Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Carolee Schneemann umfasst weitreichende Diskurse über die Dekonstruktion des männlichen Blicks und die Etablierung einer körperbasierten Ästhetik. In der Kunsttheorie wird untersucht, wie durch die Performance das traditionelle Subjekt-Objekt-Verhältnis aufgebrochen wird. Dabei stehen insbesondere die Schnittstellen zwischen feministischer Theorie, der Phänomenologie des Körpers und der Untersuchung von Identitätsprozessen im Fokus. Die Forschung setzt sich damit auseinander, wie körperliche Präsenz genutzt werden kann, um hegemoniale Strukturen in der visuellen Kultur sichtbar zu machen und zu hinterfragen. Über die reine Kunstgeschichte hinaus lassen sich die Ansätze Schneemanns in gesellschaftswissenschaftliche und medienphilosophische Debatten integrieren. Es geht dabei um die Frage, wie visuelle Repräsentationen auf globale Krisen, politische Umbrüche oder veränderte gesellschaftliche Normen reagieren. Die Analyse ihrer Wirkungsgeschichte zeigt, wie die Erweiterung des Kunstbegriffs durch performative Praktiken die Grundlagen für spätere avantgardistische Bewegungen gelegt hat. Du findest zu diesem Thema wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.