Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Kommunikation zwischen dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Bevölkerung bezüglich der Corona-Krise. Hierfür wird das Twitter-Profil Spahns vom 12. bis 16. Dezember 2020 untersucht. Die Relevanz dieses Themas ergibt sich aus der Aktualität, der zunehmenden Bedeutung der sozialen Medien in unserer Gesellschaft und der zentralen Bedeutung des Bundesgesundheitsministers in der Corona-Krise. Das Ziel ist es, herauszufiltern und zu kategorisieren, wie Jens Spahn auf seinem Twitter Account im gewählten Zeitraum kommuniziert.
Zu Beginn sollen die zentralen Begriffe erläutert werden, bevor auf die Krisenkommunikation allgemein eingegangen wird. Hierbei werden auch wichtige Grundsätze vorgestellt, die zu einer erfolgreichen Krisenkommunikation führen. Anschließend soll auf die sozialen Medien und speziell die Rahmenbedingungen des Kurznachrichtendienstes Twitter eingegangen werden. Daraufhin wird Jens Spahns Stellung sowohl im Kabinett als auch in der Corona-Krise herausgearbeitet. Den Kern der Arbeit bildet eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring. Als Datensatz dienen dabei alle Beiträge (Tweets) des Twitter Profils von Jens Spahn, im Zeitraum vom 12. – 16. Dezember 2020.
Dieser Zeitraum wird gewählt, da dies die Tage kurz vor und während des Beginns des 2. Lockdowns in Deutschland sind. Hierbei wird nur der Text der verschiedenen Tweets analysiert. Bilder und Videos bleiben außen vor. Da zur Krisenkommunikation speziell auf Twitter kaum Quellen existieren, wird in diesem Zusammenhang eine induktive Vorgehensweise gewählt. Abschließend soll die Arbeit mit einer kurzen Bilanz des Analyseteils und einem Ausblick auf mögliche weitere Forschungsdimensionen beendet werden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Die Begriffe
2 Krisenkommunikation
3 Krisenkommunikation in den sozialen Medien
4 Die Stellung des Bundesgesundheitsministers
4.1 Im Kabinett
4.2 In der Corona Krise
5 Methodisches Vorgehen
6 Ergebnisse und Diskussion
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Kommunikationsstrategie des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn während der COVID-19-Pandemie zu untersuchen, wobei der Fokus auf dem Zeitraum unmittelbar vor und während des zweiten Lockdowns im Dezember 2020 liegt. Mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring wird erforscht, welche inhaltlichen Schwerpunkte in den Twitter-Beiträgen gesetzt wurden.
- Analyse der Krisenkommunikation in sozialen Medien, speziell Twitter.
- Untersuchung der kommunikativen Rolle des Bundesgesundheitsministers.
- Identifikation zentraler Themenfelder (z. B. Impfstoff, Lockdown, AHA-Regeln).
- Evaluation der gewählten Kommunikationsmethoden und deren Zielgruppenorientierung.
Auszug aus dem Buch
6 Ergebnisse und Diskussion
Die erste ermittelte Kategorie (K1) umfasst alle Tweets, die den Impfstoff als Weg aus der Corona-Krise behandeln. Es handelte sich um den Impfstoff der Firma „BioNTech“. Hier zeigt sich eine besonders starke Differenzierung in weitere Unterkategorien. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kommunizierte demnach im analysierten Zeitraum sehr viele verschiedene Aspekte der anstehenden Impfkampagne. So wurde auf den Beginn des Baus verschiedener Impfzentren und den bisherigen nationalen Impfplan eingegangen. Zum anderen ging es konkret um die Zulassung des ersten Impfstoffes der Firma „BioNTech“ und den Start der Impfungen. Aber auch auf Zweifel und Sorgen in der Bevölkerung, wie eine zu schnelle Zulassung des Impfstoffes ohne eine ausreichende Prüfung oder mögliche Nebenwirkungen wurde eingegangen. Auffällig war in dieser Kategorie die häufige Erwähnung, dass sich die EU und Deutschland bewusst gegen eine Notzulassung entschieden haben, um das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, sodass sich möglichst viele Bürger:innen impfen lassen können.
„Wir haben uns von Anfang an für eine ordentliche #Impfzulassung entschieden. Das ist wichtig für das Vertrauen. Am Ende machen wir den Unterschied in dieser #Pandemie nur, wenn sich möglichst viele Bürger:innen impfen lassen.“ @jensspahn im @heutejournal (16.12.2020 / 1)
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es wird die Relevanz der Krisenkommunikation während der Pandemie sowie das methodische Vorgehen der Inhaltsanalyse des Twitter-Profils von Jens Spahn erläutert.
1 Die Begriffe: Definition der zentralen Termini wie Krise, Pandemie und Covid-19, um ein fundiertes Verständnis der Problematik zu ermöglichen.
2 Krisenkommunikation: Darstellung der Grundprinzipien erfolgreicher Krisenkommunikation, wie Aktivität, Transparenz und die "One-Voice-Policy".
3 Krisenkommunikation in den sozialen Medien: Analyse der Bedeutung von Plattformen wie Twitter für staatliche Institutionen und die damit verbundenen Chancen sowie Herausforderungen.
4 Die Stellung des Bundesgesundheitsministers: Untersuchung der Rolle des Ministers im Kabinett sowie die rechtliche Einordnung seiner Befugnisse während der Corona-Krise.
5 Methodisches Vorgehen: Detaillierte Beschreibung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der gesammelten Tweets.
6 Ergebnisse und Diskussion: Vorstellung des entwickelten Kategoriensystems und Interpretation der kommunikativen Schwerpunkte von Jens Spahn.
7 Fazit: Zusammenfassende Bilanz der Untersuchungsergebnisse und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Krisenkommunikation, Jens Spahn, Twitter, COVID-19, Impfstoff, Lockdown, Inhaltsanalyse, Mayring, Gesundheitsminister, Pandemie, Soziale Medien, politische Kommunikation, Impfkampagne, Vertrauensbildung, AHA-Regeln
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Kommunikation des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn auf Twitter während der kritischen Phase kurz vor dem zweiten Lockdown im Dezember 2020.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Impfstoff als Lösungsweg, Appellen an die Vernunft der Bürger, Forderungen nach schärferen Maßnahmen sowie dem Vertrauensaufbau in staatliches Handeln.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die kommunikative Strategie des Ministers zu kategorisieren und zu verstehen, wie er Twitter nutzte, um die Bevölkerung in der Krise zu informieren und zu führen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, um die Beiträge (Tweets) systematisch auszuwerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Neben den theoretischen Grundlagen zu Krisenkommunikation und sozialen Medien wird die Rolle des Gesundheitsministers analysiert und das Kategoriensystem auf die Tweets angewendet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Krisenkommunikation, Pandemie-Management, politische Kommunikation auf Twitter, Impfstrategie und öffentliche Vertrauensbildung.
Warum wurde der Zeitraum vom 12. bis zum 16. Dezember 2020 gewählt?
Dieser Zeitraum markiert die Tage unmittelbar vor und während des Beginns des zweiten Lockdowns in Deutschland, was die Kommunikation besonders bedeutsam machte.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Twitter für Jens Spahn?
Twitter wird als ein wichtiges Instrument für zielgruppengerechte, transparente und schnelle Kommunikation bewertet, um eine hohe Aktivität des Ministers zu gewährleisten.
Welche Rolle spielt der Impfstoff in Spahns Kommunikation?
Der Impfstoff wird als zentrales Hoffnungssymbol dargestellt, wobei die ordentliche Zulassung besonders betont wurde, um das Vertrauen in die wissenschaftlichen Standards und die EU zu stärken.
- Citar trabajo
- Julia Pabst (Autor), 2021, Twitter-Kommunikation des Bundesgesundheitsministers in der Corona-Krise. Inhaltsanalyse des Twitter-Profils von Jens Spahn, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/999957