In der politikwissenschaftlichen und ökonomischen Theorie bildet der Neo-Neo-Liberalismus ein kritisches Analyseinstrument, um die Transformationen des spätkapitalistischen Systems zu verstehen. Ein zentraler Fokus liegt auf der Untersuchung, wie die Deregulierung der Finanzmärkte und die Etablierung globaler Governance-Strukturen neue Machtverhältnisse schaffen. Dabei wird diskutiert, inwiefern der Staat seine Rolle von der direkten Intervention hin zu einer indirekten Rahmensetzung verschiebt, die primär die Stabilität des Marktes und die Bewegungsfreiheit des Kapitals sichert. Die Forschung setzt sich intensiv mit den systemischen Risiken auseinander, die aus dieser spezifischen Konstellation hervorgehen, insbesondere im Hinblick auf Finanzkrisen und die Volatilität globaler Ökonomien. Es entstehen spannungsgeladene Debatten über die Frage, ob diese Entwicklungen eine irreversible Etablierung marktzentrierter Regierungsformen darstellen oder ob die daraus resultierenden Instabilitäten zu einer grundlegenden Neuausrichtung politischer und ökonomischer Interventionsmuster führen könnten. Angrenzende Diskurse verknüpfen diese Fragestellungen zudem mit soziologischen Aspekten der gesellschaftlichen Transformation. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN, sofort als PDF und eBook, viele als Print-on-Demand.