In der Forschung wird die kognitive Flexibilität oft im Kontext der Selbstregulation und der Problemlösekompetenz untersucht. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der Unterscheidung zwischen der Fähigkeit zum Set-Shifting, also dem Wechsel zwischen Aufgabenregeln, und der mentalen Anpassungsfähigkeit an abstrakte neue Situationen. Theoretische Modelle betrachten diese Kapazität häufig als Teil eines übergeordneten Kontinuums kognitiver Kontrollprozesse, die maßgeblich durch die neuronale Vernetzung im präfrontalen Cortex gesteuert werden. Die wissenschaftliche Diskussion befasst sich zudem intensiv mit der Frage, inwieweit kognitive Flexibilität durch Lernprozesse oder gezielte pädagogische Interventionen gefördert werden kann. Hierbei spielen konstruktivistische Ansätze eine Rolle, die davon ausgehen, dass Wissen durch die aktive Auseinandersetzung mit komplexen, sich wandelnden Problemen aufgebaut wird. Angrenzende Disziplinen wie die Neuropsychologie und die Didaktik untersuchen dabei die Schnittstellen zwischen biologischen Voraussetzungen und erlernten Verhaltensmustern. Du findest zu diesem Thema wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.