Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis
1. Einführung. 3
2. Der theoretische Rahmen der beruflichen Weiterbildung. 4
2.1. Einordnung der beruflichen Weiterbildung in das
Personalmanagement. 4
2.2. Definition beruflicher Weiterbildung. 5
2.3. Die Unterscheidung der externen internen
Weiterbildung. 7
2.4. Funktionen und Ziele von beruflicher Weiterbildung. 10
3. Die Methoden der beruflichen Weiterbildung. 11
3.1. edukationsbasierte Methoden. 12
3.2. erfahrungsbasierte Methoden. 15
3.3. feedbackorientierte Methoden. 17
4. Die betriebliche Weiterbildung in der Praxis. 18
4.1. Medizinische Praxisassistentinnen organisieren ihre interne
Weiterbildung selbst. 18
4.2. Unis als Weiterbildner. 20
4.3. Betriebliche Weiterbildung in Europa: Deutschland
weiterhin nur im Mittelfeld. 21
5. Schlussbetrachtung. 23
Literaturverzeichnis
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Abkürzungsverzeichnis
AFG Arbeitsförderungsgesetz
AG QUEM Arbeitsgemeinschaft Qualifikations-Entwicklungs-Management BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung bzw. beziehungsweise etc. et cetera EU Europäische Union f. folgend ff. fortfolgend GfW Förderung der Weiterbildung HRM Human Resource Management Hrsg. Herausgeber HWK Handwerkskammer IHK Industrie- und Handelskammer Institut für Internationale Kommunikation IIK MPA Medizinische Praxisassistent PE Personalentwicklung PM Personalmanagement S. Seite u.a. und andere Vgl. vergleiche WB Weiterbildung ZWW Zentrums für Weiterbildung und Wissenstransfer
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1. Einleitung
Der beruflichen Weiterbildung wird in der heutigen Arbeitswelt ein zunehmender Stellenwert beigemessen. Sie erfährt in der Gesellschaft, der Politik, aber auch von den Arbeitnehmern und Arbeitgebern eine zunehmende Bedeutung. Der Ruf nach lebenslangem Lernen kommt der beruflichen Weiterbildung entgegen. Besonders diese Forderung des lebenslangen Lernens hat nach Dicke u.a. (1995) in einer Volkswirtschaft, die der internationalen Konkurrenz ausgesetzt ist, eine große Relevanz. 1 Auch Dehnbostel (2007) stellt heraus, dass die Bedeutung der beruflichen Weiterbildung im Vergleich zur allgemeinen Weiterbildung seit den 1980er Jahren an Bedeutung erheblich zugenommen hat. Die berufliche Weiterbildung ist zum bedeutendsten und größten Bildungsbereich geworden. 2 Daher soll sich diese Hausarbeit mit dem Thema der beruflichen Weiterbildung beschäftigen. Es soll analysiert werden, inwieweit die unterschiedlichsten Formen der externen und internen Weiterbildung in Unternehmen ihre Anwendung finden können und wie die derzeitige Situation um die beruflichen Weiterbildung speziell in der Bundesrepublik Deutschland bestellt ist. Daher steht am Anfang dieser Hausarbeit die recht theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema der beruflichen Weiterbildung. Eine Beschäftigung mit der beruflichen Weiterbildung erfordert zunächst eine Einordnung in den Bereich des Personalmanagements (PM). Eine weitere Grundlage ist vor allem die Beschäftigung mit der Begriffsbestimmung. Weiterhin erfolgen eine Analyse der internen und externen beruflichen Weiterbildung, sowie die Ziele und Funktionen der beruflichen Weiterbildung im Hinblick auf das Unternehmen, den einzelnen Mitarbeiter und die Gesellschaft. Unternehmen können auf ein relativ breites Spektrum von Methoden der beruflichen Weiterbildung zurückgreifen, diese Möglichkeiten werden daher im Abschnitt drei gesondert vorgestellt. Die berufliche Weiterbildung erstreckt sich natürlich auch in einem großen Gebiet der Planung und Durchführung der Bildungsmaßnahmen. Jedoch soll dies nicht Gegenstand der Betrachtung sein. Nach der Vorstellung der unterschiedlichsten Methoden soll ein Bezug zur Praxis hergestellt werden, in dem zwei Beispiele für die Weiterbildung vorgestellt werden und die Situation der beruflichen Weiterbildung in Deutschland soll kurz näher angeschnitten werden. Mit einer kurzen inhaltlichen
1 Vgl. Dicke/Glismann/Gröhn 1995, S. 1
2 Vgl. Dehnbostel 2007, S. 219
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Zusammenfassung sowie der anschließenden persönlichen Meinung soll diese Arbeit beendet werden.
2. Der theoretische Rahmen der beruflichen Weiterbildung
2.1. Einordnung der beruflichen Weiterbildung in das Personalmanagement
Das Gebiet der betrieblichen Weiterbildung ist ein Teilbereich der Personalentwicklung (PE). Die Personalentwicklung wiederrum ist in dem komplexen Thema des Personalmanagement zu verordnen. Das
Personalmanagement ist das Management des Humanpotentials. Die Auseinandersetzung mit dem Produktionsfaktor Personal ist somit der Schwerpunkt des PM. 3 Unter den Handlungsfeldern des PM erstreckt sich beispielsweise neben der Personalführung, der Personalbedarfsplanung, der Personalfreisetzung eben auch die Personalentwicklung. 4 Die PE gewinnt innerhalb des PM als mitarbeiterbezogenes Instrument immer mehr an Bedeutung 5 und sie hat sich im Vergleich zu den übrigen Personalwirtschaftszweigen noch weit mehr entwickelt. 6 Nach Becker (1993) existieren für den Terminus der PE enge und weitere Begriffsauffassung nebeneinander. Enge Auffassungen begrenzen PE auf Bildung. Bildung umfasst dabei „die Vermittlung der zur Wahrnehmung der jeweiligen Aufgaben Qualifikationen“ 7 . erforderlichen Erweiterte Definitionen ordnen der
Personalentwicklung „systematisch geplante und durchgeführte Bildungsmaßnahmen sowie Förderungsaktivitäten, [...], für alle Adressatengruppen im Unternehmen, zu“ 8 . Weite Begriffsfassungen bezeichnen den Bereich der PE mit Bildung, Förderung und Organisationsentwicklung. 9 Daraus ergibt sich nach Stock-Homburg (2008) folgendes Verständnis der PE: „Maßnahmen zur Vermittlung von Qualifikationen, die der Steigerung aktueller und zukünftiger Leistungen von Führungskräften und Mitarbeitern dienen (Bildung), sowie Maßnahmen zur Unterstützung der beruflichen (Förderung).“ 10 Entwicklung von Führungskräften und Mitarbeitern
Die folgende Abbildung nimmt in Anlehnung an das Verständnis der PE nach Stock-
3 Vgl. Staehle 1999, S. 776
4 Vgl. Berthel/Becker 2007, S. 166ff.
5 Vgl. Stock-Homburg 2008, S. 150
6 Vgl. Bröckermann/Müller-Vorbrüggen 2006, S. 5
7 Mentzel 1989, S. 16
8 Becker 1993, S. 25
9 Vgl. Becker 1993, S. 25
10 Stock-Homburg 2008, S. 153
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Homburg Systematisierung der verschiedenen Facetten der PE vor, um die Einordnung der Weiterbildung in die PE zu verdeutlichen. Die PE kann sich demnach alternativ auf die Bildung
Förderung von Mitarbeitern und Führungskräften aufgliedern. Im Zusammenhang mit der Förderung kann man sich auf die Karriereplanung oder das Nachfolgemanagement konzentrieren. Im Bereich der Bildung liegt das Hauptaugenmerk der Personalentwicklung auf der Ausbildung oder der Weiterbildung. 11
Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich das Thema der Weiterbildung im Kontext des Personalmanagements in die Personalentwicklung einordnet und dort zunehmend an Bedeutung gewinnt.
2.2. Definition beruflicher Weiterbildung
Zunächst ist es notwendig, den Begriff der Weiterbildung (WB) einzugrenzen und zu definieren. In der wissenschaftlichen Literatur wird zwischen „Erwachsenenbildung“ und „Weiterbildung“ differenziert. Für den Kontext der beruflichen Weiterbildung soll die Erwachsenenbildung nicht weiter erläutert werden, sondern es soll sich mit der Definition der Weiterbildung ausführlicher auseinandergesetzt werden.
Der Deutsche Bildungsrat verstand in seinem Gutachten von 1970 unter WB die „Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluß einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Bildungsphase“ 12 . Demzufolge waren unter WB alle Formen des organisierten, vom Arbeitsprozess getrennten Lernens zu verstehen, die sich an Personen richten, die das Schul- bzw. Ausbildungssystem durchlaufen und die damit einen ersten Abschluss ihrer Bildungslaufbahn erreichen konnten. 13 In einer Studie schlossen sich Sass u.a. (1974) ausdrücklich an die Auffassung des Deutschen Bildungsrates an und ordneten der betrieblichen Weiterbildung diejenigen Maßnahmen eines Betriebes zu, „die die Ausbildung von Belegschaftsmitgliedern
11 Vgl. Stock-Homburg 2008, S. 154
12 Deutscher Bildungsrat 1970, S. 197
13 Vgl. Deutscher Bildungsrat 1970, S. 197
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fördern, soweit sie nicht Teil der beruflichen Erstausbildung sind, oder sich auf Anlernen unmittelbar am Arbeitsplatz beschränken. Betriebliche Weiterbildung beinhaltet also die Förderung institutionalisierter, aus dem Arbeitsprozeß ausgegliederter Lehrprozesse. Sie kann sich auf Planung, Organisierung, Durchführung und Finanzierung von Veranstaltungen erstrecken, die innerhalb oder außerhalb des Betriebes stattfinden.“ 14 In ähnlicher Form definiert auch Wittwer (1982) den Umfang und Gegenstand betrieblicher Weiterbildung: „Unter betrieblicher Weiterbildung werden [...] die außerhalb des Arbeitsvollzugs in der Verantwortung der Betriebe organisierte Bildungsmaßnahmen verstanden, die nicht Teil der beruflichen Erstausbildung sind und die sich an den Bedingungsfaktoren des privatwirtschaftlichen Produktionsprozesses orientieren.“ 15
Eine Abgrenzung zur beruflichen Weiterbildung bezieht sich auf den Aspekt, dass unter der betrieblichen Weiterbildung diejenigen Maßnahmen verstanden werden, „bei denen der Arbeitgeber bzw. ein Betrieb Träger ist“ 16 . Somit wird die betriebliche Weiterbildung, so eine übliche Umschreibung, „auf Veranlassung und Kosten eines Betriebes durchgeführt“ 17 . Weiterhin spielen für die Abgrenzung der betrieblichen Weiterbildung zur beruflichen Weiterbildung die Indikatoren Organisation, Trägerschaft und Finanzierung der jeweiligen Maßnahme eine entscheidende Rolle. Wie bereits angesprochen fundiert das Unternehmen im Allgemeinen als Bildungsträger und übernimmt somit im Schwerpunkt die Planung, Organisation, Durchführung, Kontrolle und insbesondere die Finanzierung. 18 Nach Decker (1985) lassen sich verschiedene Formen der betrieblichen Weiterbildung darstellen: - Aufstiegsweiterbildung / Fortbildung - Anpassungsweiterbildung - zukunftsorientierte, innovative Weiterbildung - Umschulung
- Reaktivierungs- bzw. Erneuerungsweiterbildung - Ergänzende bzw. kompensatorische Weiterbildung - Betriebsinterne und externe Weiterbildung. 19
14 Sass/Sengenberger/Welz 1974, S. 24
15 Wittwer 1982, S. 25
16 Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2006, S. 335
17 Bardeleben/Böll/Kühn 1986, S. 36
18 Vgl. Dehnbostel 2008, S. 17
19 vgl. Decker 1985, S. 5
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Arbeit zitieren:
Carolin Bengelsdorf, 2010, Externe und interne berufliche Weiterbildung, München, GRIN Verlag GmbH
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