In der wissenschaftlichen Debatte wird die Ohnmacht oft nicht als bloßer Zustand der Passivität verstanden, sondern als dynamisches Feld, in dem sich Widerstand und Agency manifestieren. Ein zentraler Aspekt ist die Untersuchung von asymmetrischen Konflikten, bei denen Akteure ohne militärische oder ökonomische Stärke versuchen, durch symbolische Gewalt oder extreme Maßnahmen politische Veränderungen zu erzwingen. Hierbei spielen psychologische Faktoren, religiöse oder ideologische Überzeugungen sowie die soziologische Analyse von Marginalisierungsprozessen eine entscheidende Rolle für das Verständnis der Handlungslogik. Die theoretische Auseinandersetzung umfasst zudem die Frage, wie Machtstrukturen definiert werden und ab wann ein Subjekt als machtlos gilt. Disziplinen wie die politische Psychologie und die Friedens- und Konfliktforschung untersuchen, wie das Erleben von Entmachtung und die daraus resultierende Frustration zu radikalen Gruppenbildungen führen können. Dabei werden verschiedene Modelle herangezogen, um die Grenze zwischen politischer Teilhabelosigkeit und der bewussten Wahl zerstörerischer Strategien zu bestimmen. Entdecke diese wissenschaftlichen Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.