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Warum ist die Lüge verwerflich? Ein Vergleich zwischen Augustinus und Kant

Titre: Warum ist die Lüge verwerflich? Ein Vergleich zwischen Augustinus und Kant

Dossier / Travail de Séminaire , 2020 , 16 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Ebru Özcan (Auteur)

Philosophie - Divers
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Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, warum die Lüge nach Augustinus und Kant verwerflich ist. Beide Positionen werden miteinander verglichen. Die Philosophie der Lüge geht zurück bis in die Antike Philosophie. Seit der Antike wird versucht die Lüge an sich zu definieren und die Frage zu beantworten, ob das Lügen verwerflich oder sogar in einigen Fällen notwendig ist. Dabei wird deutlich, dass nicht jeder Philosoph Lügenverbote ausspricht. Eine „klare durchgängige moralische Ablehnung der Lüge“ ist nicht zu finden.

Augustinus und Kant sprechen sich beide radikal gegen die Lüge aus, jedoch haben beide andere Beweggründe für ihr Denken. Augustinus und seine Auffassung gegen die Lüge wird der christlichen Philosophie zugeschrieben. Die Lügenauffassung von Kant hingegen wird der kritischen Philosophie zugeschrieben. Beide Position sind sich ähnlich und doch unterscheiden sie sich in wichtigen Kernelementen.
Diese Hausarbeit soll die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede der beiden Philosophen herausarbeiten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Lüge bei Augustinus

2.1 Definition der Lüge

2.2 Gott und die Lüge

2.2.1 Problematik

2.3 Die Bedeutung der Sprache

3. Die Lüge bei Kant

3.1 Sprachmissbrauch

3.2 Vernichtung der Menschenwürde

3.3 kategorischer Imperativ

4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Augustinus und Kant

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert und vergleicht die philosophischen Positionen von Augustinus und Immanuel Kant zur moralischen Bewertung der Lüge, um herauszuarbeiten, warum das Lügen aus ihrer jeweiligen Perspektive als verwerflich gilt.

  • Die begriffliche Definition der Lüge bei Augustinus und Kant.
  • Die religiöse Begründung der Ablehnung des Lügens bei Augustinus.
  • Die ethische und rechtliche Argumentation Kants gegen die Unwahrheit.
  • Der Einfluss des Sprachgebrauchs auf die zwischenmenschliche Verständigung.
  • Der Vergleich der zugrunde liegenden Motive beider Philosophen.

Auszug aus dem Buch

2. Die Lüge bei Augustinus:

„Mendacium est enuntiatio cum voluntate falsum enuntiandi“, gilt als bekannteste Definition von Augustinus zur Lüge. Demnach sei eine Lüge, eine Aussage mit dem Willen, falsch auszusagen. Augustinus hat als einer der ersten Philosophen, den umfassendsten Versuch begonnen, die Lüge an sich zu definieren und diese aus zwei Hauptgründen als verwerflich zu markieren. Dabei wird deutlich, dass die Definition der Lüge schwierig zu fassen ist und auch der Vorgang des Lügens schwer nachzuweisen ist. Wir können einen Menschen nur unterstellen zu lügen, denn mit absoluten Sicherheit können Lügen oder das Lügen nicht bewiesen werden. Es existiert demzufolge bereits eine Schwierigkeit die Lüge selbst zu definieren.

Trotz dieser Schwierigkeit schrieb der Kirchenlehrer Bischof Aurelius Augustinus zwei Bücher in denen er die Lüge als „Erbsünde und als Grundübel“ definiert. Die Schrift De mendacio erschien um 395 v. Christus und stellt sein letztes Werk als Priester dar. Contra mendacium erschien 420 v. Christus. In beiden Schriften lehnt er die Lügen in allen Erscheinungsformen ab. Die Lüge lehnt er besonders aus zwei Gründen ab. Zum einen würde das Lügen gegen den Wunsch Gottes sprechen, da in der Bibel die Lüge eine Sünde darstelle. Zum anderen würde durch das Lügen, die Sprache zweckentfremdet, auch hier wurden religiöse Gründe eingearbeitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Verwerflichkeit der Lüge vor und erläutert die Herangehensweise des Vergleichs zwischen Augustinus und Kant.

2. Die Lüge bei Augustinus: Dieses Kapitel definiert den Lügenbegriff bei Augustinus, thematisiert die göttliche Verurteilung der Unwahrheit und analysiert die Instrumentalisierung von Sprache.

3. Die Lüge bei Kant: Hier wird Kants radikale Ablehnung der Lüge begründet, wobei insbesondere die Zerstörung des Sprachvermögens, die Verletzung der Menschenwürde und der kategorische Imperativ im Zentrum stehen.

4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Augustinus und Kant: Das Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Motive der Philosophen, stellt jedoch die Übereinstimmung in der absoluten Ablehnung des Lügens heraus.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass sowohl Augustinus als auch Kant die Lüge aus verschiedenen, aber jeweils schwerwiegenden Gründen ablehnen.

Schlüsselwörter

Augustinus, Immanuel Kant, Lüge, Moral, Wahrheit, Ethik, Menschenwürde, Sprachmissbrauch, kategorischer Imperativ, Religionsphilosophie, Täuschungsabsicht, Lügenverbot, Sünde, Philosophie, Unwahrheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die philosophischen Begründungen von Augustinus und Immanuel Kant für die moralische Verwerflichkeit der Lüge.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Definition der Lüge, die Rolle Gottes bei Augustinus, der Missbrauch der Sprache als Kommunikationsinstrument sowie die Verletzung der Menschenwürde bei Kant.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Argumentation der beiden Philosophen aufzuzeigen, obwohl ihre Ansätze auf unterschiedlichen moralischen und zeitlichen Grundlagen beruhen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine vergleichende philosophiegeschichtliche Analyse, die primäre Texte der beiden Philosophen gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Augustinus' theologisch geprägter Sichtweise und Kants auf den Kategorischen Imperativ basierender Ablehnung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wahrhaftigkeit, Lüge, ethisches Pflichtgefühl, Täuschungsabsicht und Menschenwürde charakterisiert.

Warum unterscheidet Augustinus zwischen einer Scherzlüge und einer bewussten Lüge?

Augustinus argumentiert, dass für eine Lüge die Absicht zur täuschenden Irreführung vorhanden sein muss; fehlt diese, wie bei einer Scherzlüge, liegt nach seiner Auffassung keine Lüge im moralischen Sinne vor.

Wie begründet Kant, dass man selbst in einer Extremsituation nicht lügen darf?

Kant begründet dies durch die Pflicht zur absoluten Wahrhaftigkeit, da das Lügen die Menschenwürde verletzt und als allgemeines Gesetz nicht widerspruchsfrei gewollt werden kann.

Gibt es laut der Arbeit eine legitime Ausnahme vom Lügenverbot?

Nein, weder bei Augustinus noch bei Kant gibt es eine moralische Rechtfertigung für die Lüge; beide Philosophen lehnen sie in jeder Form ab.

Worin unterscheiden sich die Motive der beiden Denker hauptsächlich?

Während Augustinus die Lüge primär als Sünde gegen Gott betrachtet, wertet Kant sie als einen Verstoß gegen die Autonomie des Menschen und die Vernunft als Grundlage menschlicher Gemeinschaft.

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Résumé des informations

Titre
Warum ist die Lüge verwerflich? Ein Vergleich zwischen Augustinus und Kant
Université
Ruhr-University of Bochum
Note
1,5
Auteur
Ebru Özcan (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
16
N° de catalogue
V1001846
ISBN (ebook)
9783346378248
ISBN (Livre)
9783346378255
Langue
allemand
mots-clé
warum lüge vergleich augustinus kant
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ebru Özcan (Auteur), 2020, Warum ist die Lüge verwerflich? Ein Vergleich zwischen Augustinus und Kant, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1001846
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Extrait de  16  pages
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