Ludwig-Maximilians-Universität München
Department für Anglistik und Amerikanistik
Institut für Ethnologie und Afrikanistik
Hauptseminar: Essen und Identität aus transkultureller Sicht
Fast Food-Slow Food
Zeit, Profit und Esskultur
Elisabeth Heckl
Inhaltsverzeichnis
1. Zeichen der Zeit ... 4
1.1. Vom Kulturgut zum Wirtschaftsfaktor ... 4
1.2. Darlegung der Vorgehensweise ... 5
2. Zeit, Profit und Esskultur? ... 6
2.1. Erfolgskonzept Fast Food ... 7
2.1.1. Systemgastronomie am Beispiel McDonald’s ... 7
2.1.2. Erwartungshaltung seitens der Kundschaft ... 9
2.2. Der Einfluss des Fast Food auf die Gastronomie ... 10
2.2.1. Adaption im Restaurant am Beispiel Egger Schwabing ... 11
2.2.2. Restaurantbesuch im Alltag ... 13
4. Essen als Event - Zeit als Gütesiegel ... 15
5. Literaturverzeichnis ... 17
1. Zeichen der Zeit
Der Faktor Zeit spielt eine außerordentlich wichtige Rolle in unserer modernen Gesellschaft. Auch wenn Zeit ein abstrakter Begriff ist, den man nicht greifen kann, steht doch eines fest: Zeit ist Geld, kostbar, wertvoll und alles in allem Mangelware. Der Druck des alltäglichen Lebens erhöht sich durch die Schnelllebigkeit der Gesellschaft und wirkt sich deshalb massiv auf unseren Tagesablauf aus. Gerade deshalb wird Zeit gespart, wo es nur geht. Als Resultat wirkt sich diese Hektik auch auf die Nahrungsaufnahme aus:
Es ist ein allgegenwärtiger Topos nicht nur der Markt- und Trendforschung, dass der durchschnittliche Lebensmittelkonsument der Gegenwart und Zukunft nur wenig Zeit für Zubereitung und Verzehr aufbringen kann bzw. will.( Lincke. 2006. S. 15)
1.1. Vom Kulturgut zum Wirtschaftsfaktor
Soziologen und Ethnologen sind sich darüber einig, dass das Essen gerade im 20. Jahrhundert, eine Wandlung bezüglich seiner Funktion durchlaufen hat. Bereits mit der Erfindung der Dose war ein erster Schritt in Richtung ‚Industrialisierung der Nahrung’ getan. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden bereits bestehende Produktionsverfahren präzisiert und neue chemische Verfahren entwickelt, die schließlich dazu beitrugen, dass der Lauf der Natur nicht länger bestimmte, was auf den Teller kam, sondern die Nahrungsmittelkonzerne. (vgl. Goody.1997.S.340-356)
Divorced from its primary function of feeding people, treated simply as a commercial commodity, food loses its primary significance.(Mead.1970.S.17)
Im Amerika der 1940er Jahre übertrug sich der Industrialisierungsgedanke auch auf die Gastronomie, mit großem Erfolg, wie die zahlreichen Fastfood - Ketten beweisen, und läutete die Geburtsstunde der Systemgastronomie ein.
1.2. Darlegung der Vorgehensweise
Dass die Systemgastronomie weitreichende Auswirkungen hatte, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, da ich seit 10 Jahren in der Gastronomie tätig bin. Im Folgenden stelle ich dar, wie sich nach meinen Beobachtungen das Essverhalten der Kunden verändert hat und wie aus gastronomischer Sicht mit dieser Veränderung umgegangen wird. Theoretische Grundlage meiner Erkenntnisse sind zum einen Quellen und Studien aus den Bereichen der Ethnologie und der Soziologie, zum anderen beziehe ich mein Praxiswissen in diese Arbeit mit ein, das ich wie folgt erlangt habe:
[...]
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Elisabeth Heckl, 2008, Fast Food-Slow Food, Munich, GRIN Publishing GmbH
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