Die Theorie des estrangement hat ihre Wurzeln im russischen Formalismus, wo sie von Theoretikern wie Wiktor Skłowski und Boris Ejchenbaum entwickelt wurde. Sie besagt, dass die Aufgabe der Literatur nicht darin besteht, die Wirklichkeit abbilden, sondern vielmehr, die Aufmerksamkeit des Lesers auf die Form und Struktur des Werks zu lenken. Durch die Verwendung von estrangement können Autoren und Künstler somit die Konventionen und Erwartungen des Lesers unterlaufen und neue Bedeutungen und Interpretationen erzeugen. Die Bedeutung von estrangement erstreckt sich jedoch über die Literaturwissenschaft hinaus und wird auch in anderen Disziplinen wie der Philosophie, der Soziologie und der Psychologie diskutiert. In diesen Kontexten wird estrangement oft als ein Mittel zur Analyse und Kritik von sozialen und kulturellen Phänomenen verwendet. Du findest wissenschaftliche Arbeiten zu estrangement als PDF und eBook, viele auch als Print-on-Demand, bei GRIN.