Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Ziel- und Aufgabenstellung 3
3. Materialgrundlage 3
3.1. Handlung und Charaktere 3
3.1.1. Carrie Bradshaw 4
3.1.2. Samantha Jones 4
3.1.3. Charlotte York 4
3.1.4. Miranda Hobbes 5
4. Methodologisches Vorgehen 5
5. Möglichkeiten der Filmübertragung 6
5.1. Simultanverdolmetschung 6
5.2. Voice-over 7
5.3. Untertitelung 7
5.4. Synchronisation 7
6. Restriktionen bei Untertitelung und Synchronisation 9
6.1. Untertitelung 9
6.2. Synchronisation 10
6.2.1. Lippensynchronie 10
6.2.2. Silbensynchronie und Isochronie 11
6.2.3. Kinetische Synchronie 11
7. Kulturspezifische Probleme in der Übertragung 12
8. Analyse der Probleme und der angewandten Lösungsstrategie 16
8.1. Realien 16
8.1.1. Beispiel 1 17
8.1.2. Beispiel 2 18
8.2. Toponyme 19
8.2.1. Beispiel 1 20
8.2.2. Beispiel 2 22
8.3. Historische Ereignisse und Personen 23
8.3.1. Beispiel 1 23
8.3.2. Beispiel 2 25
9. Zusammenfassung 27
10. Literaturverzeichnis 28
11. Quellenverzeichnis 29
12. Abbildungsverzeichnis 30
II
1. Einleitung
Abb.1: Einordnung der Übertragung von Filmtexten in die Translationswissenschaft (vgl. Salevsky 2002, S.5 und Salevsky 2002, S.90)
Aus unserer heutigen Medienlandschaft sind Kino und TV nicht mehr weg zu denken. Täglich bringen Gameshows, Talkshows, Filme, Serien und andere Formate Menschen zum Lachen, Weinen, Nachdenken. Viele Produktionen kommen aus dem englischsprachigen Raum und werden für den deutschen Konsumenten synchronisiert und untertitelt.
Bevor in dieser Arbeit die Synchronisation und Untertitelung der dritten Staffel der Serie „Sex and the City“ näher beleuchtet werden, soll der Prozess in die Translationswissenschaft eingeordnet werden.
Salevsky (2002, S.5) geht zunächst vom Oberbegriff „Kommunikation“ aus und unterteilt in die „intrakulturelle/intralinguale“ und „interkulturelle/interlinguale“ Kommunikation, also Kommunikation innerhalb einer Kultur und einer Sprache bzw. zwischen mindestens zwei Kulturen und Sprachen.
Die „interkulturelle/interlinguale“ Kommunikation gliedert sich in die „nicht vermittelte“ und „vermittelte“ Kommunikation, d.h. die Kommunikationspartner können entweder direkt miteinander kommunizieren, oder sie benötigen Hilfe in Form eines Translators, der die Kommunikation unterstützt.
Ist letzteres der Fall, so handelt es sich um „Translation“. Diese gliedert sich in das „Übersetzen“ und das „Dolmetschen“. Beim Übersetzen ist der Ausgangstext fixiert, beim Dolmetschen nicht. Die Filmübertragung gliedert sich deshalb in das „Übersetzen“ ein.
1
Zusätzlich gibt es noch andere Faktoren zur Abgrenzung, an dieser Stelle soll die Fixiertheit jedoch ausreichen. (vgl. Salevsky 2002, S.97).
Das „Übersetzen“ teilt sich auf der folgenden Stufe in „unomedial“ und „duomedial“ (multimedial) ein. Die Übertragung von Filmtexten ordnet sich unter „duomedial“ ein, da mehr als ein Medium involviert ist.
Kommunikation ist ein essentieller Bestandteil unseres Lebens. TV als Mittel der Kommunikation und insbesondere der Kulturtransfer mit dem TV begegnet uns täglich. Deshalb werde ich mit dieser Arbeit die Übertragung der Kulturspezifika genauer beleuchten.
2
2. Ziel- und Aufgabenstellung
Diese Arbeit soll die kulturspezifischen Probleme der Untertitelung und Synchronisation der dritten Staffel der Serie „Sex and the City“ aufzeigen, d.h. die Probleme sollen erkannt, erklärt und kategorisiert werden.
Danach soll untersucht werden, wie die Probleme in der Untertitelung und der Synchronisation gelöst wurden. Dabei soll auch betrachtet werden ob der Untertitel oder die Synchronisation den Humor oder den Inhalt verfälscht.
Bei der näheren Betrachtung der Untertitelung und Synchronisation werden auch die Restriktionen, die diese Translationsformen mit sich bringen, berücksichtigt. Mit Hilfe der Restriktionen wird versucht die gewählte Lösung zu begründen.
Zusammenfassend soll beurteilt werden ob und wie sich die Übertragung auf das Verständnis der Serie auswirken.
3. Materialgrundlage
Die Serie „Sex and the City“ wurde nach dem Buch „Sex and the City“ von Candace Bushnell entworfen. In ihrem Buch veröffentlichte Bushnell ihre wöchentlichen Kolumnen, die sie für den New York Observer verfasste.
Darren Star erwarb kurz nach Veröffentlichung des Buches die Fernsehrechte und entwickelte die Serie „Sex and the City“ für den US-Pay-TV-Sender HBO. Zwischen 1998 und 2004 wurden sechs Staffeln mit 94 Episoden gedreht und ausgestrahlt. Der offene Umgang mit dem Thema Sexualität sorgte sowohl in den USA als auch in Deutschland nach dem Sendestart am 6.Juni 1998 bzw. 18. September 2001 für Aufregung.
Als Materialgrundlage für diese Arbeit dienen die ersten sechs Episoden (Episoden 31 – 36) der dritten Staffel, sowie die von mir angefertigten Transkripte der Folgen.
3.1. Handlung und Charaktere
Es gibt vier Hauptcharaktere: Carrie Bradshaw (gespielt von Sarah Jessica Parker), Samantha Jones (gespielt von Kim Cattral), Charlotte York (gespielt von Kristin Davis) und Miranda Hobbes (gespielt Cynthia Nixon).
Sie verbindet eine langjährige Freundschaft und in regelmäßigen Treffen tauschen sich die vier Frauen über ihre Probleme im Beruf und in der Liebe aus.
3
Am Anfang der Serie sind alle vier Singles, was sich jedoch im Verlaufe der Sendung schnell ändert.
Im Folgenden sollen kurz die vier Hauptcharaktere und ihre Geschichte in den ersten zwei Staffeln umrissen werden.
3.1.1. Carrie Bradshaw
Carrie ist Kolumnisten für die imaginäre Zeitung „New York Star“. In ihrer Kolumne „Sex and the City“, verarbeitet Carrie ihre Erfahrungen und die Erfahrungen ihrer Freundinnen. Im Laufe einer Episode kristallisiert sich meist ein zentrales Thema heraus, welches Carrie dann in ihrer Kolumne und in der Folge entwickelt.
Bereits in der ersten Folge der ersten Staffel trifft Carrie zufällig Big, den erfolgreichen, gut aussehenden Geschäftsmann, in den sich Carrie sofort verliebt. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten werden Carrie und Big ein Paar. Big ist jedoch nicht bereit sich ganz und gar auf die Beziehung einzulassen und kann Carrie keinen ausreichenden Liebesbeweis erbringen. Am Ende der ersten Staffel trennt sie sich deshalb von ihm. In der zweiten Staffel kommen Big und Carrie erneut zusammen. Die Beziehung ist auch dieses mal nicht von Dauer. Big muss beruflich nach Paris und weiß nicht ob und wann er wiederkommen wird. Für beide steht eine Fernbeziehung außer Frage und Carrie möchte „ihre“ Stadt New York City auf keinen Fall verlassen. Sie trennen sich freundschaftlich und vereinbaren in Kontakt zu bleiben. (vgl. HBO 1 und Sex and the City 1+2 )
3.1.2. Samantha Jones
Samantha Jones leitet ihre eigene erfolgreiche PR-Agentur und ist dem Single-Leben sehr zugeneigt. Eine Langzeitbeziehung mit emotionaler Bindung ist für sie unvorstellbar. Für sie ist Sex nichts weiter als ein animalischer Akt, dem sie gerne und häufig mit wechselnden Liebhabern nachgeht. (vgl. HBO 2 und Sex and the City 1+2 )
3.1.3. Charlotte York
Charlotte stammt aus einer sehr gut situierten Familie und leitet erfolgreich eine Galerie. Sie ist hoffnungslos optimistisch und glaubt trotz vieler Rückschläge immer noch an ihren Traumprinzen, der reich ist und gut aussieht und auch noch zur sozialen Oberschicht gehört.
4
Ihre Beziehungen in den ersten zwei Staffeln verlaufen alle unglücklich und Charlotte ist weiterhin Single. (vgl. HBO 3 und Sex and the City 1+2 )
3.1.4. Miranda Hobbes
Miranda studierte in Harvard und arbeitet mittlerweile als erfolgreiche Rechtsanwältin in New York. Sie verdient viel Geld und leistet sich den Luxus eines eigenen, geräumigen Appartements.
Sie ist stolz auf ihre Erfolge und will diese auch nicht verstecken. Das wirkt auf viele Männer einschüchternd und nur wenige können emotional an sie binden. Einer dieser wenigen ist der Barkeeper Steve. Er ist das komplette Gegenteil von Miranda. Trotzdem funktioniert die Beziehung für einige Monate. Miranda nörgelt jedoch stetig an seiner entspannten, nicht strebsamen Art herum und trennt sich letztendlich von ihm, da sie nicht damit klar kommt. Die Trennung erfolgt in Freundschaft und beide bleiben in Kontakt.
4. Methodologisches Vorgehen
In der Einleitung wurde bereits geklärt wie sich die Filmübertragung in die Translationswissenschaft eingliedert.
Im folgenden Kapitel wird geklärt, welche Möglichkeiten der Filmübertragung es gibt, welche Probleme sie mit sich bringen und welche Übertragungsmöglichkeiten bei „Sex and the City“ angewandt wurden.
In Kapitel 3.1.1 bis 3.1.4 wurden die Hauptcharaktere und die Staffeln eins und zwei kurz zusammengefasst, um dem Leser einen Überblick über die Geschehnisse zu geben. Ausschlaggebend für die Entscheidung, die dritte Staffel zu wählen waren, dass die Charaktere in dieser Staffel gut entwickelt waren und es eine Balance zwischen den ernsthaften Themen und dem spielerischen Umgang damit gab. Zusätzlich traten in diesen Episoden sehr viele Kulturspezifika auf und es ergab sich viel Spielraum für die Untersuchung der sprachlichen Übertragung dieser Kulturspezifika. In Kapitel 6 werden die Probleme der Untertitelung und Synchronisation genauer erläutert. Im 7. Kapitel wird die theoretische Grundlage für die Untersuchungen der kulturspezifischen Probleme gelegt. Diese Arbeit orientiert sich in diesem Punkt an dem Modell von Nedergaard-Larsen, die sowohl eine Analysemodell, als auch ein Lösungsmodell entwickelt hat.
5
In Kapitel 8 werden die Erkenntnisse aus Kapitel 6 und 7 angewandt. Dabei werden die kulturspezifischen Probleme des Ausgangstextes herausgefiltert und deren Untertitelung und Synchronisation mit dem Ausgangstext verglichen. Dabei wird festgestellt, welche Lösungsstrategie nach Nedergaard-Larsen angewandt wurde.
Mit Hilfe der Restriktionen der Untertitelung und Synchronisation wird die Lösungsstrategie begründet. Zwischen Untertitel und Synchronisation möglicherweise erkannte Unterschiede werden anschließend erläutert.
Den Abschluss der Arbeit bildet die Zusammenfassung der Ergebnisse.
5. Möglichkeiten der Filmübertragung
Es gibt vier Möglichkeiten Filme für andere Kultur- und Sprachräume zu übertragen. Im Folgenden werden diese vorgestellt.
5.1. Simultanverdolmetschung
Auf eine eher seltene Form der Filmübertragung geht Döring (2006, S. 22) ein. Die Simultanverdolmetschung findet Anwendung wenn der Film nur ein paar Mal gezeigt wird und sich abzeichnet, dass sich eine Untertitelung oder Synchronisation aus Kostengründen nicht lohnt. 1
Im günstigsten Fall ist der Dolmetscher mit dem Film vertraut und kann sich auf seinen Einsatz vorbereiten, er hat jedoch kein vorgefertigtes Translat. Der Dolmetscher dolmetscht den Film während er gespielt wird. Dabei hört er den Originalton entweder über Kopfhörer oder – im ungünstigeren Fall – wie das Publikum über die Lautsprecher. Möglich ist, dass es eine Anlage gibt und der Zuschauer entscheiden kann, ob er die Hilfe des Dolmetschers annimmt. Eine andere Möglichkeit ist, dass das Translat über die Lautsprecher eingesprochen wird und der Zuschauer das Translat in voller Lautstärke und den Originalton, d.h. auch Musik und Nebengeräusche, in verminderter Lautstärke hört.
1 Zu den Kosten von Untertitelung und Synchronisation: Luyken 1991, S. 89 – 108.
6
Quote paper:
Sandra Cochanski, 2006, Übertragung der Kulturspezifika bei der Untertitelung und Synchronisation der 3. Staffel der US-amerikanischen TV-Serie „Sex and the City“, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 35 Pages
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 15 Pages
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 20 Pages
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Termpaper, 14 Pages
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Script, 46 Pages
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 39 Pages
Sandra Cochanski has published the text Übertragung der Kulturspezifika bei der Untertitelung und Synchronisation der 3. Staffel der US-amerikanischen TV-Serie „Sex and the City“
Sandra Cochanski has uploaded a new text
Neubeginn unter US-amerikanischer Besatzung?
Hochschulreform in Japan zwisc...
Hans Martin Krämer
Grundlagen des US-amerikanischen Steuerrechts
Mit Schaubildern und rund 160 ...
Thomas A. Jesch, Andreas Striegel
Klageerhebung und Beklagtenschutz nach US-amerikanischem und deutschem...
Eine Untersuchung anhand der U...
Jakob W. Reinhard
Im Spannungsfeld der Aufklärung. Von Schillers 'Geisterseher' zur TV-S...
Rationalismus und Irrationalis...
Matthias Hurst
0 comments