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Konjunktureller Einfluss von Schattenbanken. Vorbei am Machtbereich der Europäischen Zentralbank

Titel: Konjunktureller Einfluss von Schattenbanken. Vorbei am Machtbereich der Europäischen Zentralbank

Hausarbeit , 2020 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stanislaw Nikolajew (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem konjunkturellen Einfluss von Schattenbanken und den damit verbundenen Problemstellungen sowie Lösungen für diese. Hierfür werden zunächst die Vor- sowie die Nachteile von Schattenbanken für die Ökonomie betrachtet. Anschließend werden Lösungsansätze zur Regulierung von Schattenbanken vorgestellt. Letztlich wird eine persönliche Schlussfolgerung getroffen.

Im Jahre 2008, am Anfang der Weltfinanzkrise entstand die Bezeichnung 'Schattenbank'. Dieser Ausdruck ist auch der heutigen Ökonomie ein Begriff und dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank Mario Draghi ein Dorn im Auge. So werden Schattenbanken als Finanzunternehmen oder zweckdienliche Zusammenschlüsse von Unternehmen gesehen, die große Mengen Geld außerhalb des Machtbereichs der Europäischen Zentralbank in den Markt einfließen lassen und das Gleichgewicht des Marktes beeinflussen können.

Schattenbanken als ökonomische Akteure nehmen bankenähnliche Funktionen wahr, sind aber keine Banken und unterliegen deshalb keinen Regulierungen für Kreditinstitute. Auffallend erkennbar zeigt sich, dass Schattenbanken längst ein Teil unserer Gesellschaft geworden sind und sich als unkontrollierte bankenähnliche Akteure des globalen Finanzsystems in einem stetig wachsenden Markt befinden. Der Unternehmenssitz befindet sich meist in Ländern mit einer sich auf das Unternehmen positiv auswirkenden Gesetzgebung. Diese Gesetzgebung bietet diesen Schattenbank-Unternehmen höchste Privatsphäre und alle Vorteile eines Steuerparadieses.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Wissenschaftliche Ausarbeitung

Beantwortung der Fragestellung

Nachteile für die Ökonomie

Vorteile für die Ökonomie

Lösungen zur Regulierung von Schattenbanken

Persönliche Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit setzt sich kritisch mit der wachsenden Bedeutung des unregulierten Schattenbankensektors innerhalb der EU auseinander. Das primäre Ziel ist es, die systemischen Risiken dieser Akteure zu analysieren, ihre Auswirkungen auf die globale Stabilität zu untersuchen und potenzielle Regulierungsansätze zu bewerten, um zukünftige Finanzkrisen zu verhindern.

  • Definition und Funktionsweise von Schattenbanken
  • Analyse der ökonomischen Risiken und systemischen Gefahren
  • Untersuchung von Vorteilen für Agilität und Rendite
  • Bewertung von Lösungsansätzen zur Regulierung durch internationale Gremien
  • Zusammenhang zwischen Schattenbanken und globalen Wirtschaftskrisen

Auszug aus dem Buch

Nachteile für die Ökonomie

So beschreibt ein führender US-amerikanischer Ökonom im Jahr 2007, den Begriff der Emittenten hypothekenbesicherter Wertpapiere und gibt diese als entscheidender Verursacher […] „an der Entstehung der amerikanischen Hypothekenblase und damit der Finanzkrise von 2008 […]“.4 Der Begriff der Emittenten hypothekenbesicherter Wertpapiere hat sich durch das zuspielen positiver Faktoren auf dem weltweiten Finanzsektor erweitert und es haben sich im Laufe der Jahre verschiedene Derivate hieraus gebildet. So haben Schattenbanken zwar keinen Zugang zu Zentralbankreserven und können keine Geldschöpfung betreiben. Jedoch können diese mittels Aktivitäten wie der von Hedge- oder Geldmarktfonds, Kreditversicherungen und Verbriefungsinstrumenten Geld in den freien Markt transferieren. Dieses Geld besitzen diese Unternehmen entweder tatsächlich selbst oder es wird ihnen von Anlegern ohne das Anrecht auf eine Anlagesicherung zur Verfügung gestellt.

Schattenbanken differenzieren sich von regulären Finanzinstituten durch folgende Eigenschaften: „Als Schattenbanken werden nach Definition des Finanzstabilitätsrats diejenigen Akteure und Aktivitäten auf den Finanzmärkten bezeichnet, die bankähnliche Funktionen (insbesondere im Kreditvergabeprozess) wahrnehmen, aber keine Banken sind und somit nicht der Regulierung für Kreditinstitute unterliegen. Regulierte Kreditinstitute können manche Geschäfte an spezialisierte Schattenbanken auslagern und so – durchaus legal – Regulierungsmaßnahmen umgehen. Da die Finanzkrise gezeigt hat, dass vom Schattenbankensystem systemische Risiken ausgehen können, wird inzwischen auf globaler Ebene sowie auf EU-Ebene eine Regulierung angestrebt. Schattenbanken sind im Prinzip kein Teil der halblegalen oder illegalen „Schattenwirtschaft“, aber – wie überall sonst – gibt es auch Schattenbanken, die halblegal in einer rechtlichen Grauzone oder illegal agieren.“

Zusammenfassung der Kapitel

Wissenschaftliche Ausarbeitung: Einführung in die Thematik durch eine aktuelle Pressemitteilung von EZB-Chef Mario Draghi, die auf die Gefahren des Schattenbankensektors hinweist.

Beantwortung der Fragestellung: Definition des Begriffs Schattenbank als Finanzunternehmen, das bankähnliche Funktionen außerhalb der direkten Kontrolle der Europäischen Zentralbank wahrnimmt.

Nachteile für die Ökonomie: Analyse der systemischen Risiken durch unregulierte Kreditgeschäfte und die Rolle von Schattenbanken bei der Entstehung von Finanzblasen.

Vorteile für die Ökonomie: Darstellung der unternehmerischen Vorteile wie gesteigerte Flexibilität und höhere Renditechancen durch den Wegfall strenger Bankenregulierungen.

Lösungen zur Regulierung von Schattenbanken: Erörterung der Strategien des Finanzstabilitätsrates zur indirekten Regulierung über die Interaktionen mit klassischen Banken.

Persönliche Schlussfolgerung: Plädoyer für eine international einheitliche Gesetzgebung zur Aufsicht aller Finanzmarktakteure, um die Stabilität des Finanzsystems langfristig zu sichern.

Schlüsselwörter

Schattenbanken, Finanzstabilitätsrat, EZB, Finanzkrise 2008, Systemische Risiken, Regulierung, Bankenregulierung, Regulierungsarbitrage, Kapitalmarkt, Finanzaufsicht, Hedgefonds, Geldmarktfonds, Kreditauslagerung, Geldstabilität, Finanzsystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Rolle von Schattenbanken, die außerhalb der direkten Aufsicht der Europäischen Zentralbank agieren, und bewertet die daraus resultierenden wirtschaftlichen Chancen und Risiken.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die Definition des Schattenbankensektors, die historische Bedeutung für die Finanzkrise 2008, die Abgrenzung zu regulierten Banken sowie Ansätze zur internationalen Regulierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie unregulierte Finanzakteurssysteme die globale Wirtschaftsleistung beeinflussen und welche Maßnahmen notwendig sind, um diese in ein stabiles Aufsichtssystem zu integrieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Ausarbeitung auf Basis aktueller Fachliteratur, Wirtschaftsberichten und Pressemitteilungen renommierter Institutionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Schattenbanken, die Untersuchung der Vor- und Nachteile für die Ökonomie sowie eine konkrete Auseinandersetzung mit regulatorischen Ansätzen des Finanzstabilitätsrates.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Schattenbanken, systemische Risiken, Regulierungsarbitrage, Finanzstabilität und internationale Bankenaufsicht.

Wie unterscheidet sich das Geschäftsmodell einer Schattenbank von einer klassischen Bank?

Während regulierte Banken strengen Eigenkapitalvorschriften und Einlagesicherungen unterliegen, nutzen Schattenbanken den freien Markt und "Grauzonen", um ohne diese Auflagen hochspekulative Geschäfte mit dem Ziel höherer Renditen zu tätigen.

Warum warnt der Finanzstabilitätsrat explizit vor der Verlagerung von Krediten zu Nichtbanken?

Die Verlagerung erschwert die Kontrolle durch Aufsichtsbehörden, da ein wachsender Anteil der Finanzierungen außerhalb des regulierten Bankensektors stattfindet und somit das systemische Risiko unkontrolliert ansteigt.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konjunktureller Einfluss von Schattenbanken. Vorbei am Machtbereich der Europäischen Zentralbank
Hochschule
Hochschule Burgenland  (Austrian Institute of Management)
Note
1,0
Autor
Stanislaw Nikolajew (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V999571
ISBN (eBook)
9783346408839
ISBN (Buch)
9783346408846
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schattenbanken Europäische Zentralbank
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stanislaw Nikolajew (Autor:in), 2020, Konjunktureller Einfluss von Schattenbanken. Vorbei am Machtbereich der Europäischen Zentralbank, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/999571
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Leseprobe aus  14  Seiten
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