Die Etablierung von Digital Leadership in Unternehmen. Herausforderungen und Perspektiven


Hausarbeit, 2020

15 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhalt

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1.Einleitung
1.1 Relevanz der Thematik
1.2 Ziele und Aufbau

2. Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Digitale Transformation
2.1 Auswirkungen der Digitalen Transformation auf Unternehmen (VUCA)
2.2 Digital Leadership

3.Merkmale eines Digital Leaders

4. Herausforderungen bei der Einführung des Digital Leadership

5. Schlussbetrachtung
5.1 Haupterkenntnisse

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb.1 Emotionale Intelligenz in VUCA-Zeiten In Anlehnung an Uwe Riegel, 2020 URL: https://zwei2eins.de/de/what/leadership/vuca-welt/ Abrufdatum 16.12.2020

Abb.2 Das Digital Leadership Rahmenwerk Hensellek S. (2020) Digital Leadership – Ein Rahmenwerk zur erfolgreichen Führung im digitalen Zeitalter, Seite 13, In: Kollmann T. (eds) Handbuch Digitale Wirtschaft. Springer Reference Wirtschaft. Springer Gabler, Wiesbaden.

Abkürzungsverzeichnis

Abb. Abbildung

Dr. Doktor

MUT Mensch Unternehmen Technologie

Prof. Professor

VUCA Englisches Akronym für die Worte vision, understanding, clarity und agility1

1.Einleitung

1.1 Relevanz der Thematik

Die Digitalisierung ist allgegenwärtig: Digitale Transformation, Künstliche Intelligenz, Big Data, Social Networking, Cloud Computing, sowie Begriffe wie Industrie 4.0 sind derzeit Themen in der digitalen Welt. All diese Technologien, sowohl als auch die derzeitige Pandemie Lage durch das Coronavirus verlangen bereits jetzt eine Neuausrichtung der bisher vorherrschenden Arbeitswelt. Digitale Technologien sind nicht nur im Begriff die Wertschöpfungsketten, Geschäftsmodelle und Strukturen von Organisationen zu ändern, sondern gesamte Unternehmen. Die Umsetzung der digitalen Transformation wird in Zukunft über den Fortbestand von Firmen entscheiden. Um diese Veränderung im Unternehmen nachhaltig umzusetzen, gilt es Prozesse neu zu gestalten, organisieren und die Mitarbeiter bei diesem Wandel zu begleiten. Doch leider ist der dafür notwendige Führungsstil in selten in Firmen gegeben. Deshalb ist es von besonderem Nachdruck, sich mit dem Thema „ Digital Leadership “ genauer zu befassen.

1.2 Ziele und Aufbau

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Veränderung der Arbeitswelt durch die digitale Transformation und mit dem Einfluss dieser auf die Führung. Ebenso wird untersucht, was Organisationen bei der Einführung dieses neuen Führungskonzepts beachten sollten. Letztendlich werden durch Literaturrecherche die Eigenschaften und Anforderungen eines Digital Leaders dargestellt. Zunächst werden hierzu in Kapitel 2 auf die Grundlagen: Digitale Transformation anschließend auf die Auswirkungen dieser auf Unternehmen und final auf den Begriff Digital Leadership eingegangen. Folgend werden in Kapitel 3 erforderliche Merkmale eines Digital Leaders hervorgehoben. Aus diesen vorherigen Kapiteln werden im vierten Kapitel die Herausforderungen bei der Umsetzung von Digital Leadership im Unternehmen behandelt. Zusammenfassend erfolgt im Schlussteil Kapitel 5 ein Fazit der Arbeit, darin wird auf Optimierungsmöglichkeiten

2. Konzeptionelle Grundlagen

2.1 Digitale Transformation

Die digitale Transformation, oder auch digitaler Wandel genannt, bezeichnet den

Fortschritt durch digitale Technologien. Dieser umfasst nicht nur die Wirtschaft, sondern die gesamte Gesellschaft. Prof. Dr. Helmut Krcmar definiert vier Eigenschaften für diesen Prozess. Diese sind die Unausweichlichkeit und aus der Sicht der Kunden Unumkehrbarkeit. Sie besitzen eine sehr hohe Veränderungsgeschwindigkeit und die Unsicherheit in der Ausführung. Es geht dabei nicht darum, wie Unternehmen diesen Veränderungsprozess umgehen können, sondern wie sie diesen aktiv mitgestalten können.2 Ein Teilgebiet dieses Prozesses stellt das „Digital Leadership“ dar.

2.1 Auswirkungen der Digitalen Transformation auf Unternehmen (VUCA)

Durch die digitale Transformation stehen Unternehmen vor neuen Anforderungen. Hierbei nehmen die Vernetzung und Zusammenarbeit der Mitarbeiter und Abteilungen innerhalb und außerhalb der Firmen eine wichtige Rolle ein. Der Faktor des Standorts und die am Ort vorhandene Infrastruktur werden unwichtig, da die Teamarbeit durch digitale Software erfolgt.3 In den täglichen Geschäftsprozessen sind die Zeit und Örtlichkeit nicht mehr von Bedeutung, gleich wird der Prozess an sich von der Kollaboration in den Schatten gestellt. Die Zusammenarbeit wird dahingehend verändert, dass kurzlebige und virtuelle Teams die klassische hierarische Struktur ersetzen. Dies beeinflusst ebenfalls die Art der Kommunikation in den Gruppen. Statt einzelnem wird das sogenannte „Schwarmwissen“ immer wichtiger. Dies lässt auch neue Beschäftigungsformen, wie zum Beispiel das „Crowdworking“ entstehen.4 Dadurch wird die Arbeitsweise und Agilität grundlegend verändert, sodass Innovationsprozesse nicht mehr durch einzelne Prozesse resultieren, sondern durch die Interaktion innerhalb der Gemeinschaft. Daraus ergibt sich eine noch häufigere und schnellere Entwicklung von Innovationen und Veränderungen in immer kürzeren Zeitabständen. Infolgedessen können schärfere Wettbewerbssituationen entstehen.5

Die Werte der Arbeitnehmer befinden sich ebenfalls im Wandel, dies stellt den Anspruch an die Unternehmen, diesen Wertewandel auch zu vollziehen. Gefordert werden mehr Flexibilisierung, Mobilisierung, Verantwortungs- und Risikobereitschaft sowie mehr Entscheidungsfreiheiten des einzelnen Mitarbeiters. Dies soll dem Arbeitnehmer eine bessere Vereinbarkeit von Freizeit und Arbeitsleben ermöglichen. Unternehmer und Angestellte stehen auf der anderen Seite vor der Herausforderung, dieses flexible Arbeiten effizient und verantwortungsvoll zu gestalten6. Diese Flexibilität, die Freiheiten sowie diese effektiv am Arbeitsplatz zu nutzen, führen zu großen Veränderungen innerhalb der Unternehmenskultur. Diese Kultur wird von einer anwesenheitsorientierten in eine ergebnisorientierte verändert. Durch diese Summe an Veränderungen der Rahmenbedingungen des Arbeitsalltags und auch durch die Änderung der Denkweise im Geist der Firma entsteht eine sogenannte VUCA-Umwelt. Mit dieser neuen Umwelt müssen Führungskräfte und Unternehmen nun umgehen, um weiterhin am Markt zu überleben. Der Begriff VUCA ist ein englisches Akronym für die Führung bedeutet es, sie muss mit schnelleren Veränderungen (Volatility), größerer Unsicherheit (Uncertainity), höherer Komplexität (Complexity) und breiten Widersprüchen (Ambiguity) fertig werden.7 Er umfasst neben diesen Punkten weitere der emotionalen Intelligenz wie in Abbildung1 veranschaulicht und beschreibt die Phänomene „offener, selbstorganisierender Systeme“. Mitarbeiter, Teams und Unternehmen sind solche Systeme.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1 Eigene Darstellung in Anlehnung an Uwe Riedel 2020

2.2 Digital Leadership

Leadership aus dem Englischen übersetzt, bezeichnet den Stand oder die Position, ein Anführer zu sein8. Es ist ein Begriff für eine erfolgreiche Führungsstrategie, welche über die Zeit für den mitarbeiterorientierten Führungsstil eingeführt wurde.9 Der Begriff des „Digital Leadership“ wurde dagegen bisher nicht klar festgelegt, im digitalen Zeitalter ist er nicht nur auf die eigentliche Mitarbeiterführung beschränkt. Eine Digital Leadership Position beschäftigt sich mit Menschen, Geschäftsmodellen, Kunden und Prozessen in gleichen Maßen. Es geht darum, Ressourcen auf allen Stufen zu nutzen. Dies umfasst die menschliche, organisatorische und technologische Ebene. Sie klärt die Frage, wie sich etwas neues Innovatives, das sich durch Ressourcen wie neue Technologien, Mitarbeitergenerationen und Mitarbeiterkompetenzen ergibt nutzen lässt. Es geht bei diesem Thema nicht um das „Digitale“ an sich, sondern um die Nutzung und Herbeiführung einer positiven Wirkung.10 Im Digital Leadership muss eine Vision der Digitalisierung für das Unternehmen formuliert werden, welche über die Zeit dem Stand der Technologien angepasst wird. Diese muss klar artikuliert, sinnstiftend holistisch und nachhaltig sein. Es muss immer auf den Kunden bzw. den Mitarbeiter ausgerichtet sein, wobei der Leader Barrieren abbaut, und als Vorbild voranschreitet, um den Wandel zu fördern (siehe Abb.2). Von Mitarbeitern und Kunden müssen allerdings dem Ganzen mit Offenheit für das nötige digitale Mind- und Skillset gegenüberstehen.11

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2 Das Digital Leadership Rahmenwerk Hensellek,Simon 2020

[...]


1 Vgl. (Bendel 2019)

2 Vgl. (Krcmar 2015)

3 Vgl.S.12 (Welpe, Brosi und Schwarzmüller 2018)

4 Vgl.S.214-216 (Oelsnitz, Staiger und Schmidt 2020)

5 Vgl.S.15 (Crummenerl und Kemmer 2015)

6 Vgl.S.2-4 (Dr. Wolff von der Sahl und Dr. Achtenhagen 2013)

7 Vgl. S.5 (Rascher 2019)

8 Vgl.S.872 (Wehmeier, McIntosh und Turnbull 2005)

9 Vgl. (Schröder 2019)

10 Vgl.S.8 (Schwaferts 2017)

11 Vgl.S.9 (Hensellek 2020)

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Die Etablierung von Digital Leadership in Unternehmen. Herausforderungen und Perspektiven
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
2,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V999335
ISBN (eBook)
9783346385031
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digital Leadership, Vuca, Digitalisierung, Führung, Leadership, Industrie 4.0
Arbeit zitieren
Michel Martin (Autor), 2020, Die Etablierung von Digital Leadership in Unternehmen. Herausforderungen und Perspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/999335

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