Im Zentrum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung steht die Frage, unter welchen Voraussetzungen der Schutz des gutgläubigen Erwerbs greift und wie die Sorgfaltspflichten des Erwerbers zu bemessen sind. Besonders komplex gestaltet sich die Problematik bei der Verknüpfung von Registerdaten, wie etwa im Grundbuchrecht, mit den tatsächlichen Eigentumsverhältnissen. Hierbei müssen rechtliche Dogmatiken darüber entschieden werden, wann ein Irrtum als gerechtfertigt gilt und ab wann die Fahrlässigkeit eines Beteiligten den Schutzstatus entzieht. Zudem spielen die Beweislastregeln eine entscheidende Rolle, um die Rechtsklarheit in komplexen Transaktionsketten zu sichern. Neben der klassischen Anwendung im Sachenrecht rücken auch spezialisierte Bereiche wie das Handelsrecht oder das internationale Wirtschaftsrecht in den Fokus der Forschung. In diesen Kontexten stellt sich oft die Herausforderung, den Schutz des Vertrauens mit den Anforderungen an die Prüfungstiefe bei grenzüberschreitenden Lieferungen oder gesellschaftsrechtlichen Strukturen in Einklang zu bringen. Die Forschung untersucht dabei methodisch, wie sich die Anforderungen an die Prüfungspflichten durch die Digitalisierung und die zunehmende Komplexität der globalen Märkte verändern. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.