In der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung bildet der Konkurrenzvergleich die Grundlage für strategische Entscheidungsfindungen und die Entwicklung von Wettbewerbsvorteilen. Dabei werden verschiedene methodische Ansätze genutzt, um über die reine quantitative Kennzahlenanalyse hinaus auch qualitative Merkmale wie Markenreputation, Innovationskraft oder Unternehmenskultur zu erfassen. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der Identifikation von Differenzierungsmerkmalen, die ein Unternehmen von seinen Mitbewerbern abheben. Theorien wie das Ressourcenbasierte Sicht (Resource-based View) oder die Porter'sche Five-Forces-Analyse liefern hierfür die theoretischen Rahmenbedingungen, um die strukturelle Attraktivität von Märkten und die Interdependenzen zwischen den Akteuren zu verstehen. Die methodische Umsetzung variiert stark je nach Anwendungsgebiet, wobei insbesondere die Benchmark-Analyse und die Branchenanalyse dominieren. Während Benchmarking oft auf die Optimierung interner Prozesse durch den Vergleich mit Best Practices abzielt, konzentriert sich die strategische Analyse auf die langfristige Positionierung im Marktumfeld. Disziplinär wird der Konkurrenzvergleich sowohl in der Mikroökonomie als auch in der angewandten Betriebswirtschaft diskutiert, wobei aktuelle Debatten vermehrt die Auswirkungen der Digitalisierung und der Plattformökonomie auf die traditionellen Wettbewerbsmodelle untersuchen. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.