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Termpaper, 2009, 14 Pages
Author: Sarah Diekow
Subject: Pedagogy - Science, Theory, Anthropology
Details
Institution/College: Free University of Berlin
Year: 2009
Pages: 14
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-45751-9
ISBN (Book): 978-3-640-45729-8
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Abstract
Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 2. Korczaks Weg zum Pädagogen 3. Korczaks Bild vom Kind 3.1. Grundprinzipien seiner Pädagogik 3.2. Die drei Grundrechte des Kindes 3.2.1. Das Recht des Kindes auf seinen Tod 3.2.2. Das Recht des Kindes auf den heutigen Tag 3.2.3. Das Recht des Kindes, so zu sein, wie es ist 4. Praktische Pädagogik am Beispiel des Waisenhauses „Dom Sierot“ 4.1. Das Kameradschaftsgericht 4.2. Die Tafel 4.3. Das Kinderparlament 4.4. Der Briefkasten 5. Schlussbetrachtung 6. Literaturverzeichnis 1. Einleitung Wer war Henryk Goldszmit, der besser bekannt war als Janusz Korczak? Wer war dieser Mann, der zahlreiche Begabungen in sich vereinte und dennoch nur einen Lebensinhalt kannte? Wie setzte er seine pädagogischen Vorstellungen um und welche praktischen Einrichtungen führte er im Waisenhaus ein? Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Beantwortung der hier gestellten Fragen. Der Blick richtet sich zunächst auf die Person Korczak. Im Vordergrund steht dabei der Pädagoge. Im folgenden Teil werden die Grundprinzipien seiner Pädagogik dargestellt und sich mit den Grundrechten des Kindes auseinandergesetzt. Schließlich soll an Hand des Waisenhauses „Dom Sierot“ die Methoden zur Umsetzung seiner Pädagogik aufgezeigt werden. Diese Arbeit behandelt nicht die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage Polens, da eine adäquate Berücksichtigung den Rahmen der Arbeit bei weitem überstiegen hätte. Grundlage für diese Hausarbeit sind neben verschiedenen Biographien auch die beiden pädagogischen Hauptwerke Korczaks, „Wie man ein Kind lieben soll“ und „Das Recht des Kindes auf Achtung“, die eine Einsicht in sein Leben, seine Tätigkeit und seine pädagogischen Überzeugungen ermöglichen. 2. Korczaks Weg zum Pädagogen „Ich bin Arzt von Beruf, Pädagoge aus Zufall, Schriftsteller aus Leidenschaft und Psychologe aus Notwendigkeit.“ (Korczak zit. nach Lifton 1991, S. 169) Janusz Korczak wurde am 22. Juli 1878 oder 1879 als Henryk Goldszmit in Warschau geboren. Er war Sohn einer wohlhabenden jüdischen Familie und entwickelte früh ein soziales Interesse (vgl. Pelzer 1994, S. 11). Schon als Kind weihte er seine Großmutter in seinen Plan ein die Armut abzuschaffen, damit es keine vernachlässigten und verwahrlosten Kinder mehr geben würde. Er hegte starkes Mitgefühl für andere Menschen, vor allem für diejenigen, die der sozial benachteiligten Schicht angehörten und wollte helfen Not und Elend zu beseitigen (vgl. Pelz 1997, S. 9)...
Excerpt (computer-generated)
Freie Universität Berlin
Thema der Lehrveranstaltung: Bildung und Erziehung
WS 2008/09
Abgabetermin: 16. März 2009
,,Wie man ein Kind lieben soll":
Einblicke in die Welt des Janusz Korczak
Verfasserin: Sarah Diekow
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
S. 3
2. Korczaks Weg zum Pädagogen
S. 3
3. Korczaks Bild vom Kind
S. 5
3.1. Grundprinzipien seiner Pädagogik
S. 6
3.2. Die drei Grundrechte des Kindes
S. 6
3.2.1. Das Recht des Kindes auf seinen Tod
S. 6
3.2.2. Das Recht des Kindes auf den heutigen Tag
S. 7
3.2.3. Das Recht des Kindes, so zu sein, wie es ist
S. 7
4. Praktische Pädagogik am Beispiel des Waisenhauses ,,Dom Sierot"
S. 8
4.1. Das Kameradschaftsgericht
S. 9
4.2. Die Tafel
S.10
4.3. Das Kinderparlament
S.10
4.4. Der Briefkasten
S.11
5. Schlussbetrachtung
S.12
6. Literaturverzeichnis
S.13
2
1. Einleitung
Wer war Henryk Goldszmit, der besser bekannt war als Janusz Korczak?
Wer war dieser Mann, der zahlreiche Begabungen in sich vereinte und dennoch nur einen
Lebensinhalt kannte? Wie setzte er seine pädagogischen Vorstellungen um und welche
praktischen Einrichtungen führte er im Waisenhaus ein?
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Beantwortung der hier gestellten Fragen.
Der Blick richtet sich zunächst auf die Person Korczak. Im Vordergrund steht dabei der
Pädagoge. Im folgenden Teil werden die Grundprinzipien seiner Pädagogik dargestellt und
sich mit den Grundrechten des Kindes auseinandergesetzt. Schließlich soll an Hand des
Waisenhauses ,,Dom Sierot" die Methoden zur Umsetzung seiner Pädagogik aufgezeigt
werden. Diese Arbeit behandelt nicht die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche
Lage Polens, da eine adäquate Berücksichtigung den Rahmen der Arbeit bei weitem
überstiegen hätte. Grundlage für diese Hausarbeit sind neben verschiedenen Biographien
auch die beiden pädagogischen Hauptwerke Korczaks, ,,Wie man ein Kind lieben soll" und
,,Das Recht des Kindes auf Achtung", die eine Einsicht in sein Leben, seine Tätigkeit und
seine pädagogischen Überzeugungen ermöglichen.
2. Korczaks Weg zum Pädagogen
,,Ich bin Arzt von Beruf, Pädagoge aus Zufall, Schriftsteller aus Leidenschaft und
Psychologe aus Notwendigkeit." (Korczak zit. nach Lifton 1991, S. 169)
Janusz Korczak wurde am 22. Juli 1878 oder 1879 als Henryk Goldszmit in Warschau
geboren. Er war Sohn einer wohlhabenden jüdischen Familie und entwickelte früh ein
soziales Interesse (vgl. Pelzer 1994, S. 11). Schon als Kind weihte er seine Großmutter in
seinen Plan ein die Armut abzuschaffen, damit es keine vernachlässigten und verwahrlosten
Kinder mehr geben würde. Er hegte starkes Mitgefühl für andere Menschen, vor allem für
diejenigen, die der sozial benachteiligten Schicht angehörten und wollte helfen Not und
Elend zu beseitigen (vgl. Pelz 1997, S. 9). Sein Vater verspielte den gesamten Besitz der
Familie und stirbt 1896 in einer Nervenheilanstalt. Aus Sorge, die Geistesstörung seines
Vaters könnte vererbbar sein, entschließt er sich keine eigene Familie aufzubauen, sondern
ein Wohltäter der Menschheit zu werden (vgl. Pelz 1997, S. 14). Durch den Tod des Vaters
kam es zum sozialen Abstieg der Familie. Henryk muss daraufhin Nachhilfeunterricht -
seine erste regelmäßige pädagogische und lehrende Tätigkeit - erteilen um die Familie zu
finanzieren (vgl. Pelz 1997, S. 13). Mit der Schulzeit verbindet Korczak eher unangenehme
Erfahrungen:
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