DSGVO, Personenbezogene Daten, Zweckbindung, Datenvermeidung, Datensparsamkeit, Informationelle Selbstbestimmung, Leistungsträger, Datenspeicherung, Rechtliche Bestimmungen, Datenschutzgrundverordnung, Digitalisierung, Datenschutz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen des Sozialdatenschutzes in Deutschland, wobei der Fokus auf der Bedeutung des Schutzes von Sozialdaten und personenbezogenen Informationen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Definition des Sozialgeheimnisses, die Prinzipien der Datenverarbeitung nach SGB und EU-DSGVO sowie die kritische Reflexion des Nutzerverhaltens im digitalen Raum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über den Datenschutz zu geben, insbesondere in Bezug auf Sozialdaten, und das Bewusstsein für den Schutz persönlicher Daten zu schärfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse relevanter Gesetzestexte des Sozialgesetzbuches (SGB) sowie der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Systematik des Sozialdatenschutzes, erläutert die rechtlichen Anforderungen an die Datenverarbeitung und die spezifischen Bestimmungen für die Übermittlung und Offenbarung von Sozialdaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen Sozialdatenschutz, Sozialgeheimnis, SGB X, EU-DSGVO, Zweckbindung und informationelle Selbstbestimmung.

Warum ist das Sozialgeheimnis gleichrangig mit der ärztlichen Schweigepflicht?

Es handelt sich um ein besonderes Amtsgeheimnis, das sicherstellen soll, dass niemand aufgrund der Inanspruchnahme staatlicher Sozialleistungen unbefugten Eingriffen oder einer Verletzung seiner Privatsphäre ausgesetzt ist.

Welche Rolle spielt die Einwilligung des Betroffenen bei der Datenübermittlung?

Die schriftliche Einwilligung des Betroffenen ist in der Regel die Grundvoraussetzung für eine rechtmäßige Übermittlung von Sozialdaten, wobei der Zweck der Datenverwendung transparent und verständlich dargelegt werden muss.

Was bedeutet "Datenminimierung" im Kontext der Arbeit?

Es handelt sich um das Prinzip, dass Verantwortliche nur die personenbezogenen Daten erheben und speichern dürfen, die zwingend erforderlich sind, um den festgelegten zulässigen Zweck zu erreichen.

Welche Neuerung brachte die EU-DSGVO primär mit sich?

Die zentrale Neuerung ist die Rechenschaftspflicht (Artikel 5 Abs. 2), die Verantwortliche verpflichtet, die Einhaltung der Datenschutzgrundsätze aktiv gegenüber den Aufsichtsbehörden zu dokumentieren.

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Details

Title
Der Sozialdatenschutz, das SGB X und die EU-DSGVO. Möglichkeiten und Grenzen
College
University of Applied Sciences Riedlingen
Grade
1,7
Author
Jacqueline Sander (Author)
Publication Year
2021
Pages
25
Catalog Number
V999282
ISBN (eBook)
9783346372642
ISBN (Book)
9783346372659
Language
German
Tags
Sozialdatenschutz Sozialdaten Personenbezogenen Daten EU-DSGVO
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jacqueline Sander (Author), 2021, Der Sozialdatenschutz, das SGB X und die EU-DSGVO. Möglichkeiten und Grenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/999282
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