Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Definition Assessment Center und Bedeutung 4
3. Grund des Assessment Centers 5
4. Ablaufplan eines Assessment Centers. 5
5. Matrix über Kriterien der Auswahl Übungen AC. 6
5.1 Beschreibung der Übungen 7
5.2 Assessment Center Simulationen 7
5.2.1 Präsentation. 7
5.2.2 Gruppenübung. 8
5.2.3 Gruppendiskussion. 9
5.2.4 Interview 9
5.3 Testverfahren 9
5.3.1 Sprachtest. 10
5.3.2 Intelligenztest. 10
5.3.3 Persönlichkeitstest. 10
6. Ausführliche Beschreibung der Gruppendiskussion. 11
6.1 Instruktionen zur Gruppendiskussion 11
6.2 Instruktionen Herr/Frau Maier. 12
6.3 Instruktionen Herr/Frau Schulze. 12
6.4 Instruktionen Herr/Frau Schmidt 13
6.5 Instruktionen Herr/Frau Müller. 13
7. Beschreibung der Kriterien in der Gruppendiskussion 14
7.1 Eigeninitiative. 14
7.2 Offenheit / Flexibilität. 14
7.3 Entscheidung / Durchsetzung 15
7.4 Kooperation / Integration 15
7.5 Unternehmerisches Denken. 15
8. Beobachtungsbogen 16
9. Schlussbemerkung 17
Anlagenverzeichnis. 18
Literaturverzeichnis /Internetrecherche 18
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Ausschnitt eines Assessment Center Ablaufs ……………………………………..6 Christian Wandtke, (2010) eigene Darstellung
Abbildung 2: Kriterien-Übungen-Matrix für das geplante Assessment Center …………….…..7 Christian Wandtke, (2010) eigene Darstellung
Abbildung 3: Abbildung 3.: Beobachtungsbogen für Gruppendiskussion…………………......17 Christian Wandtke, (2010), in Anlehnung an Obermann
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„Man sollte eigentlich im Leben niemals die gleiche Dummheit zweimal machen,
1. Einleitung
In einer sich schnell verändernden Zeit, die kaum Fehler verzeiht, hat die Auswahl von geeigneten Organisationsmitgliedern für die Unternehmen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Auswahl des „optimalen“ Bewerbers oder die Förderung der zukünftigen „optimalen“ Führungskraft stellt die Unternehmen vor eine kostenintensive Entscheidung. Bertrand Russell sagt in seinem Zitat, dass man keinen Fehler zweimal im Leben machen sollte, wenn die Auswahl groß genug ist. Für Unternehmen bedeutet dies, die optimale Wahl zu treffen. Das Assessment Center (AC) stellt ein Tool dar, mit dem Unternehmen diese Aufgabe lösen können. Die Ergebnisse des AC in Bezug auf die zukünftigen Anforderungen und Aufgaben werden von den Forschern mit einer sehr hohen Validität beschrieben, d.h. die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbesetzung wird deutlich reduziert. Im Folgenden wird näher auf das AC eingegangen. Dabei steht für die Auswahl eines Unternehmenstrainees für ein mittelständisches Familienunternehmen, der Ablaufplan des Assessment Centers, die Auswahl und Zuordnung der Beobachtungskriterien sowie die kurze Beschreibung der Übungen im Blickpunkt. Beispielhaft soll die Durchführung einer Gruppendiskussion genauer erläutert werden. Abschließen wird die Arbeit mit einer Schlussbemerkung.
2. Definition Assessment Center und Bedeutung
„Das Assessment Center ist
• ein ein- bis dreitägiges Seminar
• mit acht bis zwölf Mitarbeitern oder Bewerbern,
• die von Führungskräften und Personalfachleuten
• in Rollenübungen und Fallstudien
• beobachtet und beurteilt werden.
• Diese Rollenübungen sind charakteristisch für
• bestehende oder zukünftige
• Arbeitssituationen und Aufgabenfelder.“ (Obermann, 2009, S. 9) Durch das AC können die Stärken und Entwicklungspotenziale der Teilnehmer eingeschätzt werden. Weiterhin bietet es die Möglichkeit Aussagen über die Wahrscheinlichkeit der Bewährung des Teilnehmers für zukünftige berufliche Tätigkeiten zu treffen. Das AC wird
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vorwiegend bei der Personalauswahl oder der Förderung von Organisationsmitgliedern eingesetzt. (vgl. Obermann, 2009, S.10)
3. Grund des Assessment Centers
Im aktuellen Beispiel handelt es sich um ein mittelständisches Familienunternehmen, das in Deutschland sieben und im restlichen Europa weitere fünf Niederlassungen besitzt. Es wird ein Trainee gesucht, der ein 12-monatiges Traineeprogramm durchlaufen soll. Um den passenden Kandidaten zu finden, ist nach der Ausschreibung der Stelle bereits eine Vorauswahl anhand der Bewerbungsunterlagen getroffen worden. Zu einem 1-tägigen AC werden nun acht Bewerber eingeladen, die in die engere Wahl gekommen sind. Am AC nehmen weiterhin der Personalleiter, der die Leitung des AC übernimmt, der Fertigungsleiter, der technische Leiter und der Vertriebsleiter teil. Diese vier Personen bilden das Beobachterteam. Unterstützt werden sie von zwei Mitarbeiterinnen aus der Personalabteilung, die sich um die Betreuung der Teilnehmer kümmern. Eine Mitarbeiterin wird während des AC die Tests auswerten und die Ergebnisse der verschiedenen Übungen EDVunterstützt zusammenfassen.
4. Ablaufplan eines Assessment Centers
Eine große organisatorische Aufgabe stellt die Erstellung eines Ablaufplans für die AC-Crew und -Teilnehmer dar. Im Vorfeld sind die Teilnehmer bereits durch das Backoffice eingeladen worden. Im Ablaufplan wird für die Teilnehmer und die Beobachter ersichtlich, wann welche Übung ansteht, wie lange sie dauert und wann Pausen sind. Im Zeitplan müssen auf das Zeitvolumen der Übungen, die anschließenden Beobachtungskonferenzen und Zeitpuffer geachtet werden. Die Pausen können unter Umständen als Zeitpuffer verwendet werden. Nachdem die Aufgaben mit dem Zeitvolumen zusammengestellt wurden, wird noch die Rotation der Teilnehmer berücksichtigt. Dabei wird darauf geachtet, dass die Teilnehmer so wenig wie möglich Leerlauf haben. Hierfür bieten sich Tests, Einzelarbeiten oder Fragebögen an. (vgl. Obermann, 2009, S. 225ff)
Der nachfolgende Ausschnitt des Ablaufplans zeigt das geplante Vorhaben des AC, siehe Abbildung 1. Der vollständige Ablauf befindet sich im Anhang.
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Abbildung 1.: Ausschnitt eines Assessment Center Ablaufs
5. Matrix über Kriterien der Auswahl Übungen AC
Für die korrekte Auswahl der passenden Übungen ist das Anforderungsprofil für die zu besetzende Stelle das erste Kriterium. Dabei helfen verschiedene Übungen und Tests unterschiedliche Kompetenzen abzudecken. Vermieden werden sollte, Übungen nach der Praktikabilität auszuwählen. Bei der Auswahl muss darauf geachtet werden, dass „die Anzahl der je Übungen zu beobachtenden Kompetenzen auf drei, maximal fünf“ (Obermann, 2009, S.105) begrenzt und jede Kompetenz in mindestens zwei Übungen gemessen wird. Zudem werden die Kompetenzen mit etwa fünf bis sieben Verhaltensankern beschrieben, die für jede Übung entwickelt werden müssen und auf einem Beobachtungsbogen durch den Beobachter gewichtet werden. Weiterhin ist das Prinzip der Multimodalität zu beachten. In der Praxis bedeutet das, dass verschiedenartige Methoden eingesetzt werden. Die drei grundsätzlichen Typen sind Tests und Fragebögen, Verhaltenssimulationen und Interviews. Im Folgenden wird in Anlehnung an Obermann eine Matrix dargestellt und beschrieben, die die Kriterien und Übungen für das geplante AC enthält. Für das Beispiel wurde die fachliche Kompetenz hinzugefügt, um diesen Bereich zusätzlich im AC abzudecken und um Leerlauf der Teilnehmer im Ablaufplan des AC zu vermeiden, siehe Abbildung 2. Des Weiteren runden diese Informationen das Bild über die Teilnehmer ab.
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Abbildung 2: Kriterien-Übungen-Matrix für das geplante Assessment Center
5.1 Beschreibung der Übungen
„Das Ziel der Auswahl und Konstruktion von AC Übungen ist es, die Zielposition so genau wie möglich abzubilden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine klare Anforderungsorientierung der Übung sicherzustellen, d.h. die Übungen müssen einen klaren Bezug zur vorangegangenen Anforderungsanalyse aufweisen.“ (Schumann, 2009, Skript LE3, S.1) Die Anforderungsanalyse hat bereits im Vorfeld stattgefunden. Im Folgenden werden die Aufgaben, die sich aus dieser ergeben haben, kurz näher erläutert.
5.2 Assessment Center Simulationen
5.2.1 Präsentation
Die erste Übung im AC wird eine Präsentation sein. Jeder Teilnehmer hat die Aufgabe sich in 10 Minuten selber vorzustellen und die aus seiner Sicht wichtigsten Informationen zu seiner Person zu präsentieren. Die Teilnehmer wurden über die Aufgabe im Rahmen der Einladung informiert. Der Teilnehmer kann verschiedene Medien verwenden, z.B. Beamer, Flipchart Pinwände, etc. Die Beobachter erhalten durch die Präsentation einen ersten Eindruck vom Teilnehmer. Sie können sehen, ob der zukünftige Trainee selbstsicher und selbstbewusst auftritt und welche Ausstrahlung er auf die Beobachter hat. Welchen ersten Eindruck hinterlässt der Teilnehmer? Weiterhin geht es den Beobachtern um die Ausdrucksfähigkeit, Rhetorik und Argumentation. Vermittelt er seine Informationen glaubhaft und überzeugend? Daher liegen die Schwerpunkte der Beobachter bei dieser Aufgabe bei
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den Kriterien Auftreten und Ausstrahlung sowie Kommunikation und Information, entscheidende Eigenschaften für zukünftige Führungskräfte. Die Kreativität der Präsentation ist nicht Bestandteil der Beobachtung.
5.2.2 Gruppenübung
Die Gruppenübung wird im Rahmen einer Konstruktionsübung durchgeführt, bei der die Teilnehmer in den am Anfang eingeteilten Gruppen zusammenarbeiten werden. Die Aufgabe für die Teams besteht darin, mit begrenzten Mitteln ein Ei so sicher zu verpacken, dass es bei einem Fall aus drei Meter Höhe unversehrt bleibt. Dafür haben die Gruppen 45 Minuten Zeit. Eine kurze Anleitung beschreibt die Aufgabe. Eine Unterstützung durch die Beobachter besteht nicht. Am Ende vergleichen die beiden Teams die Ergebnisse durch den Falltest. Bei dieser Aufgabe geht es den Beobachtern sowohl um die persönliche wie auch um die soziale Kompetenz der Teilnehmer. Die Eigeninitiative sowie Offenheit und Flexibilität sind persönliche Kompetenzkriterien die beobachtet werden sollen. Dabei spielen die Aspekte:
• Arbeitet der Trainee aktiv mit oder zieht er sich eher zurück?
• Bringt er eigene Vorschläge mit ein?
• Geht er offen mit Kritik um?
• Kann er flexibel auf Veränderung im Team reagieren, oder hält er an seiner Rolle stur fest?
• Wie geht er mit Feedback um?
eine Rolle. Im Bereich der sozialen Kompetenzkriterien achten die Beobachter auf Entscheidungsverhalten und Durchsetzungsvermögen sowie Kooperation-und
Integrationsverhalten der Teilnehmer. Hier wird geachtet auf Situationen wie:
• Kann er eine Entscheidung treffen und steht er dazu?
• Kann er sich gegen das Team oder Teilnehmer durchsetzen, Teamleaderrolle?
• Geht er Kooperationen mit Mitgliedern oder dem Team ein und beweist er Teamfähigkeit?
• Kann er sich in das Team integrieren, findet seine Rolle und setzt diese auch zielführend um?
• Wie schaut sein Umgang mit Konflikten und Widerständen aus? Zusammenfassend geht es bei dieser Übung zum einen um typische Rollenverteilung in Teams und damit verbunden in der zukünftigen Position, Teammitglied vs. Einzelkämpfer, und zum anderen, wie zielstrebig der Teilnehmer die Aufgaben umsetzt, ob als Teammitglied, Einzelkämpfer oder sogar Teamleader.
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Arbeit zitieren:
Christian Wandtke, 2010, Erstellung eines Assessment Centers für Trainees, München, GRIN Verlag GmbH
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Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
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