Die Arbeit befasst sich mit der Frage, was aus Sicht einer dynamischen, also mit wechselnden Auslastungen konfrontierte, Personalwirtschaft die Ursachen und Gegenstrategien eines möglichen Fachkräftemangels sind. Es herrscht bei diesem Themenkomplex keineswegs allgemeines Einvernehmen und manch ein Kritiker geht angesichts von mehreren Millionen Arbeitslosen sogar soweit vom „Mythos“ bzw. der „Propaganda vom Fachkräftemangel“ zu sprechen.
Doch auch die einheitliche Definition des Fachkräftebegriffs an sich bereitet bei näherer Betrachtung Schwierigkeiten, da in der Literatur zahlreiche Theorien und Begriffe Verwendung finden. Deswegen werden wir im nachfolgenden zweiten Kapitel zunächst die theoretisch-betriebswirtschaftlichen Grundlagen, auf denen die weiteren Ausführungen beruhen, erläutern und dabei den Vorschlägen von Ortner folgend die Theorie des Personalvermögens zugrunde legen. In Kapitel 3 werden eine Eingrenzung des Begriffs des Fachkräftemangels und eine Darstellung seiner Ursachen und Konsequenzen erfolgen, um schließlich im vierten Kapitel mögliche Gegenmaßnahmen aus personalwirtschaftlicher Sicht zu diskutieren.
1 Einleitung
2 Dynamische Personalwirtschaft
2.1 Begriff und Wesen
2.2 Aufgaben und Methoden der dynamischen Personalwirtschaft
2.2.1 Personalvermögensplanung
2.2.2 Personalvermögensinformation
2.2.3 Personalvermögensakquisition
2.2.4 Personalvermögensentwicklung
2.2.5 Personalvermögenssicherung
2.2.6 Personalvermögensdequisition
2.2.7 Personalvermögensdisposition
3 Fachkräftemangel in Deutschland
3.1 Definition und Ursachen
3.1.1 Definition
3.1.2 Ursachen
3.2 Situation und Auswirkungen
3.2.1 Situation in Deutschland
3.2.2 Auswirkungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt
3.3 Zwischenfazit
4 Maßnahmen gegen Fachkräftemangel
4.1 Personalwirtschaftliche Maßnahmen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld
4.2 Bedarfsfeststellung durch Personalvermögensplanung
4.3 Vermeidung von Ersatzbedarf durch Personalvermögenssicherung
4.4 Personalvermögensentwicklung
4.5 Personalvermögensakquisition
5 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Fachkräftemangels in Deutschland aus der Perspektive einer dynamischen Personalwirtschaft. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Personalvermögens darzulegen, die Ursachen und Auswirkungen des aktuellen Mangels kritisch zu analysieren und konkrete personalwirtschaftliche Gegenstrategien für Unternehmen aufzuzeigen.
- Theorie des Personalvermögens nach Ortner
- Ursachenanalyse des Fachkräftemangels (u. a. demografischer Wandel)
- Situation und Auswirkungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt
- Personalwirtschaftliche Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und -akquisition
- Strategien zur Vermeidung von Ersatzbedarf und zur Personalentwicklung
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriff und Wesen
Zur Erreichung der Unternehmensziele und innerhalb der Wertschöpfung ist das Personal ein wichtiger Faktor. Auf der anderen Seite sind die Personalkosten in den Unternehmen ein erheblicher Kostenfaktor. Aufgrund dieser Aspekte ist es wichtig auch in dem Bereich Personal zu wirtschaften. Das bedeutet, eine Verringerung von Knappheiten unter Beachtung des ökonomischen Prinzips zu erlangen. Deshalb stellt sich die Personalwirtschaft als Fachfunktion sowohl in der Betriebswirtschaftslehre als auch in der Unternehmenspraxis dar, da sie für das Management eine große Bedeutung hat.
In vielen Fällen der betriebswirtschaftlichen Theorie und Praxis werden die Mitarbeiter in dieser Fachfunktion selbst noch als Kapital oder Produktionsfaktor gesehen. In einem moderneren Wirtschaftsverständnis beschreibt Ortner hingegen „ist der Mensch im Unternehmen ‚Aktor‘ und kein ‚Faktor‘.“
Nach diesem Verständnis geht es aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht um den Mitarbeiter als Träger des Produktionsfaktors „Arbeit“, sondern um seine Qualifikationen und Motivationen. Jeder Mitarbeiter ist Träger von individuellen Qualifikationen, d. h. Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnissen, und den zugehörigen Motivationen, d. h. die Bereitschaft die Qualifikationen auch einzusetzen. Dieses individuelle Personalvermögen kann eine Person einer Institution per Vertrag ganz oder teilweise entgeltlich zur Verfügung stellen. Die Summe der dem Unternehmen verfügbaren individuellen Personalvermögenselemente bildet dann das institutionelle Personalvermögen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das aktuelle politische und wirtschaftliche Thema des Fachkräftemangels ein und skizziert den Aufbau sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Dynamische Personalwirtschaft: Das Kapitel erläutert die Theorie des Personalvermögens und definiert die sieben zentralen Teilaufgaben einer dynamischen Personalwirtschaft, die zur Zielerreichung in Unternehmen beitragen.
3 Fachkräftemangel in Deutschland: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Definitionen, Ursachen und Auswirkungen des Fachkräftemangels sowie eine Analyse der aktuellen Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt.
4 Maßnahmen gegen Fachkräftemangel: Dieses Kapitel diskutiert praxisnahe personalwirtschaftliche Maßnahmen wie Planung, Sicherung, Entwicklung und Akquisition, um Unternehmen im Wettbewerb um Talente zu stärken.
5 Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit für Unternehmen, aktiv Gegenstrategien zur Bewältigung des Fachkräftemangels zu implementieren.
Schlüsselwörter
Fachkräftemangel, Personalwirtschaft, Personalvermögen, Demografischer Wandel, Personalentwicklung, Personalakquisition, Arbeitsmarkt, Fachkräfteengpass, Talent Management, Personalplanung, Arbeitgeberattraktivität, Humankapital, Personalsicherung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Bewältigung des Fachkräftemangels in Deutschland aus einer spezifisch personalwirtschaftlichen Perspektive.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie des Personalvermögens, den Ursachen des Fachkräftemangels, der Marktsituation in Deutschland und betrieblichen Gegenstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, wie ein Unternehmen durch moderne personalwirtschaftliche Ansätze den Herausforderungen des Fachkräftemangels begegnen und das nötige Personalvermögen sichern kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretisch-betriebswirtschaftlichen Fundierung, insbesondere unter Anwendung der Theorie des Personalvermögens nach Ortner, ergänzt durch eine Analyse aktueller Marktdaten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der dynamischen Personalwirtschaft, die Untersuchung der Ursachen und Folgen des Fachkräftemangels sowie die Darstellung konkreter Maßnahmenpakete.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Personalvermögen, Fachkräftemangel, Personalplanung, demografischer Wandel und Talent Management.
Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Ortner vom klassischen Produktionsfaktor-Modell?
Ortner sieht den Mitarbeiter nicht als statischen Produktionsfaktor „Arbeit“, sondern als „Aktor“, dessen individuelles Personalvermögen durch Qualifikationen und Motivationen bestimmt wird.
Warum spielt die Personalvermögensdequisition im Konzept eine Rolle?
Die Dequisition ist wichtig, um unter dem ökonomischen Prinzip unnötige Kosten zu vermeiden, wenn Personalvermögen nicht mehr dem Bedarf entspricht.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2015, Fachkräftemangel aus Sicht der Personalwirtschaft. Ursachen und Gegenstrategien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1002102