Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Taximarkt konzentriert sich primär auf die Auswirkungen der digitalen Transformation auf etablierte Marktstrukturen. Ein zentraler Forschungsgegenstand ist die sogenannte Plattformökonomie, bei der Algorithmen die Vermittlung zwischen Fahrgästen und Fahrerinnen steuern. Hierbei entstehen komplexe Debatten über die Klassifizierung von Arbeitsverhältnissen innerhalb der Gig-Economy sowie über die Frage, wie staatliche Regulierung die Wettbewerbsfähigkeit und den Verbraucherschutz in einem grenzüberschreitenden digitalen Raum sicherstellen kann. Dabei werden oft Modelle der Netzwerkeffekte herangezogen, um das Wachstum neuer Markteintrittsbarrieren zu erklären. Neben der ökonomischen Perspektive spielen auch rechtliche und soziologische Fragestellungen eine wesentliche Rolle. In der Rechtswissenschaft wird untersucht, inwieweit bestehende Verkehrs- und Gewerberegelungen auf die hybriden Geschäftsmodelle der digitalen Vermittler anwendbar sind. Soziologisch betrachtet steht die Veränderung der Dienstleistungsqualität und die Transformation des Berufsstandes im Mittelpunkt der Betrachtung. Die Disziplinen verknüpfen sich hierbei in der Analyse von Marktdynamiken, die durch die ständige Verfügbarkeit von Daten und die algorithmische Preisgestaltung beeinflusst werden. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN, sofort als PDF und eBook, viele als Print-on-Demand.