Zu Abbildungen zählen Grafiken, Diagramme, Schemata oder Fotos. Diese dienen in einer wissenschaftlichen Arbeit dazu, den Inhalt der Arbeit zu ergänzen und anschaulicher zu gestalten. Wenn Sie in Ihrer Haus-, Bachelor- oder Masterarbeit Abbildungen nutzen möchten, sollten Sie immer die Quellen angeben, aus denen Sie die Abbildungen entnommen haben. Denn für Abbildungen gilt wie für alle Fremdquellen ein Urheberrecht, das die eigenen Leistungen vor der unrechtmäßigen Verwendung Dritter schützt. Die Bildquelle gibt an, wer der Urheber des Bildes ist. Darüber hinaus verdeutlicht sie, woher das Bild stammt, und ermöglicht so die wissenschaftliche Nachprüfbarkeit Ihrer Ergebnisse. Deswegen ist es wichtig, dass Sie jede Bildquelle richtig zitieren. Dies können Internetquellen, wissenschaftliche Artikel, aber auch lizenzfreie Bilddatenbanken sein. Achten Sie darauf, dass Sie auch bei lizenzfreien Bildern alle nötigen Angaben wie Name des Fotografen und der richtigen Bildplattform machen. Damit die Abbildungen gut lesbar sind, sollten diese außerdem eine hohe grafische Qualität aufweisen (z. B. hinsichtlich Abbildungs- und Textgröße, farbliche Unterscheidbarkeit etc.).

Aufbau einer Bildquelle

Die vollständige Quellenangabe von Abbildungen umfasst:

  1. eine Quellenangabe direkt unter der Abbildung,
  2. eine vollständige Quellenangabe im Literaturverzeichnis,
  3. einen Verweis auf die Abbildung im Text und
  4. ein Abbildungsverzeichnis.

Alle Abbildungen, die Sie in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit verwenden, sollten Sie nummerieren und mit kurzen und prägnanten Beschreibungen versehen. Unmittelbar nach der Beschreibung steht die Quellenangabe. Diese besteht aus folgenden Angaben: Urheber, Jahr und Seitenzahl. Bei Internetquellen sollten Sie zusätzlich noch den Deeplink einfügen. Die Quellenangabe kann entweder unterhalb der Beschreibung in einer neuen Zeile oder in Klammern direkt hinter der Beschreibung stehen. Die Abbildungsbeschreibung und die Quellenangabe sind in der Regel linksbündig und in einer kleineren Schriftgröße als der Text der Arbeit formatiert. Wenn Sie Ihren Text zum Beispiel in Schriftgröße 12 verfasst haben, kann die Bildunterschrift etwas kleiner in Schriftgröße 10 formatiert sein. Im Folgenden zeigen wir Ihnen zwei Beispiele für Bildquellen:

Beispiel 1: Abbildung aus einer wissenschaftlichen Publikation

Abbildung 1: Das Abbildungsverzeichnis gestalten (Quelle: GRIN Verlag (Hrsg.): Wie schreibe ich eine Hausarbeit? Schritt für Schritt von der Ideenfindung bis zur fertigen Seminararbeit, 2016, S. 123)

Beispiel 2: Abbildung aus einer Internetquelle

Abbildung 2: Firmenphilosophie von GRIN (Quelle: GRIN Publishing GmbH https://www.grin.com/de/ueber-grin/)

Im Text auf die Abbildungen verweisen

Abbildungen stehen im Text nie für sich allein – oftmals sind sie Untersuchungsgegenstand oder unterstreichen die Argumentation des Textes. Dazu gehört, dass Sie die Abbildungen mit in den Text integrieren und erklären, weshalb diese für Ihre Ausführungen relevant sind. Hierfür bietet sich die Schreibweise (siehe Abbildung XY) bzw. (vgl. Abbildung XY) an. Eine Beschriftung der Abbildungen mit Abkürzungen ist ebenfalls möglich: (siehe Abb. XY). Wichtig ist, dass Sie durchgehend eine einheitliche Schreibweise verwenden.

In manchen Fällen ist es sinnvoll, Abbildungen hinter das Literaturverzeichnis in den Anhang der Arbeit zu verschieben, anstatt sie im Text aufzuführen. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn Sie eine sehr hohe Anzahl an Abbildungen verwenden und die Abbildungen den Lesefluss zu sehr unterbrechen würden.

 

Abbildungsverzeichnis

Abbildungen sind nicht im Literaturverzeichnis der wissenschaftlichen Arbeit, sondern in einem Abbildungsverzeichnis aufgelistet. Das Abbildungsverzeichnis dient dazu, dass man alle Bilder geordnet und mit Überschriften wiederfindet. Es steht in der Regel hinter dem Inhaltsverzeichnis und vor der Einleitung der Arbeit. Am besten ist es, wenn Sie ein automatisches Abbildungsverzeichnis erstellen. Dadurch können Sie die Seitenzahlen jederzeit aktualisieren. Wie man ein automatisches Abbildungsverzeichnis erstellt, erklären wir Ihnen in unserem Magazinartikel Automatisierungen in Word: Seitenzahlen müssen keine Plage sein.

 

Abbildungen und Tabellen

Abbildungen und Tabellen werden in der Regel getrennt voneinander nummeriert und in einem separaten Abbildungsverzeichnis sowie einem Tabellenverzeichnis aufgeführt. Im Text wird dann beispielsweise zwischen (siehe Abbildung XY) oder (siehe Tabelle XY) unterschieden. Das Erstellen eines automatischen Tabellenverzeichnisses funktioniert im Grunde wie bei automatischen Abbildungsverzeichnissen (siehe Magazinartikel Automatisierungen in Word: Seitenzahlen müssen keine Plage sein).

 

Eigene vs. fremde Abbildungen zitieren

Wenn Sie Abbildungen in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit verwenden, haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Sie können Abbildungen 1:1 übernehmen, Abbildungen nachbilden oder auch eigene Abbildungen erstellen. Abhängig davon, welche Art von Abbildung Sie in Ihrem Text verwenden, muss die Beschriftung der Abbildungen angepasst sein.

Bei einer Abbildung, die Sie vollständig aus einer anderen Quelle übernommen haben, ist die Abbildung wie folgt zu zitieren: Urheber, Jahr und Seitenzahl.

Bei einer modifizierten Bildquelle ist es hingegen so, dass der Zusatz „in Anlehnung an“ unmittelbar vor der Quellenangabe erscheinen muss. So macht der Autor deutlich, dass er die Abbildung eines anderen Urhebers in gewisser Weise verändert hat. Die Quellenangabe lautet dann folgendermaßen: in Anlehnung an Urheber, Jahr, Seitenzahl.

Abbildungen, die Sie selbst erstellt haben, sollten Sie mit folgender Anmerkung belegen: Eigene Darstellung.

Unsere Magazinartikel zum Thema Quellen und Zitieren

 

Externe Quellen

  • https://www.unicum.de/de/erfolgreich-studieren/hausarbeit-co/bildquelle
  • https://business-and-science.de/aktuelles/abbildungen-in-einer-bachelorarbeit/
  • https://www.scribbr.de/rihtig-zitieren/abbildungen-zitieren/

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