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Wissenschaftliche Texte zu  neuerzählung

Der Begriff neuerzählung beschreibt die literarische Praxis, bestehende Mythen, Sagen oder historische Stoffe in einen zeitgenössischen Kontext zu überführen. In der Literaturwissenschaft bildet dieses Phänomen ein zentrales Untersuchungsfeld, um die Transformation von Narrativen und deren gesellschaftliche Relevanz zu analysieren. Dabei geht es primär um die kreative und kritische Auseinandersetzung mit tradierten Stoffen durch moderne Formate.

2  Veröffentlichungen
  • Brautnächte in der 10. Âventiure. Gewaltdarstellung im Nibelungenlied
    Handschrift B versus Neuerzählung von Franz Fühmann
    Titel: Brautnächte in der 10. Âventiure. Gewaltdarstellung im Nibelungenlied
    Autor:in: Anonym (Autor:in)
    Fach: Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
    Kategorie: Hausarbeit , 2019 22 Seiten , Note: 1,3
    Katalognummer: 1335580
    Preis: US$ 18,99
  • Portfolio zu Franz Fühmanns Neuerzählung des Nibelungenlieds
    Titel: Portfolio zu Franz Fühmanns Neuerzählung des Nibelungenlieds
    Autor:in: Kaya Kralinger (Autor:in)
    Fach: Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
    Kategorie: Ausarbeitung , 2022 19 Seiten , Note: 1.0/A+
    Katalognummer: 1185657
    Preis: US$ 15,99

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der neuerzählung befasst sich oft mit der Spannung zwischen Originaltreue und künstlerischer Freiheit. Forscher untersuchen, wie durch die Rekonstruktion oder Umdeutung alter Stoffe neue Bedeutungsebenen entstehen, die etwa geschlechtsspezifische Rollenbilder oder Machtstrukturen hinterfragen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, wie literarische Transformationen die Wahrnehmung von kulturellem Erbe beeinflussen und welche erzählerischen Strategien genutzt werden, um die Distanz zwischen dem antiken oder mittelalterlichen Ausgangsstoff und der modernen Rezipientenschaft zu überbrücken. Methodisch greifen Studien zur neuerzählung häufig auf die Komparatistik, die Narratologie und die Kulturwissenschaften zurück. Es werden untersucht, inwiefern die Überarbeitung von Stoffen als Akt der kulturellen Aneignung oder als Form des Widerstands gegen hegemoniale Deutungsmuster fungiert. Neben der rein textuellen Analyse spielt auch die Intertextualität eine entscheidende Rolle, um die Bezüge zwischen dem Urtext und der adaptierten Fassung präzise zu verorten. So lassen sich Entwicklungen nachzeichnen, wie sich kollektive Mythen durch fortlaufende literarische Bearbeitungen wandeln. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN, sofort als PDF und eBook, viele als Print-on-Demand.

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