Die wissenschaftliche Betrachtung dieser Plattformen erfolgt häufig aus einer intersektionalen Perspektive, die Geschlechterrollen, Ökonomie und Technologie miteinander verknüpft. Dabei wird analysiert, inwiefern die digitale Selbstvermarktung eine Befreiung von traditionellen Strukturen der Erotikindustrie darstellt oder lediglich neue Formen der digitalen Prekarisierung und Überwachung etabliert. Diskutiert werden zudem die Auswirkungen der algorithmischen Steuerung auf die Sichtbarkeit und das Handeln derer, die ihre Sexualität kommerzialisieren. Neben der soziologischen Analyse spielt die medienpsychologische Komponente eine entscheidende Rolle, wenn es um die Konstruktion von Parasozialität und die Grenze zwischen digitaler Inszenierung und privater Realität geht. Forschungsschwerpunkte liegen hierbei auf der Frage, wie die technologische Infrastruktur die Wahrnehmung von Nähe und Authentizität im digitalen Raum beeinflusst. Es entstehen spannungsreiche Debatten über die Autonomie des Individuums innerhalb einer hochgradig kommerzialisierten Aufmerksamkeitsökonomie. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN, sofort als PDF und eBook, viele als Print-on-Demand.