Buchmayr Melanie Internet Digital Divide
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3
1. Einleitung - "Never ending friending" 4
2. Social Networking - Die beliebtesten Netzwerke im Überblick 6
2.1. Myspace 6
2.2. Facebook 7
2.2.1. Das deutsche Pendant: "StudiVZ" 7
2.3. Last.fm 8
2.3.1. Vernetzung der Hörgewohnheiten 8
2.4. Nutzung und Risiken 9
3. Onlinesucht 15
3.1. Definition 15
3.2. Symptome 16
3.3. Therapieansätze 17
4. Videospiele Vereinsamung? 19
5. Die Generation 50plus 23
6. Resümee 25
Quellenverzeichnis 28
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Ø Abbildung 1, S. 6: Soziale Netzwerke in Deutschland;
URL: http://www.miszalok.de/Lectures/L12_GoldenInternet/I5_SocialNetworks/So cialNetworks_d.pdf (download: 29.01.2009)
Ø Abbildung 2, S. 9: Popular Social Networking Activities; URL: http://karlkapp.blogspot.com/2008/02/teens-tweens-and-social-networking.html (download: 29.01.2009)
Ø Abbildung 3, S. 10: Wie viele Plattformen werden genutzt?; URL: http://netzwertig.com/2008/02/09/zn-umfrageergebnisse-so-nutzen-user-in-deutschland-social-networks/ (download: 31.01.2009)
Ø Abbildung 4, S. 12: Personalisierte Werbung erwünscht?; URL: http://netzwertig.com/2008/02/09/zn-umfrageergebnisse-so-nutzen-user-in-deutschland-social-networks/ (download: 31.01.2009)
Ø Abbildung 5, S. 20: Kinder und Computer - Tätigkeiten 2008; URL: http://www.mpfs.de/fileadmin/KIM-pdf08/KIM08.pdf, S. 29 (download: 16.02.2009)
Ø Abbildung 6, S. 21: Dauer der Internetnutzung 2008; URL: http://www.mpfs.de/fileadmin/KIM-pdf08/KIM08.pdf, S. 41 (download: 16.02.2009)
Ø Abbildung 7, S. 23: Was ist der Generation 50plus beim Computerkauf wichtig?; URL: http://www.50plus-ans-
netz.de/content/download/9202/80901/version/3/file/Studie%20Von%20den%200 nlinern%20lernen.pdf, S. 21 (download: 15.02.2009)
Alle Abbildungen der Social-Network-Logos von den jeweiligen Homepages.
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Das Internet und alle seine Funktionen sind innerhalb der letzten 10 Jahre vom Hype zum universellen Arbeits- und Sozialisationsmedium aufgestiegen. Scheinbar grenzenlos ist das Entwicklungspotenzial, das das E-Business zu einem der bis dato schnelllebigsten macht. Nicht nur die unzähligen Möglichkeiten für die Geschäftswelt, sondern auch jene im privaten Bereich, und hier die Sparte des "Social Networking", macht die globale Vernetzung für beinahe jeden attraktiv.
Web 2.0 ist das Schlagwort der Stunde. Seit einigen Jahren geistert es verstärkt durch die Medien. Erstmals geprägt wurde der Begriff des Web 2.0 im Jahr 2004 vom O’Reilly-Verlag. Eine ausgeformte Definition wurde jedoch nicht geliefert. Bis heute ist Web 2.0 vielen Anwendern zwar ein Begriff, wissen aber meist nicht viel damit anzufangen. Und dies wird sich höchstwahrscheinlich auch nicht gravierend ändernd, da die Entwicklungen zu schnell voranschreiten, um den Erklärungsbedarf der unerfahrenen User decken zu können.
Probleme bereitet den Social Networks auch ihre eigene Unüberschaubarkeit - nicht nur des eigentlichen Zweckes wegen werden die Seiten genutzt, vielfach wird eine Social Networking Seite als Möglichkeit für kriminelle Handlungen gesehen.
Eine exzessive Nutzung des WWW kann in die Abhängigkeit, bis zur Selbstzerstörung führen. "Internet Addiction" wurde vom New Yorker Psychiater Ivan Goldberg im Scherz eingeführt. Der Begriff wurde zu einer Art Selbstläufer als die renommierte New York Times im Februar 1995 einen Artikel zu den Gefahren der Internetsucht veröffentlichte. Dem Thema der Internetsucht und der sozialen Vereinsamung haben sich in Deutschland besonders die Psychologen Nicola Döring von der TU Berlin und Bernad Batinic von der Uni Gießen angenommen. Es wurde untersucht, inwieweit deutsche Internetuser/innen tatsächlich einsamer sind bzw. weniger "reale" soziale Kontakte haben als Nicht-Internet-User/innen. Nach eigenen Aussagen der User/innen besteht keine Differenz im Vergleich zu einer Kontrollgruppe bezüglich Einsamkeitsgefühlen, Anzahl von Freunden und Bekannten und der Häufigkeit einer
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festen Partnerschaft. Interessanterweise zeigte sich in dieser Studie sogar ein positiver Zusammenhang zwischen der Anzahl realer und virtueller Bekanntschaften. 1
Bewiesenermaßen nutzen viele Menschen gerade das Medium Internet gegen die Vereinsamung und um soziale Kontakte herzustellen, dabei ist besonders die Generation 50plus Vorreiter.
Wie nun die Betreiber von Social Networks auf Fragestellungen im Zusammenhang mit kriminellen Absichten bzw. "personalisierter Werbung" reagieren, wie sich die Veränderungen des World Wide Web auf die Nutzung durch die User/innen auswirken, wie die Internetsucht therapiert wird, wie besonders die Generation 50+ dieses Medium wahrnimmt; dies sind Fragen, auf deren Beantwortung diese Arbeit ausgerichtet ist.
1 vgl. Krüger, Funke (1997)
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Die computervermittelte Kommunikation und das Internet gehen Hand in Hand: Durch die rasante Entwicklung des letzteren bieten sich auch immer mehr Möglichkeiten, das World Wide Web zur Kommunikation zu nutzen.
Interaktivität ist das neue Schlagwort schlechthin: User/innen können auf einfachste Weise eigene Inhalte im WWW veröffentlichen. Diese Grundidee beschreibt den User/die Userin als gleichzeitigen Informationskonsumenten und -produzenten. Dadurch hat sich die allgemeine Nutzung des Internets nachhaltig verändert. Das Web 2.0 stellt keine greifbare Version des Webs - wie etwa eine Software Version - dar, vielmehr beschreibt es eine Entwicklungsrichtung des Internets: Von statischen (heute als Web 1.0 bezeichnet) zu dynamischen Webseiten. 2
Abbildung 2: Soziale Netzwerke in Deutschland
2.1. Myspace
ten Thomas Anderson und Chris DeWolfe die Plattform mit dem Hintergedanken einer Datenspeicherungsanlage. 3 Heute ist Myspace das bekannteste durch Werbung finanzierte mehrsprachige Netzwerk im World Wide Web. Durch diese Art der Finan-
2 vgl.O'Reilly (2001), S. 4
3 vgl. Dank, Fürst u.a (2007), S. 20
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zierung bleibt das Anlegen von Profilen für die Nutzer kostenlos. Für viele User ist die große Freiheit in der Gestaltung des eigenen Profils ein großer Pluspunkt. Resultierend aus bis zu 230.000 Neuanmeldungen pro Tag waren Mitte 2007 ca. 180 Millionen User bei Myspace registriert. 4
2.2. Facebook
zweiten Quartal 2008 (die Übersetzungsarbeit der Plattform wurde durch die angemeldeten User erledigt).
Das eigentliche Prinzip war ein Collegenetzwerk: Mark Zuckerberg, ein Harvard Student, gründete Facebook 2004, um Harvard Studenten eine Plattform zu bieten, sich auszutauschen. Durch die große Beliebtheit wurde es anderen US-Universitäten geöffnet. Inzwischen ist es für jedermann weltweit zugänglich. Heute wird es genutzt, um mit Freunden auf der ganzen Welt in Kontakt zu bleiben, Fotos und Videos zu tauschen. Microsoft hat das Potenzial von Facebook erkannt und für 240 Mio. Dollar einen Anteil von 1,6 % der Firma gekauft. Der geschätzte Marktwert von Facebook beläuft sich auf ca. 15 Milliarden Dollar. 5
2.2.1. Das deutsche Pendant: StudiVZ/SchülerVZ/MeinVZ
möchte das Unternehmen studiVZ Ltd. diese Nutzerzahlen verdoppeln. Außerdem soll die Öffnung für externe Entwickler zum Anfang des Jahres 2008 vollzogen werden. Das heißt, dass vom Unternehmen ausgesuchte Softwareentwickler (welche eine Anfrage an StudiVZ stellen müssen) die Plattform mit einer Eigenentwicklung
4 vgl. Projektbüro Medienkulturzentrum Dresden über Myspace (2008), S.1
5 vgl. Projektbüro Medienkulturzentrum Dresden über Facebook (2008), S.1
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(Software oder Sammlung von neuen Funktionen) erweitern bzw. verbessern können.
Die Plattform existiert auch für andere Länder, darunter sind Frankreich (www.studiqg.fr), Italien (www.studiln.it), Polen (www.studentix.pl), Mexico, Spanien, Argentinien und Chile (www.estudiln.net). 6
Inzwischen muss sich StudiVZ gegen Plagiatsvorwürfe seitens Facebook wehren. Im Internet kann man die Vorwürfe Facebooks gegenüber StudiVZ nachlesen: "StudiVZ creates a website that admittedly copies Facebook: StudiVZ looks remarkably like an American-based social network called Facebook. The design is very similar, the order of the menu is the same, most of the style sheets have only been marginally renamed and changed from blue to red, and even the names of some of the graphicfiles are copied. The feature 'Gruscheln' is a copy of the Facebook feature 'Poke'." 7 Ein Ergebnis des Rechtsstreits liegt noch nicht vor.
2.3. Last.fm
Hierfür wird sämtliche gehörte Musik des Users/der Userin an die Last.fm-Datenbank übermittelt und aufgelistet. 8
2.3.1. Vernetzung der Hörgewohnheiten
Im Jahr 2002 gründeten die deutschen und österreichischen Studenten Felix Miller, Martin Stiksel, Michael Breidenbruecker und Thomas Willomitzer Last.fm. Ziel war schon damals die Plattform als Internetradio und Musik-Community zu etablieren. Wie bei jedem Social Network konnten die Nutzer/innen schon damals ihre Profile selbst gestalten (z.B. bestimmte Lieder "lieben", "bannen" oder skippen). Außerdem richtete man ein, Userprofile miteinander zu vergleichen, um so ein perfekt abgestimmtes Programm per dynamischen Radio-Stream bereitstellen zu können. Schon nach nur einem Jahr konnte Last.fm ca. 6.000 Mitglieder verzeichnen und bot dabei
6 vgl. Projektbüro Medienkulturzentrum Dresden über StudiVZ (2008), S.1
7 Complaint for violation of computer fraud and abuse act, u.a. (2008), S. 12
8 vgl. Dank, Fürst (2007), S. 40
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Arbeit zitieren:
Melanie Buchmayr, 2008, Internet: Innovatives Medium oder "kollektive Vereinsamung"?, München, GRIN Verlag GmbH
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