Die theoretische Debatte um 5.5 designers befasst sich maßgeblich mit der ontologischen Stellung des Designs in der Moderne. Während Design traditionell über seine Zweckmäßigkeit und die Problemlösung innerhalb technischer oder sozialer Rahmenbedingungen definiert wurde, stellt die Annäherung an den Kunstbegriff diese Grundlagen infrage. Forschungsfragen kreisen hierbei um die Ästhetik des Objekts, den Status des Schöpfers und die Frage, ob die Intentionalität eines Entwurfs primär der Funktion oder der rein visuellen und konzeptionellen Aussage verpflichtet ist. Dabei werden sowohl soziologische als auch kunsthistorische Perspektiven herangezogen, um die gesellschaftliche Relevanz dieser hybriden Formen zu bewerten. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die methodische Herangehensweise an die Analyse zeitgenössischer Gestaltungsformen. Es gilt zu verstehen, wie sich die Rollenprofile von Designer und Künstler verschieben und welche Auswirkungen dies auf die Produktion und Rezeption von Objekten hat. Die Untersuchung umfasst dabei auch die institutionelle Einordnung, etwa in Museen oder Galerien, und wie diese Räume die Wahrnehmung von Design als eigenständige Kunstform mitgestalten. Diese wissenschaftliche Auseinandersetzung hilft dabei, die evolutionäre Entwicklung gestalterischer Diskurplinen nachzuvollziehen. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN, sofort als PDF und eBook, viele als Print-on-Demand.